Was darf ein Webhosting kosten?

Autor:   |  10.01.2017


01-was-darf-webhosting-kosten.jpgNeben dem gebotenen technischen Leistungsumfang beschäftigen Interessenten auf der Suche nach dem passenden Webhosting natürlich in erster Linie die entstehenden Kosten. Doch die Frage, was ein Webhosting kosten darf, lässt sich nicht so einfach pauschal beantworten. Vielmehr kommt es hier vor allem auf den Einsatzzweck des geplanten Webauftritts an. Im folgenden Artikel soll dieses Thema ausführlicher behandelt werden.

Für den privaten Hobbyblogger sind monatliche Hostingkosten von 50 Euro ein Wucher, den manch einer nicht einmal pro Jahr für das Webhosting seiner Webseite ausgeben möchte. Für den Betreiber eines gut laufenden Onlineshops fallen 50 Euro pro Monat hingegen weniger stark ins Gewicht. An diesem Beispiel sieht man relativ gut, dass man keine pauschalen Aussagen zur Höhe der Kosten eines Webhostings machen kann. Eine Unterscheidung zwischen einem gewerblichen Webauftritt und einem einfachen Hobbyprojekt ist bei der Betrachtung der entstehenden Kosten daher sinnvoll.

Was darf Hosting für eine private Homepage kosten?

Eine kleine private Homepage mit den Bildern des letzten Sommerurlaubs oder ein als Online Tagebuch geführter Hobby Blog stellt relativ geringe Anforderungen an das Webhosting. Hier reichen ein paar Gigabyte Speicherplatz sowie einige wenige Datenbanken, die für den Einsatz eines Content Management Systems wie WordPress benötigt werden, vollkommen aus. Entsprechende Leistungen erhält man bereits auf fast allen günstigen Shared Hosting Paketen der verschiedenen Hersteller.

Bei diesen Paketen teilen sich mehrere Hundert Kunden die technischen Ressourcen eines Servers. Zwar steht daher jedem Account nur ein Bruchteil der tatsächlichen Leistung der Server Hardware zur Verfügung, für kleine und mittlere Webseiten mit nur wenigen Tausend Besuchern im Monat ist diese aber trotzdem mehr als ausreichend. Der größte Vorteil der Shared Hosting Pakete ist es, dass diese wegen der optimierten Ressourcennutzung zu besonders günstigen Preisen angeboten werden können.

Bereits für nur wenige Euro pro Monat lässt sich ein gutes und zuverlässiges Shared Webhosting für die private Homepage finden. Auf diese Weise kann man problemlos auch mit wenig Budget starten. Sollte das eigene Webprojekt mit der Zeit wachsen, so ist ein späterer Wechsel auf ein höherwertiges Webhosting Paket immer noch jederzeit möglich.

Was darf Hosting für eine gewerbliche Webseite kosten?

Die technischen und infrastrukturellen Anforderungen einer gewerblich genutzten Webseite fallen im direkten Vergleich zu einer privaten Homepage deutlich umfangreicher aus. Demzufolge ist beim Hosting für einen gewerblichen Webauftritt auch mit signifikant höheren Kosten zu rechnen.

Onlineshops und Webservices müssen nicht nur stets verfügbar, sondern vor allem schnell erreichbar sein. Studien belegen, dass beispielsweise Onlineshops durch hohe Ladezeiten viele Besucher und somit potenzielle Kunden verlieren. Für ein großes Webprojekt mit mehreren Tausend Besuchern pro Tag reicht ein einfaches Shared Webhosting nicht aus. Hier sollte auf ein eigenständiges Webhosting in Form von einem virtuellen Server oder einem dedizierten Server zurückgegriffen werden.

Bei diesen Hostingarten stehen dem Kunden die gesamten Hardware Ressourcen des Servers exklusiv zur Verfügung, ohne dass diese mit anderen Kunden geteilt werden müssen. Zusätzlich zu den reinen Leistungsparametern können Betreiber einer gewerblichen Webseite je nach Bedarf noch von weiteren Leistungen profitieren. Hierzu zählen Punkte wie eine höhere Ausfallsicherheit und Leistungsreserven für Spitzenzeiten, eine größere Flexibilität bei der Konfiguration des Webhostings sowie in vielen Fällen auch ein besserer Support, der rund um die Uhr bei Problemen zur Verfügung steht. All diese Vorteile haben natürlich auch ihren Preis. Grundsätzlich sollte man für ein großes gewerbliches Webprojekt mehr als 50 Euro pro Monat für ein ordentliches und zuverlässiges Webhosting einplanen.

Versteckte Zusatzkosten

Egal ob gewerblich oder privat, bei der Auswahl des passenden Webhostings sollte unbedingt auf eventuell versteckte Zusatzkosten geachtet werden. Während bei den meisten Webspace Paketen üblicherweise unbegrenzt Traffic Volumen enthalten ist, wird gerade im Bereich von dedizierten oder virtuellen Servern die zu übertragende Datenmenge begrenzt und darüber hinaus genutztes Volumen per Gigabyte separat berechnet. Auch im Zusammenhang mit Domainnamen können Zusatzkosten entstehen. In der Regel ist nur eine begrenzte Anzahl an Domainnamen in einem Webhosting Angebot enthalten. Zusätzlich verwendete Domains werden separat bestellt und demzufolge auch zusätzlich berechnet. Bei der Entscheidung für das passende Webhosting können sich vor allem Komplettpakete als günstiger erweisen.

Grundsätzlicher Trend: Hosting wird billiger

Eine erfreuliche Nachricht gibt es für alle, die auf de Suche nach einem passenden Webhosting sind. Wenn man die Entwicklung auf dem deutschen und internationalen Hosting Markt über die letzten Jahre betrachtet, dann lässt sich ein positiver Trend für Kunden erkennen: Hosting wird grundsätzlich billiger.

Während man vor einigen Jahren noch teilweise hohe zweistellige Euro Beträge für nur wenige Gigabyte Speicherplatz hinlegen musste, so erhält man heutzutage für nur einen Bruchteil der Kosten nicht selten ganze 100 Gigabyte Speicherplatz. Dank immer leistungsstärkerer Hardware und innovativen technischen Systemen wie beispielsweise Cloud Computing können Webhosting Anbieter ihre Ressourcen immer effektiver nutzen und die eingesparten Kosten in Form von günstigeren Preisen an ihre Kunden weitergeben.

Fazit

Die Kosten eines Webhostings sind immer im Zusammenhang mit dem Einsatzzweck zu betrachten. Für das Hosting einer privaten Homepage muss weniger Budget eingeplant werden als für ein gewerbliches Webprojekt. Bei der Auswahl des passenden Hosting Pakets sollte nicht an der falschen Stelle gespart und auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet werden. Es lohnt sich in jedem Fall einen Webhosting Vergleich zu machen, um das günstigste und beste Paket für die eigenen Anforderungen zu finden.