Speicherplatz (minimal)

Transfervolumen (minimal)

Anzahl Domains inkl.

Anzahl Datenbanken inkl.

Zufriedenheit

Sterne oder mehr

Kosten

(maximal pro Monat)

Status

Anzeige

Features

Betriebssystem

Server

Anwendungen

Scripting

Control-Panel

Server-Standort

Extras

Bezahlmethode

Webmin Vergleich

FILTER:
Speicherplatz (minimal): 1 GB
Transfervolumen (minimal): 100 GB
Anzeige: 1 Angebot pro Anbieter


Zurück zum Webhosting-Vergleich

0 von 0 Angeboten.*



* Bei hosttest.de ist lediglich eine Auswahl von Webhostern zu finden.


Was ist Webmin und wofür wird es benutzt?


Webmin ist eine grafische Oberfläche, über die ein Administrator über den Browser Zugriff auf einen Server nehmen kann. Bei dem Paket handelt es sich um eine zum überwiegenden Teil in der Skriptsprache Perl geschriebenen Programmsammlung, die als eigenständiger Prozess auf einem Computer läuft und beispielsweise auch einen eigenen Webserver beinhaltet. Dadurch ist Webmin auch bei einer Fehlkonfiguration oder einem Ausfall des normalen Webservers - in der Regel Apache2 oder Nginx - weiterhin erreichbar. Durch die grafische Oberfläche werden komplexe Aufgaben der Serveradministration deutlich erleichtert, wobei Webmin selbst im Wesentlichen nur eine einheitliche Oberfläche für den Zugriff auf unterschiedliche Konfigurationsdateien anbietet. Neben den fest integrierten Werkzeugen wird eine hohe Anzahl von Plug-ins unterstützt, über die die Funktionen individuell an das System angepasst werden können. Webmin besitzt eine fein abgestufte Rechteverteilung und erlaubt eine genaue Zuweisung von Zugriffsgenehmigungen, die weit über die Möglichkeiten etwa über eine Terminaleingabe hinausgeht. So können Nutzer beispielsweise Änderungen vornehmen, die ansonsten lediglich dem Root Administrator vorbehalten sind, ohne einen vollständigen Zugriff auf das System zu erhalten.

Wie hat sich Webmin entwickelt?


Webmin hat eine sehr lange Entwicklungsgeschichte, die bereits im Jahr 1997 mit der Version 0.1 beginnt. Hinter der Entstehung stand die Idee, eine einheitliche und übersichtliche Oberfläche für die unterschiedlichen Konfigurationen eines Servers zu bieten. Ursprünglich umfasste die Auswahl lediglich einige wichtige Dienste wie Dateitransfer über SAMBA und NFS, zeitgesteuerte Prozesse über CRON oder Zugriff auf automatisch startende Dienste. Bereits sehr frühzeitig entstand das Konzept eines Multi-User-Zugriffs, deren Rechte auf bestimmte Module beschränkt werden konnten. Bis zur Veröffentlichung der ersten stabilen Version 1.000 fünf Jahre später wurden zahlreiche Fehler entfernt und Webmin stetig an die steigenden Sicherheitsanforderungen des Internets angepasst. Darüber hinaus entstanden aus der Community viele zusätzliche Module, die die Funktionsvielfalt stark erweitert hat. Anders als viele anderen Oberflächen zur Serveradministration wie Plesk oder DirectAdmin ist Webmin nicht proprietär, sondern wird nach der Open Source Lizenz BSD verbreitet. Dadurch verfügt Webmin über eine sehr breite Community, die inoffizielle Erweiterungen zur Verfügung stellt, und kann sehr flexibel angepasst und mit entsprechenden Programmierkenntnissen um eigene Plug-ins ergänzt werden.

Welche Kosten verursacht die Verwendung von Webmin?


Grundsätzlich ist das Programmpaket gratis verfügbar und darf frei verteilt, kopiert und modifiziert werden. Kosten fallen vor allem durch die Tatsache an, dass für die Installation von Webmin ein eigener Virtueller oder Root Server notwendig ist. Es existieren allerdings auch unterschiedliche Angebote für kostengünstiges Webhosting, bei denen dem Nutzer ein Webmin Interface zur Änderung von Konfigurationen im Rahmen seiner Rechte zur Verfügung gestellt wird. Da es sich hierbei jedoch nicht um einen üblichen Standard handelt, ist es jedoch notwendig, gezielt auf entsprechende Produkte zuzugreifen oder entsprechende Anfragen an den Webhosting Provider zu stellen. Die Gebühren für den Installations- und Verwaltungsaufwand sind in der Regel in entsprechenden Paketen bereits eingeschlossen. Zu Webmin gehören zudem zwei weitere Projekte mit den Namen Usermin für nutzerspezifische Aufgaben und Virtualmin für erweitertes Webhosting, über die spezielle Funktionen und Oberflächen zur Verfügung gestellt werden.

Was sind die besonderen Vor- und Nachteile von Webmin?


Vorteile:
- Modulares System mit sehr flexibler Anpassung
- Leichte Integration von inoffiziellen und eigenen Plug-ins
- Open Source ermöglicht Eingriffe in die Programmroutinen
- Aktive Community mit kostenfreiem Support für viele Probleme
- Durch lange Entwickelung sehr stabil und sicher
- Intuitives, übersichtliches, grafisches Interface für komfortable Bedienung
- Integrierter Editor und Drag and Drop Filetransfer
- Multi-User mit einer exakt zuteilbaren Rechtevergabe
- Zugriff auf ganze Subnets, Cluster oder mehrere Maschinen parallel möglich
- Unterstützung für unterschiedliche Datenbanken, Webserver und File Sharing

Nachteile:
- Ausrichtung auf Serveradministration
- Geringe Verbreitung für Webhosting
- Inoffizielle Plug-ins werden teilweise nicht regelmäßig gepflegt
- Bei Erstinstallation ist Individualisierung ratsam
- Eingeschränkte Funktionalität für Windows Server
- Installation benötigt Root Zugriff

Unter welchen Bedingungen kann Webmin installiert werden?


Im Gegensatz zu anderen Lösungen kann Webmin problemlos zu jedem Zeitpunkt nachinstalliert werden und stellt während der Routine auch in produktiven Systemen kein besonderes Risiko dar. Es greift vollständig auf offizielle Repositorys zurück und benötigt weder eine Anpassung der laufenden Software noch greift es in laufende Systeme ein. Die größte Voraussetzung für eine Verwendung ist die Notwendigkeit eines Root Zugriffs für eine vollständige Kontrolle des Systems. Bei dem Rückgriff auf Webhosting Pakete erübrigen sich diese Probleme selbstverständlich vollständig. Allerdings ist in diesen Fällen eine nachträgliche Installation nahezu unmöglich, falls Webmin nicht bereits als Oberfläche für die Administration eingesetzt wird. Der Ressourcenverbrauch ist vergleichsweise gering, weshalb eine Installation auf kleinen und eher schwachen Systemen problemlos möglich ist. Da es sich bei Webmin um eine Oberfläche für das Betriebssystem handelt, ist sogar eine parallele Installation mit anderen Webhosting Tools wie Plesk oder DirectAdmin möglich. Es muss jedoch auf jeden Fall auf spezielle Bedingungen wie etwa geänderte Pfade für Konfigurationsdateien geachtet werden.

Welche Programme neben Webmin bieten sich an?


Webmin ist das komfortabelste und umfangreichste Programmpaket für Serveradministration unter einer Open Source Lizenz, das in seiner Funktionsvielfalt nur von wenigen Konkurrenten erreicht wird. Dazu zählt etwa zPanel, das jedoch in erster Linie unter einer deutlich kleineren Community leidet. Auf der kommerziellen Seite bieten sich unterschiedliche Lösungen wie etwa Plesk und DirectAdmin an, die beide eine ähnliche Funktionalität bieten. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der klaren Unterscheidung von Hierarchieebenen, die bei Webmin zwar möglich ist, jedoch nicht in die Grundstruktur integriert wurde. Dadurch richten sich die proprietären Anbieter deutlich in erster Linie an professionelle Domainhändler und Webspace Provider, während Webmin einen universellen Ansatz mit einer hochgradigen Flexibilität und Individualisierung verfolgt.