Wann ist ein Downgrade des Webspace sinnvoll

Autor:   |  16.05.2017


02-downgrade-webspace.jpgWer bei der Planung des eigenen Online Projekts zu optimistisch vorgegangen ist, der stellt oftmals später fest, dass die verfügbaren technischen Ressourcen bei Weitem nicht ausgelastet sind. Um die Kosten zu senken, kann in diesem Fall ein Downgrade des Webhostings Sinn machen. In einem der letzten Artikel ging es um das Thema Webspace Upgrade. In der Regel ist dies die üblichere Variante. Ein Online Projekt startet mit möglichst niedrigen Kosten auf einem kleinen Shared Webhosting, wenn die Besucheranzahl und das inhaltliche Angebot mit der Zeit steigen, ist irgendwann der Wechsel auf ein leistungsstärkeres Webhosting fällig. Aber auch das Gegenteil ist möglich. Nicht selten überschätzen Webmaster die Anforderungen an das Hosting, um auf eventuell auftretende Besucherspitzen vorbereitet zu sein. Bleiben diese aber aus, dann hat man ein Webhosting, dessen Ressourcen nie voll ausgelastet werden. Gerade im Bereich dedizierter Hardware ist dies keine Seltenheit. Nur die wenigsten Kunden, die über einen eigenen Root Server verfügen, nutzen dessen Ressourcen voll aus. Hier lässt sich also viel Einsparungspotenzial finden, denn wenn die eigene Webseite genauso gut auf einem Shared Hosting oder virtuellen Server läuft, können die oftmals hohen Kosten für einen dedizierten Server eingespart werden.

Den Performance Überschuss erkennen

Um das Überangebot an Performance zu erkennen, reicht in der Regel ein Blick in die wichtigsten Statistiken. Dies sind zum einen die Monitoring Tools des Servers: Hier kann die Auslastung von CPU, Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität ermittelt werden. Zum anderen können auch Traffic Daten wie Besucherzahlen und übermittelte Daten Aufschluss geben. Zeichnet sich hier kein eindeutiger steigender Trend ab, ist auch in Zukunft vorerst nicht mit einem höheren Bedarf an Ressourcen zu rechnen. Grundsätzlich lohnt sich ein Downgrade des Hostings immer, wenn kontinuierlich weniger als 50 Prozent der technischen Ressourcen genutzt werden.

Die Entscheidung zum Downgrade

Ist die Entscheidung zum Downgrade schließlich getroffen, gilt es eine passende Alternative zu finden. Dank vorhergehender Analyse der Serverdaten hat man bereits ein genaues Bild über die benötigten Systemressourcen. Bei der Auswahl eines neuen Webhostings sollte auf jeden Fall eine Lösung gewählt werden, die mindestens 30 Prozent mehr Leistung bietet, als aktuell benötigt wird. Auf diese Weise ist man auch für kleine Schwankungen gewappnet. Wer von einem dedizierten Server wechselt, findet oftmals unter den virtuellen Servern eine passende Lösung.

Alternative Lösungen

Viele Webhoster haben mittlerweile flexible Cloud Hosting Lösungen in ihr Angebot aufgenommen. Bei dieser Hosting Variante handelt es sich um Systeme, die je nach aktuellem Bedarf eine entsprechende Leistung zur Verfügung stellen. Sind beispielsweise Besucherspitzen abzufangen, ermöglicht das System die Nutzung von mehr Ressourcen, als eine Webseite im Normalbetrieb benötigt. Der große Vorteil von Cloud Hosting Lösungen ist aber nicht nur die Flexibilität, sondern vor allem die exakte Abrechnung der Kosten. Kunden bezahlen nur für die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung. Diese besondere Kostenstruktur macht Cloud Hosting besonders für Unternehmen interessant, die aus einem strengen Budget das Maximum herausholen möchten.

 

Tags: Webhosting, Artikel
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