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Was ist HTML 5 und welche Vorteile bietet es?

Hosttest.de
Autor: HOSTTEST-Redaktion   |  17.09.2021


Was ist html5 Die Hypertext Markup Language (HTML) übernimmt die Aufgabe, den Inhalt von Dokumenten wie zum Beispiel Webseiten festzulegen und diesen zusätzlich eindeutig zu strukturieren - es handelt sich dadurch nicht um eine Programmier-, sondern um eine sogenannte Auszeichnungssprache. Um die Eigenschaften und Fähigkeiten von HTML kontinuierlich an die aktuellen Bedingungen anzupassen, aktualisieren die verantwortlichen Entwickler den genutzten Standard in unregelmäßigen Abständen. Diese Versionsschritte ermöglichen es, unterschiedliche Änderungen und Neuheiten in das bestehende Konzept zu integrieren, um diverse Vorteile in der praktischen Anwendung zu bieten.

Inhalt:
Wer ist für die Entstehung und Entwicklung von HTML verantwortlich?
Welche sind die wichtigsten Versionen von HTML?
Welche Vorteile bringt HTML 5 Administratoren und Nutzern?
Was ist bei der Kompatibilität von HTML 5 zu beachten?
Wie erfolgt der Umstieg von HTML Version 4 auf Version 5?

Wer ist für die Entstehung und Entwicklung von HTML verantwortlich?

Das Prinzip von HTML geht auf den britischen Informatiker und Physiker Timothy John Berners-Lee zurück, der Ende der 1980er Jahre am europäischen Kernforschungszentrum CERN arbeitete. Durch seinen internationalen und länder- wie sprachübergreifenden Charakters sowie der unterschiedlichen Infrastruktur verschiedener beteiligter Staaten gestaltete sich der Austausch von Informationen über die frühen IT-Netzwerke zunächst schwierig. Als Lösung für dieses Problem schlug Tim Berners-Lee zunächst eine für diesen Zweck geschaffene Skriptsprache in einem menschlich lesbaren Klartext vor, die auf Basis einer verteilten Struktur durch Hypertext operierte. Ergänzend zu dieser entwickelte er weitere, bis heute geltende Standards für das Internet wie das Netzwerkprotokoll Hypertext Transfer Protocol (HTTP) oder die Adressierung von Webseiten über Top Level Domains (TLD) und Uniform Ressource Locator (URL). Um eine fortlaufende Entwicklung zu gewährleisten, gründete Berners-Lee 1994 das World Wide Web Consortium (W3C), das seitdem die Verantwortung für die Standardisierung von HTML trägt.

Welche sind die wichtigsten Versionen von HTML?

Ursprünglich sollte HTML zunächst ausschließlich der Gliederung von Texten dienen - rasch zeigte sich allerdings, dass die Einbettung von neuen Elementen und eine Optimierung entsprechend des aktuellen technologischen Stands eine fortlaufende Entwicklung nötig machen würde. Wie bei Software üblich, kennzeichnet ein Sprung in der Versionsnummer umfangreiche Änderungen , während kleinere Fehlerkorrekturen und Funktionen im Rahmen eines Updates erfolgen. Zu den wichtigsten Schritten, die neue Vorteile einführten, gehörten:

  • März 1989 bis April 1993: Verbreitung als universelles Format für Webseiten
  • November 1995 (Version 2.0): Einführung u. a. der Formulartechnik
  • Dezember 1997 (Version 4.0): Unterstützung für Stylesheets (CSS), Frames und Skripte
  • Januar 2000 (XHTML 1.0): Neuer Syntax auf der Basis von XML
  • Juli 2006 (XHTML 2.0): Präsentation, zugunsten von Version 5 eingestellt
  • Oktober 2014 (Version 5): Optimierung und Integration neuer Elemente für die Gestaltung
  • November 2016/Dezember 2017 (Version 5.1/5.2): Kleinere Änderungen und neue Funktionen
  • Januar 2021 (Version 5.3): Veröffentlichung der aktuellen Version (Stand 2021)

Wesentliche Kennzeichen einer neuen Version bestehen in seltenen Fällen in strukturellen Änderungen, die die Auszeichnungssprache flexibler, einfacher und effizienter machen. In der Regel umfassen sie jedoch eine Vielzahl neuer Funktionen und dazugehöriger Beschreibungskommandos, die zum Beispiel völlig neue Elemente wie Tabellen definieren oder die Einbettung externer Inhalte wie Videos, Audios, interaktive Schaltflächen oder Grafiken ermöglichen. Ein fester Zeitplan oder ein regelmäßiges Intervall für die Veröffentlichung besteht nicht - neue Versionen entwickelt das W3C entsprechend dem zeitgemäßen Anspruch und Bedarf und veröffentlicht diese nach einer längeren Diskussions- und Testphase. Es besteht deshalb kein konkreter Ausblick, wann in der Zukunft ein neuer Versionssprung erfolgt.

Welche Vorteile bringt HTML 5 Administratoren und Nutzern?

Der Sprung von Version 4 auf 5 stellt mit Sicherheit eine der wichtigsten Änderungen dar. Mit ihm erweiterte sich HTML um zahlreiche Anwendungen und Funktionen, die zuvor ausschließlich über externe Skripte etwa in Adobe Flash oder JavaScript realisiert werden konnten. Einige der wichtigsten Änderungen umfassen zum Beispiel:

  • Direkte Einbettung von Videos, Audios oder 2D und 3D Grafiken in den HTML-Code
  • Zusammenfassung unterschiedlicher Spezifikationen wie XHTML und DOM
  • Einführung von Werkzeugen zur Überprüfung und Lokalisierung von Fehlern im Quellcode
  • Abschaffung der Standard Generalized Markup Language (SGML) als Metasprache
  • Neue Eingabetypen für Formulare wie z. B. E-Mail-Adressen, Zeitstempel oder URL
  • Interpretation externer CSS Stylesheets innerhalb von Formularen möglich
  • Zahlreiche neue Elemente wie Navigation, Footer oder bestimmte Textabschnitte
  • Neudefinition bekannter Elemente wie kursive oder fettgedruckte Schrift
  • Höhere Sicherheit und Performance durch Verzicht auf externe Skripte

Wegen seiner zahlreichen Vorteile und der Ausblick auf weitere nützliche Änderungen hat sich HTML 5 in einer vergleichsweise kurzen Frist de facto als der allgemein verwendete und verbreitete Standard etabliert. Die Vorgänger 4.0 bis XHTML 1.1 sind nach wie vor gültig, finden sich jedoch nahezu ausschließlich in älteren Projekten, die aus einer Zeit vor der Einführung von 5.2 stammen. Alle zuvor veröffentlichten Varianten besitzen hingegen mittlerweile den Staus "Historic". Sie gelten somit mittlerweile offiziell als veraltet, weshalb von ihrer Verwendung ausdrücklich abgeraten wird.

Was ist bei der Kompatibilität von HTML 5 zu beachten?

Bei dynamischen Webseiten erfolgt die Erzeugung von HTML-Code durch eine Programmiersprache wie PHP, JavaScript, Ruby oder Python, die diesen anhand fester schematischer Vorgaben erstellen. Die Kompatibilität von externen Programmen wie einem Interpreter oder Apache und NGINX als Webserver hängt aus diesem Grund nicht mit der aktuell verwendeten HTML-Version zusammen - beide beeinflussen sich nicht gegenseitig. Für die korrekte Interpretation benötigt ein Nutzer jedoch zwingend einen kompatiblen Browser, der neue Elemente kennt und diese wie in der Norm definiert darstellt. Grundsätzlich unterstützen schon seit Jahren alle großen und aktiv gepflegten Programme inklusive Microsoft Edge, Mozilla Firefox, Google Chrome, Apple Safari und Opera HTML 5 ohne Einschränkungen. Änderungen und neue Versionen pflegen die verantwortlichen Entwickler zudem in der Regel nach kurzen Zeitabständen in ihre Software ein.

Probleme entstehen hingegen unter zwei speziellen Bedingungen. Zunächst einmal sind nicht alle Browser uneingeschränkt mit den historischen Versionen kompatibel, da sie beispielsweise unter Umständen Elemente enthalten, die sich in ihren Eigenschaften verändert haben oder aus unterschiedlichen Gründen aus dem Standard entfernt wurden. Betroffen davon sind speziell alte Webseiten, die bereits vor 2005 öffentlich gemacht und anschließend nicht aktualisiert wurden. Umgekehrt resultieren aus der Verwendung von veralteter oder exotischer Software unter Umständen erhebliche Schwierigkeiten bei der Darstellung moderner Inhalte. Es gilt zwar nach wie vor die Regel, dass die meisten Browser in diesem Fall einen alternativen Modus und die Version 4 verwenden - allerdings ist dies bei reinen HTML 5 Seiten nicht möglich beziehungsweise kann zu einer fundamentalen Einschränkung der Funktionalität führen. Von dieser Problematik sind unter anderem veraltete Betriebssysteme wie Microsoft Windows 7 und bestimmte Geräte betroffen, für die keine Aktualisierung der Software zur Verfügung steht.

Wie erfolgt der Umstieg von HTML Version 4 auf Version 5?

Die meisten Webseiten verwenden modulare Content Management Systeme (CMS) wie WordPress und Joomla oder im Falle eines direkten Handels mit Kunden ein geeignetes Shopsystem. In diesem Fall sind die Entwickler selbst für die Verwendung der HTML Version verantwortlich und haben den Umstieg nahezu ausnahmslos vor langer Zeit vollzogen. So erfolgte er etwa bei dem weltweit führenden CMS WordPress bereits mehrere Jahre vor der offiziellen Einführung mit der 2011 veröffentlichten Version 3.2 "Gershwin". Die Umstellung erfolgte deshalb in den meisten Fällen bereits vor längerer Zeit und ohne zusätzlichen Aufwand durch die Aktualisierung des verwendeten CMS.

Schwierigkeiten ergeben sich deshalb ausschließlich unter bestimmten Umständen. Die häufigsten Ursachen für die fortlaufende Benutzung von früheren HTML-Versionen und daraus resultierender Probleme liegen in:

  • Vor 2015 individuell oder auf Auftrag programmierten Webseiten
  • Verwendung von stark veralteten CMS oder Shopsystemen
  • Einbettung von eigenem Code in einem CMS
  • Benutzung von nicht weiter betreuten oder eingestellten CMS
  • Integration von spezialisierten und nicht aktualisierten Plug-ins

Es ist in jedem Fall dringend zu empfehlen, bei jeder Internetpräsenz - gleichgültig, ob sie einen dedizierten oder virtuellen Server oder ein betreutes Webhosting verwendet - auf eine konsequente Anwendung von HTML 5 zu achten. Veraltete Systeme sollten unbedingt auf eine aktuelle Version umgestellt werden, da sie mittlerweile verfügbare Vorteile nicht nutzt und darüber hinaus ein unnötiges Risiko für die Sicherheit bedeuten kann. Da es zu einem generellen Konsens gehört, Schwachstellen nach einer angemessenen Frist zur Ausbesserung durch den Hersteller global zu veröffentlichen, ist eine veraltete Software durch verschiedene Attacken wie DDoS oder SQL Injection angreifbar.

Foto: Fabrizio Van Marciano auf Pixabay



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