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Bestes Linux für Server: Welche Distributionen kommen infrage?

Autor: HOSTTEST-Redaktion   |30.08.2023

bestes linux für serverLinux hat sich über die Jahre als beliebte Option bei der Wahl des Betriebssystems im Serverbereich etabliert. Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Distributionen, die jeweils ihre eigenen individuellen Eigenschaften und Vorzüge mitbringen, wird die Entscheidung für die passende Variante oft zur Herausforderung.

Dieser Beitrag gibt einen Überblick zu den besten Linux Distributionen für Server und soll die Vorzüge der einzelnen Optionen hervorzuheben, um den Entscheidungsprozess zu vereinfachen.

Warum ist Linux als Server Betriebssystem so beliebt?

Unabhängig von der gewählten Distribution kann Linux als Server Betriebssystem grundsätzlich durch seine Open-Source-Natur, Stabilität, Sicherheit und Flexibilität punkten, was darüber hinaus von einer aktiven Community und einem reichen Software-Ökosystem unterstützt wird.

Open Source und Lizenzfreiheit

Linux ist Open Source, was bedeutet, dass seine Quellcodes frei zugänglich und modifizierbar sind. Dies erlaubt Unternehmen und Entwicklern, das System nach ihren spezifischen Bedürfnissen anzupassen. Zudem fallen im Gegensatz zu proprietären Betriebssystemen keine Lizenzgebühren an, was die Kosten für Unternehmen reduziert.

Stabilität und Zuverlässigkeit

Linux Server sind für ihre hohe Zuverlässigkeit und langen Betriebszeit bekannt. Sie können oft monate- oder sogar jahrelang ohne Neustart laufen. Viele kritische Web-Infrastrukturen verlassen sich auf Linux, weil es selbst unter intensiver Last stets stabil bleibt.

Sicherheit

Linux profitiert von einem starken Sicherheitsmodell, das auf Benutzerberechtigungen und -Isolierung basiert. Die aktive und große Community sorgt für regelmäßige Sicherheitsupdates. Zudem ermöglicht die Transparenz von Open Source Code eine schnellere Identifizierung und Behebung von Sicherheitslücken durch die Gemeinschaft.

Flexibilität

Linux kann auf einer Vielzahl von Hardware-Plattformen laufen, von kleinen Raspberry Pi-Systemen über Bare Metal Server bis hin zu Mainframes. Es lässt sich zudem leicht für verschiedene Anwendungen, von Webservern über Datenbanken bis hin zu Cloud-Diensten, konfigurieren.

Performance

Linux ist hoch optimierbar. Systemadministratoren können unerwünschte Dienste und Anwendungen entfernen, um die Systemleistung zu maximieren. Dies ist besonders nützlich für spezialisierte Serverumgebungen wie Datenbankserver.

Reiches Software-Ökosystem

Die Paketmanager, die in vielen Linux Distributionen integriert sind, ermöglichen eine einfache Installation und Verwaltung von Softwarepaketen. Es gibt eine riesige Bibliothek von Anwendungen und Dienstprogrammen, die für Linux verfügbar sind, oft kostenlos.

Community und Support

Linux genießt den Rückhalt einer großen und aktiven Community. Dies bedeutet nicht nur regelmäßige Updates und Patches, sondern auch Zugang zu einer breiten Palette von Ressourcen, Tools und Foren für Support und Wissenstransfer. Zusätzlich bieten viele Distributionen auch professionellen Support für Unternehmen.

 

Linux für Server: Statistische Verteilung

Die meisten Server im Internet nutzen ein Unix Betriebssystem. Linux als eine Variante von Unix zählt dabei zu den beliebtesten Betriebssystemen. Der Informationsdienst w3techs.com stellt stets aktuelle Statistiken zur Verteilung bestimmter Technologien im Netz zur Verfügung. Hier lässt sich auch eine statistische Verteilung zu Linux als Server Betriebssystem finden.

Laut aktueller Daten aus dem August 2023 sieht die Verteilung wie folgt aus:

/verteilung-linux-aug23

Den Spitzenplatz hält Ubuntu mit einem Anteil von 31,7 Prozent. Auf Rang zwei ist Debian mit einem Anteil von 16,7 Prozent zu finden. Der dritte Platz mit einem Anteil von 7,8 Prozent geht an CentOS. Die drei großen Linux Distributionen nehmen also den Hauptanteil unter Linux für Server in Anspruch. Die anderen Distributionen liegen hingegen alle in einem niedrigen Bereich unter 1 Prozent.

 

Bestes Linux für Server: Distributionen in der Übersicht

Hier findest du eine Übersicht zu den beliebtesten Linux Distributionen, die auf Servern verwendet werden:

 

Linux Server Distributionen

Distribution basiert auf Releaszyklus Besonderheiten geeignet für
Debian - Point Release Optimale Stabilität für produktive Serverumgebungen Fortgeschrittene
Ubuntu Debian Point Release Benutzerfreundliches Betriebssystem mit Langzeitsupport Einsteiger
Gentoo - Rolling Release Hohe Individualisierung des Serversystems Profis
Fedora RHEL Point Release Test-System im RHEL-Umfeld mit technischen Innovationen Fortgeschrittene
CentOS Stream RHEL Rolling Release Test-System im RHEL-Umfeld mit Kompromiss aus Aktualität und Stabilität Fortgeschrittene
AlmaLinux RHEL Point Release CentOS Alternative für produktive Umgebungen Fortgeschrittene
Rocky Linux RHEL Point Release CentOS Alternative für produktive Umgebungen Fortgeschrittene
Arch Linux - Rolling Release Tiefgreifende Individualisierung des Systems möglich Profis
OpenSUSE -

Rolling Release
Point Release

Ausgewogenes System zwischen Performance und Benutzerfreundlichkeit Fortgeschrittene

 

Debian

Als eine der ältesten und am häufigsten eingesetzten Linux Distributionen legt Debian großen Wert auf freie Software und den Open-Source Ansatz. Bekannt für seine bemerkenswerte Stabilität und Zuverlässigkeit, ist Debian meist die erste Wahl in produktiven Serverumgebungen. Mit umfangreichen Software Repositories und einer reinen Community-Führung hebt sich Debian durch seine Universalität und Anpassbarkeit von vielen anderen Distributionen ab.

Pro Debian:

  • Stabilität und Zuverlässigkeit: Debian ist besonders in seiner Stable-Version für seine Robustheit bekannt und wird oft in kritischen Produktionsumgebungen eingesetzt.
  • Freie Software-Philosophie: Durch die Einhaltung der Debian Free Software Guidelines stellt Debian sicher, dass die Nutzer eine Distribution mit einem Fokus auf freie Software erhalten.
  • Umfangreiche Softwarebibliothek: Mit über 59.000 Paketen in den offiziellen Repositories bietet Debian eine breite Palette von Anwendungen und Dienstprogrammen.

Contra Debian:

  • Nicht immer aktuell: Die Betonung von Stabilität bedeutet, dass Debian Stable nicht immer die neuesten Softwareversionen enthält, was für einige Anwender und Anwendungen problematisch sein kann.
  • Steilere Lernkurve für Anfänger: Obwohl es äußerst stabil ist, wird Debian für Neulinge aufgrund seiner manchmal komplexen Konfiguration durchaus als Herausforderung gesehen.
  • Längere Release-Zyklen: Die unregelmäßigen und oft langen Zeiträume zwischen stabilen Releases können dazu führen, dass die Software gegen Ende eines Release-Zyklus veraltet wirkt.

Fazit:

Debian ist ideal für erfahrene Benutzer und Administratoren, die Wert auf Stabilität, Freiheit und eine breite Softwareauswahl in produktiven Serverumgebungen legen.

 

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Ubuntu

Ubuntu, eine auf Debian basierende Distribution, ist vor allem für seine Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit bekannt, was es zu einer beliebten Wahl für Linux Einsteiger macht. Mit regelmäßigen Veröffentlichungszyklen sowie professionellem Support durch Canonical ist es nicht nur für Desktop Anwender, sondern auch für Serverumgebungen gut geeignet. Zudem verfügt Ubuntu über ein umfangreiches Software-Repository, das durch PPAs (Personal Package Archives) ergänzt wird, und ermöglicht so eine breite Softwareauswahl und Individualisierung.

Pro Ubuntu:

  • Benutzerfreundlichkeit: Ubuntu bietet eine intuitive Benutzeroberfläche und einfache Installationsprozesse, was es besonders für Linux-Neulinge attraktiv macht.
  • Unterstützung und Dokumentation: Durch den Support von Canonical und einer großen Community gibt es umfangreiche Dokumentationen, Foren und kommerzielle Unterstützungsoptionen.
  • Regelmäßige Releases: Mit einem festen Halbjahreszyklus für neue Veröffentlichungen und LTS-Versionen (Long Term Support) alle zwei Jahre können Benutzer von vorhersehbaren Updates und langfristigem Support profitieren.

Contra Ubuntu:

  • Systemanforderungen und Performance: Obwohl Linux grundsätzlich für seine Leichtigkeit bekannt ist, verbrauchen neuere Ubuntu Versionen, insbesondere solche mit dem GNOME-Desktop, mehr Ressourcen als andere schlanke Distributionen.
  • Proprietäre Software: Im Gegensatz zu Debian beinhaltet Ubuntu standardmäßig einige proprietäre Treiber und Software, was Puristen durchaus kritisch sehen.
  • Veränderte Standardkonfigurationen: Ubuntu passt einige Standardkonfigurationen und Systemeinstellungen von Debian an, was zu Inkompatibilitäten oder unerwartetem Verhalten führen kann, insbesondere für Benutzer, die mit Debian vertraut sind.

Fazit:

Ubuntu eignet sich besonders gut für Einsteiger und Unternehmen, die eine benutzerfreundliche, gut unterstützte Linux-Distribution mit Langzeitsupport und einer breiten Softwareauswahl suchen.

 

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Gentoo

Gentoo ist eine quellbasierte Linux-Distribution, die fortgeschrittenen Benutzern die Möglichkeit bietet, Software für ihre spezifische Hardware zu optimieren und nur die gewünschten Funktionen zu kompilieren. Durch das Portage-System können Anwender feinabgestimmte Kontrolle über Softwarepakete und Systemkonfigurationen ausüben. Gentoo zeichnet sich durch seine Flexibilität, Performance-Optimierung und das tiefe technische Engagement aus, das es von seinen Benutzern verlangt.

Pro Gentoo:

  • Performance: Durch das Kompilieren von Software speziell für den eigenen Server können Benutzer das System für maximale Leistung und Effizienz optimieren.
  • Anpassbarkeit: Das Portage-System ermöglicht es Benutzern, genau zu bestimmen, welche Funktionen und Abhängigkeiten in Softwarepaketen enthalten sein sollen.
  • Aktualität: Dank des Rolling-Release-Modells können Benutzer stets die neuesten Softwareversionen beziehen, ohne das gesamte System neu installieren zu müssen.

Contra Gentoo:

  • Installations- und Wartungsaufwand: Das ständige Kompilieren von Software ist zeitaufwendig und die Einrichtung und Wartung von Gentoo erfordert ein tiefes technisches Verständnis.
  • Hohe Lernkurve: Für Anfänger kann Gentoo überwältigend sein, da es mehr Handarbeit und technisches Wissen erfordert als viele andere Distributionen.
  • Mögliche Stabilitätsprobleme: Während Gentoo flexibel ist, können die ständige Aktualisierung und die individuellen Optimierungen, wenn sie nicht sorgfältig durchgeführt werden, zu Systeminstabilität oder Inkompatibilitäten führen.

Fazit:

Gentoo ist ideal für technisch versierte Benutzer, die ein tiefgehendes Verständnis für Linux besitzen und die vollständige Kontrolle und individuelle Optimierung ihres Server Systems schätzen.

 

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Fedora

Fedora, ein Community-getriebenes Projekt gesponsert von Red Hat, dient als Testfeld für neue Technologien, die später in Red Hat Enterprise Linux integriert werden könnten. Es bietet Benutzern häufige Releases mit den neuesten Innovationen und Technologien im Open-Source-Bereich. Fedora legt großen Wert auf freie Software, liefert aber gleichzeitig moderne Desktop-Umgebungen und Entwicklertools für Benutzer und Entwickler.

Pro Fedora:

  • Aktualität: Fedora hat einen kurzen Release-Zyklus, wodurch Benutzer stets Zugang zu den neuesten Technologien und Softwareversionen haben.
  • Integration mit Red Hat: Als eine Art "Testlabor" für Red Hat Enterprise Linux profitiert Fedora von der Unterstützung und den Ressourcen von Red Hat, einem führenden Unternehmen im Linux-Bereich.
  • Innovativ: Fedora führt oft neue Technologien und Systeminnovationen ein, noch bevor sie in anderen Distributionen zu finden sind.

Contra Fedora:

  • Kürzere Lebensdauer der Releases: Durch den schnellen Release-Zyklus haben einzelne Fedora-Versionen eine kürzere Unterstützungszeit, was bedeutet, dass Benutzer häufiger aktualisieren müssen.
  • Potenzielle Instabilität: Aufgrund des innovativen Charakters können manche der neuesten Features und Pakete nicht so stabil sein wie in Distributionen, die den Fokus stärker auf Stabilität legen.
  • Weniger Drittsoftware: Im Vergleich zu einigen anderen Distributionen gibt es weniger leicht zugängliche proprietäre Software oder spezialisierte Drittanbieter-Repositories, da Fedora einen strikten Fokus auf freie Software hat.

Fazit:

Fedora eignet sich besonders für Technologie Enthusiasten und Entwickler, die an der Spitze von Open-Source-Innovationen stehen und gleichzeitig von der Unterstützung durch Red Hat profitieren möchten.

 

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CentOS Stream

CentOS Stream ist die neue Rolling-Release-Version von CentOS, die als Brücke zwischen Fedora und Red Hat Enterprise Linux (RHEL) agiert. Es bietet eine Vorschau auf zukünftige RHEL-Inhalte, da Änderungen zuerst in Fedora eingeführt, dann in CentOS Stream getestet und schließlich in RHEL stabilisiert werden. Während es immer noch die Robustheit und Zuverlässigkeit von CentOS bietet, ermöglicht CentOS Stream den Nutzern auch, aktuellere Software und Features vor ihrem Erscheinen in RHEL zu testen.

Pro CentOS Stream:

  • Vorschau auf RHEL: CentOS Stream gibt Benutzern die Möglichkeit, bevorstehende Features und Updates von RHEL zu testen, bevor sie offiziell in RHEL eingeführt werden.
  • Aktuellere Software: Im Vergleich zum traditionellen CentOS bietet CentOS Stream Zugang zu neueren Softwarepaketen und Technologien, was es ideal für diejenigen macht, die den neuesten Stand der Technik bevorzugen, ohne auf Stabilität zu verzichten.
  • Feedback-Möglichkeiten: Als Mittelweg zwischen Fedora und RHEL bietet CentOS Stream der Community die Möglichkeit, Feedback zu geben und die Richtung von RHEL aktiv mitzugestalten.

Contra CentOS Stream:

  • Weniger Vorhersehbarkeit: Als Rolling-Release kann CentOS Stream unvorhergesehene Probleme oder Inkompatibilitäten mit sich bringen, die in festen Release-Zyklen seltener sind.
  • Mögliche Instabilität: Obwohl CentOS Stream stabiler als Fedora ist, gilt es dennoch als weniger stabil als das traditionelle CentOS oder RHEL, insbesondere bei bestimmten Softwarepaketen oder Features.
  • Adoptionsrate: Mit der Einführung von CentOS Stream und dem Ende des traditionellen CentOS-Release-Zyklus ist abzusehen, dass einige Anwender mit der Adoption zögern, da sie den traditionellen Support-Lebenszyklus der neuen CentOS Alternativen bevorzugen.

Fazit:

CentOS Stream ist ideal für Benutzer und Organisationen, die einen Einblick in bevorstehende RHEL-Updates wünschen und bereit sind, einen Kompromiss zwischen aktuellster Software und Stabilität einzugehen.

 

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AlmaLinux

AlmaLinux ist eine Community-getriebene, kostenlose Linux Distribution, die als direkter Ersatz für CentOS Linux geschaffen wurde, nachdem Red Hat beschlossen hatte, den traditionellen CentOS-Release-Zyklus zu beenden. Sie basiert auf den Quellen von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und bietet eine 1:1-Binary-Kompatibilität mit RHEL, was sie zu einer zuverlässigen Wahl für Unternehmen macht. AlmaLinux verspricht lange Unterstützungszeiträume und ist dadurch besonders für Serverumgebungen und produktionskritische Anwendungen attraktiv.

Pro AlmaLinux:

  • Kompatibilität mit RHEL: AlmaLinux bietet eine direkte Kompatibilität mit Red Hat Enterprise Linux, was den Übergang und die Kompatibilität für bestehende RHEL oder CentOS-Benutzer erleichtert.
  • Langfristige Unterstützung: Da es als Ersatz für CentOS geschaffen wurde, bietet AlmaLinux einen stabilen und langfristig Lebenszyklus, ideal für Server und produktionskritische Umgebungen.
  • Community-Ansatz: Im Gegensatz zu den kommerziellen Interessen, die manchmal hinter großen Distributionen stehen, ist AlmaLinux von der Gemeinschaft für die Gemeinschaft entwickelt, was zu einer transparenten Entwicklung und Entscheidungsfindung führt.

Contra AlmaLinux:

  • Jüngere Distribution: Obwohl AlmaLinux auf bewährter RHEL-Technologie basiert, ist es immer noch eine relativ neue Distribution, die sich noch nicht breitflächig etabliert hat.
  • Eingeschränkte Unterstützung: Benutzer können Schwierigkeiten haben, bestimmte Software auf AlmaLinux zu installieren, da sie vielleicht noch nicht für diese neue Distribution angepasst wurde.
  • Wettbewerb: Angesichts anderer RHEL-Alternativen wie Rocky Linux auf dem Markt bleibt abzuwarten, welche Linux Distributionen sich schließlich etablieren werden.

Fazit:

AlmaLinux ist ideal für Anwender, die nach einer stabilen, langfristig unterstützten und RHEL-kompatiblen Distribution suchen, insbesondere als Alternative zu CentOS für produktionskritische Umgebungen.

 

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Rocky Linux

Rocky Linux ist eine kostenlose Linux-Distribution, die als Community-getriebener Ersatz für CentOS ins Leben gerufen wurde, nachdem Red Hat seine traditionellen CentOS-Releases beendete. Sie bietet eine 1:1-Binary-Kompatibilität zu Red Hat Enterprise Linux (RHEL), wodurch sie eine nahtlose Alternative für bestehende RHEL- und CentOS-Nutzer darstellt. Entwickelt mit dem Versprechen der Transparenz und Community-Beteiligung, legt Rocky Linux Wert auf Stabilität und Langzeitunterstützung, besonders für produktionskritische Infrastrukturen.

Pro Rocky Linux:

  • Kompatibilität mit RHEL: Rocky Linux ermöglicht es Nutzern, ohne größere Anpassungen von RHEL oder CentOS umzusteigen.
  • Langzeitunterstützung: Als CentOS-Alternative zielt Rocky Linux darauf ab, eine stabile und dauerhaft unterstützte Plattform für produktionskritische Anwendungen zu bieten.
  • Community-Orientierung: Rocky Linux setzt auf die Gemeinschaft und Transparenz in der Entwicklung, was zu einer offenen und inklusiven Entscheidungsfindung und Weiterentwicklung beiträgt.

Contra Rocky Linux:

  • Neue Distribution: Obwohl es auf der bewährten Basis von RHEL steht, ist Rocky Linux eine neuere Distribution, die noch nicht in größerem Umfang adoptiert wurde.
  • Begrenzte Unterstützung: Benutzer, die spezifische Softwareanwendungen auf Rocky Linux installieren möchten, können auf Probleme stoßen, weil Software eventuell noch nicht offiziell für die neue Distribution optimiert wurde.
  • Wettbewerb: Mit anderen RHEL-Alternativen wie AlmaLinux auf dem Markt, wird sich erst mit der Zeit zeigen, welche Linux Distributionen sich letztendlich durchsetzen werden.

Fazit:

Rocky Linux eignet sich besonders für jene, die eine RHEL-kompatible, community-getriebene Distribution suchen und Wert auf Langzeitunterstützung in produktionskritischen Umgebungen legen.

 

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Arch Linux

Arch Linux ist eine minimalistische, Rolling-Release-Distribution, die dafür bekannt ist, Benutzern ein schlankes Basis-System zu bieten, das sie nach Belieben anpassen können. Es folgt dem KISS-Prinzip ("Keep It Simple, Stupid"), was bedeutet, dass es sich auf Einfachheit und Klarheit in seiner Struktur und seinem Ansatz konzentriert. Die Paketverwaltung von Arch, pacman, ermöglicht einfache Installationen und Updates, während das Arch User Repository (AUR) den Zugriff auf eine riesige Menge an von der Community gepflegter Software bietet.

Pro Arch Linux:

  • Hochgradig anpassbar: Arch Linux bietet ein Basis-System, das Benutzer nach ihren Wünschen erweitern und modifizieren können, was maximale Personalisierung ermöglicht.
  • Arch User Repository (AUR): Dieses von der Community betriebene Repository bietet Zugang zu einer enormen Vielzahl von Software, die oft schneller verfügbar ist als in anderen Distributionen.
  • Aktualität: Als Rolling-Release-Distribution erhalten Benutzer ständig die neuesten Software-Versionen ohne die Notwendigkeit einer vollständigen Neuinstallation.

Contra Arch Linux:

  • Komplexität für Anfänger: Der Installations- und Konfigurationsprozess kann für Linux-Neulinge überwältigend sein, da Arch eine manuelle Konfiguration erfordert.
  • Stabilitätsrisiken: Aufgrund seiner Rolling-Release-Natur und der Schnelligkeit, mit der Software aktualisiert wird, können gelegentlich Instabilitäten auftreten, insbesondere wenn Benutzer nicht regelmäßig aktualisieren.
  • Zeitaufwand: Die Einrichtung und Wartung von Arch kann, insbesondere für weniger erfahrene Benutzer, zeitaufwendiger sein als bei Distributionen, die "out of the box" mehr Funktionalitäten bieten.

Fazit:

Arch Linux ist ideal für erfahrene Linux-Benutzer, die ein tiefgehend anpassbares System suchen und die Kontrolle über jedes Detail ihrer Installation wünschen.

 

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OpenSUSE

OpenSUSE ist eine vor allem in Deutschland beliebte Linux Distribution, die sich in zwei Hauptstränge aufteilt: Tumbleweed, eine Rolling-Release-Version für Benutzer, die stets aktuelle Software wollen, und Leap, eine regelmäßig aktualisierte Version für Stabilität und Langlebigkeit. Die Distribution zeichnet sich durch ihr leistungsstarkes YaST-Konfigurationstool aus, das die Systemverwaltung vereinfacht. Mit einer engagierten Community und starken Enterprise-Roots durch den Einfluss von SUSE Linux Enterprise, bietet OpenSUSE eine ausgewogene Mischung aus Aktualität und Zuverlässigkeit für eine Vielzahl von Anwendungsfällen.

Pro OpenSUSE:

  • Zwei Versionen: Mit Tumbleweed als Rolling-Release und Leap als stabile Version können Benutzer je nach Bedarf zwischen ständigen Aktualisierungen oder Stabilität wählen.
  • YaST-Tool: Das YaST-Konfigurationstool von OpenSUSE ist eines der fortschrittlichsten und benutzerfreundlichsten Systemverwaltungstools, das die Konfiguration und Verwaltung des Systems erleichtert.
  • Unterstützung durch SUSE: OpenSUSE profitiert von der engen Verbindung zu SUSE Linux Enterprise, was der Distribution eine solide Basis, finanzielle Unterstützung und Enterprise-Features bietet.

Contra OpenSUSE:

  • Lernkurve: Für Benutzer, die von anderen Distributionen kommen, kann OpenSUSE aufgrund seines einzigartigen Ansatzes und seiner Tools, insbesondere YaST, eine längere Eingewöhnungsphase erfordern.
  • Unterschiedliche Paketverwaltung: OpenSUSE verwendet Zypper und RPM als Paketmanagement-Tools, die sich von den in anderen populären Distributionen (z. B. APT in Debian-basierten Systemen) verwendeten Tools unterscheiden und eine Umgewöhnung vom Nutzer erfordern.
  • Installationsgröße: Die Standardinstallation von OpenSUSE beansprucht mehr Speicherplatz als viele andere Distributionen, da sie zahlreiche Anwendungen und Dienstprogramme beinhaltet.

Fazit:

OpenSUSE eignet sich besonders für Anwender, die eine ausgewogene Mischung aus modernen Features und stabiler Performance suchen und dabei von einem leistungsstarken Verwaltungstool wie YaST profitieren möchten.

 

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Wie wählt man die beste Linux Distribution für Server aus?

Bei der Auswahl der besten Linux Distribution für Server gibt es keine Einheitslösung, da sie stark von den individuellen Anforderungen und Vorlieben des Benutzers abhängt. Stattdessen gilt es, verschiedene Faktoren und Überlegungen bei der Auswahl zu berücksichtigen:

  • Zweck des Servers: Die Art des Dienstes, den der Server bereitstellen soll, kann die Wahl beeinflussen. Ein Webserver hat andere Anforderungen als ein Datenbankserver oder ein Dateiserver.
  • Stabilität vs. Aktualität: Während einige Anwender die neuesten Funktionen und Softwareversionen bevorzugen, benötigen produktionskritische Umgebungen oft Stabilität über alles andere.
  • Support und Community: Eine aktive Community und guter Support können entscheidend sein, insbesondere wenn es Probleme oder Fragen gibt. Einige bevorzugen Distributionen mit kommerziellem Support, während andere sich auf die Community verlassen.
  • Sicherheitsüberlegungen: Einige Distributionen legen besonderen Wert auf Sicherheitsfeatures und -updates. Für sicherheitskritische Anwendungen ist dies ein wesentlicher Faktor.
  • Hardware-Kompatibilität: Nicht alle Distributionen unterstützen jede Hardware optimal. Daher sollte eine Distribution ausgewählt werden, die gut mit der vorhandenen oder geplanten Hardware funktioniert.
  • Benutzererfahrung und Vorwissen: Einige Linux Distributionen sind benutzerfreundlicher und eignen sich besser für Anfänger, während andere, die mehr Handarbeit erfordern, vielleicht eher für erfahrene Benutzer geeignet sind.
  • Paketverfügbarkeit und -management: Die Art und Weise, wie Softwarepakete verwaltet werden, und ihre Verfügbarkeit können ebenfalls Einfluss auf die Wahl haben. Einige bevorzugen die Einfachheit von apt oder yum, während andere die Flexibilität von pacman oder zypper schätzen.

 

Bei der Suche nach dem besten Linux für Server ist schnell klar, dass es keine universelle Antwort gibt. Stattdessen hängt die optimale Wahl stark von den spezifischen Anforderungen und Vorlieben des jeweiligen Anwenders oder Unternehmens ab. Faktoren wie der beabsichtigte Einsatzbereich des Servers, Hardware-Kompatibilität, gewünschte Stabilität vs. Aktualität und die Erfahrung des Benutzers spielen alle eine entscheidende Rolle bei der Auswahl.

Daher ist es von unschätzbarem Wert, vor einer endgültigen Entscheidung Testumgebungen zu nutzen und Pilotprojekte durchzuführen. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, verschiedene Distributionen in realen oder zumindest realitätsnahen Szenarien auszuprobieren, ihre Performance zu bewerten und potenzielle Probleme oder Herausforderungen im Vorfeld zu identifizieren. Durch dieses praxisorientierte Vorgehen wird nicht nur das Risiko einer falschen Entscheidung verringert, sondern es können auch wertvolle Erkenntnisse für die spätere Implementierung und den Produktivbetrieb gewonnen werden.

Wir empfehlen daher, diesen praktischen Ansatz zu verfolgen, um fundierte und auf Erfahrung basierende Entscheidungen hinsichtlich des besten Linux für Server treffen zu können.

 

In unserem Linux Server Vergleich findest du passende Server Systeme, auf denen du die von dir bevorzugten Linux Server Distributionen ausgiebig testen kannst.

 

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Unser Artikel stützt sich auf eigene Erfahrungen und Recherche sowie Informationen aus externen Quellen.

Quellenangaben & weiterführende Links zum Thema:

https://w3techs.com/technologies/history_details/os-linux (Statistik zur Linux Server Verteilung)

https://www.debian.org/ (Offizielle Webseite des Debian Projekts)
https://ubuntu.com/ (Offizielle Webseite von Ubuntu)
https://www.gentoo.org/ (Offizielle Webseite von Gentoo Linux)
https://fedoraproject.org/de/ (Offizielle Webseite des Fedora Projekts)
https://www.opensuse.org/ (Offizielle Webseite von openSUSE)
https://www.centos.org/ (Offizielle Webseite des CentOS Projekts)
https://archlinux.org/ (Offizielle Webseite des Arch Linux Projekts)
https://almalinux.org/ (Offizielle AlmaLinux Webseite)
https://rockylinux.org/ (Offizielle Rocky Linux Webseite)

Bildnachweis:
panumas nikhomkhai auf pexels.com

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