Keine Ahnung, welches Hosting-Paket zu dir passt? Zum Webhosting-Berater

Fedora als Server: Was spricht für das Linux Betriebssystem?

Autor: Hosttest Redaktion   |05.07.2023

fedora-server-linux-betriebssystemAls Linux Distributionen mit innovativem Ansatz und starkem Fokus auf Freiheit und Funktionen hat Fedora eine treue Anhängerschaft gewonnen. Mit seiner aktiven Community, der Unterstützung von Red Hat und dem Engagement für Open-Source-Prinzipien, bietet Fedora viele Vorteile für Unternehmen und IT-Profis, die auf der Suche nach einer leistungsstarken Lösung sind. In diesem Artikel wollen wir daher einen genaueren Blick auf die Verwendung von Fedora als Server Betriebssystem werfen.

Was zeichnet Fedora aus?

Fedora ist eine populäre RPM-basierte Linux Distribution, die vom Fedora Project entwickelt und von Red Hat gesponsert wird. Als freie Software unter GPL Lizenz kann Fedora kostenlos genutzt werden. Zudem fungiert das Betriebssystem als Testumgebung für neue Technologien, die später in Red Hat Enterprise Linux (RHEL) eingeführt werden können, eine kommerzielle Linux-Distribution, die speziell auf Unternehmen ausgerichtet ist.

Fedora unterliegt dem Fedora Project, das nach den Grundprinzipien von "Freedom, Friends, Features, and First" handelt, was bedeutet, dass sie den Benutzern Freiheit (durch Open Source), eine freundliche Gemeinschaft, hochwertige Funktionen und Innovationen (durch das Priorisieren der neuesten Technologien) bietet.

Die Fedora Distribution ist für ihre kurzen Release Zyklen bekannt, die in der Regel alle sechs Monate stattfinden, und für ihre Fokussierung auf die neuesten Technologien. Sie zeichnet sich durch ihre Aktualität aus und enthält oft die neuesten Versionen von Softwarepaketen.

Die Distribution bietet mehrere Varianten oder "Spins", die verschiedene Desktop-Umgebungen wie GNOME, KDE, Xfce, LXDE und andere unterstützen. Darüber hinaus gibt es eine spezielle Fedora Server Variante, die für den Einsatz in Netzwerken und Datenzentren entwickelt wurde.

 

Fedora Root Server finden

Jetzt Root Server mit Fedora Betriebssystem sichern

Zum Fedora Root Server Vergleich

 

Mit welchen technischen Aspekten können Fedora Server punkten?

Fedora Server punkten mit neuesten Technologien, hoher Sicherheit, flexibler und modularer Gestaltung, Unterstützung moderner Container-Technologien, einer aktiven Community sowie stabiler und zuverlässiger Performance, was sie zu einer erstklassigen Wahl für eine Vielzahl von Webanwendungen machen.

  • Vorreiterrolle bei neuen Technologien

Als innovatives Open-Source-Projekt stellt Fedora die neuesten Software Versionen und Technologien zur Verfügung. Es ist bekannt dafür, dass es frühzeitig Zugang zu neuen und fortschrittlichen Funktionen bietet, was insbesondere für Unternehmen attraktiv ist, die immer am Puls der Zeit bleiben möchten. Aufgrund seiner engen Verbindung zu Red Hat und dessen kommerziellen Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ist Fedora in der Regel das erste Betriebssystem, das neue Technologien und Funktionen einführt. Fedora wird daher auch als Testfeld für Technologien genutzt, die später in RHEL eingeführt werden.

  • Hohe Sicherheit

Ein weiterer Aspekt von Fedora ist der starke Sicherheitsfokus. Fedora integriert standardmäßig Security-Enhanced Linux (SELinux), eine Reihe von Sicherheitsmodulen, die eine Kontrolle über die Fähigkeiten einzelner Dienste bieten, wodurch eine erhöhte Sicherheit gegen unerwünschte Eindringlinge oder Ausbrüche erreicht wird. Es implementiert auch die Linux Kernel-Sicherheitsfunktionen wie namespaces und seccomp-BPF, um die Isolation und Begrenzung von Anwendungen zu verbessern.

  • Flexibilität und Kontrolle

Mit seiner modularen Architektur ermöglicht Fedora es den Nutzern, ihre Systeme nach ihren spezifischen Anforderungen zu gestalten und zu optimieren. Darüber hinaus bietet Fedora Verwaltungstools wie Cockpit, eine moderne, webbasierte Schnittstelle, die eine einfache und intuitive Verwaltung des Servers ermöglicht, einschließlich der Überwachung von Systemressourcen, der Verwaltung von Netzwerkeinstellungen und der Konfiguration von Diensten.

  • Container Unterstützung

Fedora Server unterstützt moderne Technologien wie Containerisierung und bietet eingebaute Unterstützung für Werkzeuge wie Podman und Kubernetes. Dies ermöglicht es Benutzern, Anwendungen in isolierten Umgebungen auszuführen, was die Zuverlässigkeit und die Ressourcenverwaltung verbessert.

  • Aktive Community und Unterstützung

Als von Red Hat unterstütztes Open-Source-Projekt hat Fedora eine aktive und engagierte Community von Entwicklern und Nutzern. Dies bedeutet, dass Updates und Sicherheitspatches regelmäßig bereitgestellt werden, und dass es eine Vielzahl von Ressourcen und Foren für Benutzerunterstützung und Problembehebung gibt.

  • Stabile Performance

Fedora Server bieten eine robuste und stabile Plattform für verschiedene Serveranwendungen, von Web- und Datenbankservern bis hin zu Cluster-Computing und Cloud-Infrastrukturen. Fedora wird für seine Performance, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit geschätzt.

Diese Kombination der technischen Aspekte macht Fedora Server zu einer starken Wahl für viele verschiedene Arten von Serveranwendungen.

Finde bei uns Angebote passender Fedora vServer oder Fedora Root Server sowie Fedora Cloud Server im Vergleich.

 

Administration von Fedora Servern mit Cockpit

Die Administration eines Fedora Servers wird durch das eingebaute Verwaltungswerkzeug Cockpit erheblich vereinfacht. Cockpit ist eine webbasierte Oberfläche, die eine intuitiv verständliche visuelle Darstellung von verschiedenen Serverfunktionen bietet, und damit eine einfache Handhabung ermöglicht, selbst für Administratoren, die weniger Erfahrung mit Befehlszeilenschnittstellen haben.

Mit Cockpit kann ein Administrator den Systemstatus überprüfen, Log-Dateien einsehen, Systemressourcen überwachen, Netzwerkeinstellungen verwalten, Speicherkapazitäten verwalten, System-Updates durchführen und Dienste und Anwendungen konfigurieren, ohne dafür Befehlszeilenbefehle eingeben zu müssen. Besonders bemerkenswert ist, dass Cockpit eine Multi-Server-Verwaltung ermöglicht, was bedeutet, dass mehrere Fedora Server von einem einzigen Cockpit-Interface aus verwaltet werden können. Darüber hinaus ist Cockpit so konzipiert, dass es die Standard-Systemfunktionen ergänzt und nicht ersetzt, sodass Administratoren weiterhin Befehlszeilenwerkzeuge oder andere Management-Schnittstellen parallel zu Cockpit nutzen können. Insgesamt trägt Cockpit erheblich dazu bei, die Administration von Fedora Server zu vereinfachen und effizienter zu gestalten.

Das webbasierte Verwaltungstool Cockpit, wurde von Red Hat entwickelt, um die Komplexität der Serververwaltung zu reduzieren und bietet eine benutzerfreundliche grafische Benutzeroberfläche, die eine direkte Interaktion mit dem System ermöglicht. Cockpit wird standardmäßig für Fedora Server genutzt, ist aber auch für viele andere Linux Distributionen verfügbar, einschließlich Debian, Ubuntu oder CentOS.

 

Fedora Versionen und Lebenszyklus

Fedora ist bekannt für seine relativ kurzen Release-Zyklen und seine schnelle Aufnahme neuer Technologien und Software-Versionen. Traditionell wird alle sechs Monate eine neue Version von Fedora veröffentlicht, die in der Regel im April/Mai und im Oktober/November des jeweiligen Jahres fällig ist. Jede neue Version von Fedora wird als "Release" bezeichnet und erhält eine aufsteigende Ganzzahl als Bezeichnung, zum Beispiel Fedora 32, Fedora 33, Fedora 34 usw.

Der Lebenszyklus jeder Fedora-Version ist relativ kurz und beträgt in der Regel 13 Monate. Dies bedeutet, dass etwa einen Monat nach der Veröffentlichung von "Fedora N+2", die Unterstützung für "Fedora N" endet. Zum Beispiel, wenn Fedora 34 im Mai veröffentlicht wird, endet die Unterstützung für Fedora 32 etwa einen Monat später. Das Fedora-Projekt stellt dann keine weiteren Updates, einschließlich Sicherheitsupdates, für Fedora 32 zur Verfügung.

Das Fedora-Projekt unterhält gleichzeitig immer zwei aktive Fedora-Releases. Wenn eine neue Version veröffentlicht wird, wird die vorletzte Version nicht mehr unterstützt und die Nutzer werden ermutigt, auf die neueste Version zu aktualisieren, um weiterhin Updates und Sicherheitspatches zu erhalten.

Insgesamt ermöglicht der kurze Fedora Lebenszyklus den Nutzern den Zugang zu den neuesten Innovationen und Technologien, während sie gleichzeitig eine gewisse Stabilität und Unterstützung bieten.

 

Welche Schwächen besitzt Fedora als Server Betriebssystem?

Obwohl Fedora viele Vorteile als Server Betriebssystem bietet, hat es auch einige potenzielle Schwächen, die bei der Wahl richtigen Lösung berücksichtigt werden sollten:

  • Kurzer Support-Zyklus: Im Gegensatz zu einigen anderen Distributionen, die mehrjährige Support-Zyklen anbieten, hat Fedora einen relativ kurzen Lebenszyklus von nur etwa 13 Monaten. Das bedeutet, dass Administratoren möglicherweise häufiger Upgrades durchführen müssen, um weiterhin Sicherheitspatches und Updates zu erhalten.
  • Fokus auf die neuesten Technologien: Fedora ist dafür bekannt, die neuesten Technologien einzuführen. Während dies einige Vorteile bietet, kann es auch zu Instabilität führen oder dazu, dass nicht ausgereifte oder weniger getestete Technologien eingeführt werden.
  • Keine kommerzielle Unterstützung: Obwohl Fedora von Red Hat gesponsert wird, bietet es keine direkte kommerzielle Unterstützung oder Service Level Agreements (SLAs) wie Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Für Unternehmen, die ein hohes Maß an Unterstützung oder garantierte Reaktionszeiten benötigen, könnte dies ein Nachteil sein.
  • Ressourcenverbrauch: Fedora neigt dazu, mehr Systemressourcen zu verbrauchen als einige minimalistischere Linux-Distributionen. Dies könnte in Umgebungen mit beschränkten Ressourcen ein Problem sein.
  • Softwarekompatibilität: Da Fedora oft die neuesten Versionen von Softwarepaketen einsetzt, kann es manchmal Kompatibilitätsprobleme mit älterer oder weniger aktueller Software geben.

Diese potenziellen Schwächen hängen von der spezifischen Anwendung und den Anforderungen des Servers ab und sind nicht in allen Situationen relevant. In vielen Fällen überwiegen auch die Vorteile von Fedora.

 

Fedora im Vergleich zu anderen Server Betriebssystemen

Bei der Auswahl des passenden Server Betriebssystems ist auf die Unterschiede und individuellen Eigenschaften der jeweiligen Alternativen zu achten:

Fedora vs Debain

Fedora und Debian sind beides beliebte Linux Distributionen, unterscheiden sich jedoch in mehreren Schlüsselbereichen. Fedora, gesponsert von Red Hat, legt den Fokus auf die Bereitstellung neuester Software und Technologien und verfügt über einen kurzen Veröffentlichungszyklus von etwa sechs Monaten, wohingegen Debian für seine Stabilität und Zuverlässigkeit bekannt ist und lange Unterstützungszeiträume für jede Veröffentlichung bietet. Darüber hinaus besitzt Debian eine breitere Unterstützung für verschiedene Hardware Architekturen.

Fedora vs Ubuntu

Während Ubuntu, das auf Debian basiert, vor allem für seine hohe Benutzerfreundlichkeit, die vorhersehbaren Release-Zyklen und die deutlich längeren Supportzeiträume bekannt ist, steht das eng mit Red Hat Enterprise Linux verbundene Fedor in erster Linie für eine schnelle Einführung neuester Technologien und kurze Veröffentlichungszyklen. Ubuntu legt seinen Fokus zudem auf die breite Softwareverfügbarkeit und den Komfort für Endbenutzer.

Gentoo vs Fedora

Während Fedora als binary-based Distribution auf die Bereitstellung der neuesten stabilen Versionen von Software abzielt, arbeitet Gentoo als source-based Distribution, was bedeutet, dass Anwender Softwarepakete aus Quellcodes kompilieren, was eine größere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an die spezifischen Bedürfnisse und Vorlieben des Benutzers ermöglicht. Gentoo hat zudem kein festgelegtes Release-System, stattdessen aktualisieren die Benutzer ihr System kontinuierlich. Während Fedora also eher auf Benutzerfreundlichkeit und Stabilität ausgelegt ist, richtet sich Gentoo an erfahrene Benutzer, die bereit sind, mehr Zeit und Mühe in die Anpassung und Optimierung ihres Systems zu investieren.

Fedora vs Windows Server

Fedora und Windows Server sind zwei verschiedene Arten von Betriebssystemen, die sich hauptsächlich in Bezug auf ihre Architektur, Lizenzierung und Administration unterscheiden. Fedora ist ein Open-Source-Betriebssystem, basierend auf dem Linux-Kernel, das für seine schnelle Einführung neuester Technologien und seine starke Community-Unterstützung bekannt ist. Windows Server hingegen ist ein proprietäres Betriebssystem von Microsoft, das für seine Benutzerfreundlichkeit, nahtlose Integration mit anderen Microsoft-Produkten und weit verbreitete kommerzielle Unterstützung bekannt ist.

Insgesamt hängt die Wahl des Serverbetriebssystems stark von den spezifischen Anforderungen und dem Kontext ab. Fedora punktet jedoch durch seine hohe Innovation und Aktualität sowie die breite Unterstützung und Community.

Mehr Informationen zu den Unterschieden der einzelnen Linux Distributionen findest du auch im Artikel: Bestes Linux für Server: Welche Distributionen kommen infrage?

 

Wann sollte ein Fedora Server bevorzugt werden?

Wenn es wichtig ist, Zugang zu den neuesten Technologien und Funktionen zu haben, ist Fedora eine hervorragende Wahl. Da Fedora oft als Testfeld für neue Features dient, die später in Red Hat Enterprise Linux (RHEL) eingeführt werden, ist es ideal für Anwender, die stets auf dem neuesten Stand sein wollen.

Aufgrund seines kurzen Release-Zyklus und der Tatsache, dass es oft die neuesten Versionen von Entwicklungstools enthält, ist Fedora eine ausgezeichnete Wahl für Entwicklungs- und Testumgebungen.

Fedora ist bekannt für seine starke Community Unterstützung und umfangreiche Dokumentation, was es zu einer guten Wahl für Bildungs- oder Forschungsumgebungen macht, in denen Lernen und Experimentieren im Vordergrund stehen.

Es ist jedoch zu beachten, dass Fedora einen kurzen Support-Zyklus hat und häufige Updates erfordert, was es weniger geeignet für Umgebungen macht, in denen langfristige Stabilität und geringe Wartungsanforderungen von höchster Priorität sind. In solchen Fällen sind andere Betriebssysteme wie Debian oder Ubuntu oftmals die bessere Wahl.

 

Fedora Root Server finden

Jetzt Root Server mit Fedora Betriebssystem sichern

Zum Fedora Root Server Vergleich

 

Unser Artikel stützt sich auf eigene Erfahrungen und Recherche sowie Informationen aus externen Quellen.

Quellenangaben & weiterführende Links zum Thema:

https://fedoraproject.org/de/ (Offizielle Webseite des Fedora Projekts)

Bildnachweis:
Brett Sayles auf pexels.com

Schreibe einen Kommentar



    Tags zu diesem Artikel

  • Linux

Weitere Webhoster


Weitere interessante Artikel

Offene IT-Stellen
Linux Systemadmin...
dogado GmbH
Inhouse techn. Ku...
dogado GmbH
IT-Systemadminist...
IP-Projects GmbH & Co. KG
Linux-Systemadmin...
Domain-Offensive
Aktuelle Ausschreibungen
Webhosting gesuch...
noch 4 Tage und 15 Stunden
Webhosting und zw...
Vor kurzem Beendet
Günstiger Anbiete...
Vor kurzem Beendet
cpanel Webhosting...
Vor kurzem Beendet
Neueste Bewertungen
Christopher B. hat IP-Projects GmbH & Co. KG bewertet
Christoph hat Contabo GmbH bewertet
Jens W. hat lima-city bewertet
Robert hat checkdomain GmbH bewertet
Werner hat STRATO AG bewertet
S. hat Alfahosting GmbH bewertet
Daniel hat Linevast Hosting bewertet
Mehmet B. hat SiteGround bewertet
Joanna C. hat lima-city bewertet
Wolfgang P. hat ServMedia.de bewertet
A. A. hat menkiSys Networks e. U. bewertet
Mayer hat STRATO AG bewertet
Jens hat STRATO AG bewertet
Ludwig hat Alfahosting GmbH bewertet
Dietmar hat SiteGround bewertet
Klaus hat LA Webhosting bewertet
Rene hat Pixel X e.K. bewertet
Matthias M. hat ALL-INKL.COM - Neue Medien Münnich bewertet
Patrick hat IONOS bewertet

Wir konnten bereits Hunderttausenden Webmastern helfen den passenden Hosting-Anbieter zu finden.
Über Hosttest.de

Im Jahr 2006 riefen wir hosttest ins Leben, um den Webhosting Markt im DACH-Raum transparenter zu machen. Mit derzeit über 400 Webhostern und über 10.000 Angeboten bieten wir dir die beste Grundlage, den für dich passenden Anbieter für Hosting-Leistungen zu finden.

Seit 2015 küren wir zudem alljährlich unsere Webhoster des Jahres und würden uns in Zukunft auch über deine Stimme freuen.
Mehr über uns...