Was ist Webhosting?

Eine Webseite eignet sich besonders gut, um die eigenen Ideen zu verbreiten oder auf Dienstleistungen und Produkte aufmerksam zu machen. Aber das funktioniert natürlich nur, wenn Interessenten den Webauftritt auch erreichen können. Ein Webhosting sorgt dafür, dass Besucher über das Internet jederzeit auf die eigene Onlinepräsenz Zugriff haben.

Wie funktioniert ein Webhosting?

Einfach ausgedrückt funktioniert ein Webhosting, indem es für eine Verbindung zwischen dem Domainnamen des Kunden und dem Server des Hosting Providers sorgt. Dazu wird das sogenannte Domain Name System (DNS) genutzt. Nachdem der Domainname registriert ist und die Daten auf dem Hosting Account eingerichtet wurden, müssen beide miteinander verbunden werden, um Besuchern die Webseite zugänglich zu machen. Auf dem Nameserver des Webhosting Anbieters wird die Information hinterlegt, unter welcher IP Adresse eine bestimmte Domain zu finden ist. Wird der Domainname über den Browser eines Nutzers aufgerufen, so sendet dieser eine Anfrage durch das Internet und erhält die entsprechende IP Adresse unter der die Webseite zu finden ist zurück. Die meisten Hoster nutzen mehrere verschiedene Nameserver. Damit wird gewährleistet, dass auch bei einem möglichen Hardwareausfall die korrekte Auflösung der Domainnamen weiterhin funktioniert. Für jede Domain sollten deshalb mindestens zwei verschiedene Nameserver genutzt werden. Nachdem die Domain auf den Nameservern des Hosters eingerichtet und diese bei der Registry zur Domain hinterlegt wurden, funktioniert die Umleitung in der Regel innerhalb von 24 Stunden und Besucher werden beim Aufruf des Domainnamens auf das richtige Webhosting geleitet.

Einen guten Überblick zur Funktion dieses Systems liefert folgendes Video:



Wie wird ein Webhosting eingerichtet?

Um Webseiten erfolgreich auf einem Webhosting einzurichten und im Internet verfügbar zu machen, gilt es folgende Schritte zu beachten:
  • 1. Ein Webhosting Paket auswählen
Webhosting Anbieter stellen ihren Kunden eine große Auswahl an verschiedenen Webhosting Tarifen zur Verfügung. Je nach benötigter Leistung und Funktionsumfang reicht das Angebot von günstigen Webspace Paketen für Einsteiger bis hin zu leistungsstarken Server Systemen für professionelle Anwender.
  • 2. Registrierung des Domainnamens
Der gewünschte Domainname kann sowohl beim selben Provider, der auch den Webspace anbietet, als auch bei einem anderen Anbieter bestellt werden. In den meisten Webhosting Tarifen ist eine bestimmte Anzahl an Domainnamen bereits inklusive, sodass dafür oftmals keine zusätzlichen Kosten anfallen.
  • 3. Verknüpfung der Domain mit dem Webhosting
Wie bereits im oberen Abschnitt erklärt, muss der gewählte Domainname per DNS mit dem Webhosting verknüpft werden. Wenn Domain und Webhosting vom selben Anbieter bereitgestellt werden, erfolgt die Einrichtung automatisch. Als Kunde muss man in diesem Fall keine eigenen Schritte unternehmen. Andernfalls müssen die DNS Einträge über die Verwaltungssoftware des Providers vorgenommen werden.
  • 4. Erstellung der Webseite
Im letzten Schritt wird die eigene Webseite erstellt. Dazu können entweder bereits vorbereitete Dateien auf das Webhosting hochgeladen werden oder ein Content Management System, wie beispielsweise WordPress, installiert werden. Dieses wird anschließend genutzt, um die eigene Webseite mit Inhalten wie Texten, Bildern oder Videos zu fällen.

Wie wählt man das passende Webhosting aus?

Die Entscheidung für das passende Webhosting ist eine schwierige Angelegenheit, die von vielen Faktoren beeinflusst werden kann. Mittlerweile gibt es auf dem Markt ein schier unübersichtliches Angebot an verschiedenen Webhosting Anbietern und Webhosting Tarifen. Bei der Auswahl zählen zudem nicht nur die rein technischen Aspekte, auch Kriterien wie Kundenservice, Kosten, Zuverlässigkeit und vertragliche Details gilt es zu berücksichtigen.

Es gibt große Hosting Anbieter wie zum Beispiel 1&1 oder All-inkl, die bereits einen riesigen Kundenstamm haben, durch Marketingmaßnahmen bekannt sind und solide Produkte für jeden Anwendungsfall anbieten. Aber auch kleinere Unternehmen wie zum Beispiel Netbeat oder Netcup, die sich auf bestimmte Dienstleistungen spezialisiert haben oder durch Punkte wie individuelle Kundenbetreuung oder günstige Preise besonders auffallen, sind eine gute Alternative.

Hosttest hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunden auf der Suche nach dem passenden Webhosting zu unterstützen. Dazu werden Informationen und Bewertungen zu den einzelnen Anbietern zusammenzutragen, die den Entscheidungsprozess erleichtern können.

Die verschiedenen Webhosting Varianten:

Von den meisten Unternehmen werden verschiedene Webhosting Varianten angeboten. Diese reichen von einem einfachen Webspace Paket für eine einzelne Webseite, bis hin zu professionellen Server Systemen für komplexe und umfangreiche Webprojekte. Sowohl der Umfang des geplanten Webauftritts sowie die eigenen technischen Kenntnisse sollten bei der Auswahl der passenden Webhosting Variante in die Entscheidung einfließen.

Kostenloses/werbefinanziertes Webhosting

Die günstigste Variante, um an ein eigenes Webhosting zu kommen, ist das sogenannte Gratis Hosting. Dabei stellen Unternehmen ein entsprechendes Paket komplett kostenlos zur Verfügung, auf dem die eigene Homepage eingerichtet werden kann. Meist ist dort aber mit starken Einschränkungen bei Konfigurationsfreiheit und Performance zu rechnen. Da viele dieser Angebote über Werbung finanziert werden, tauchen zudem oftmals störende Werbeanzeigen auf der eigenen Webseite auf.
  • Kostenloses/werbefinanziertes Webhosting richtet sich vor allem an Einsteiger, die zu Testzwecken die ersten Schritte mit der eigenen Homepage unternehmen möchten.

Webspace Pakete

Webspace Pakete zählen zu den am häufigsten genutzten Webhosting Angeboten. Hierbei legt der Hosting Anbieter mehrere Webhosting Accounts auf einem einzelnen Server an. Alle Kunden teilen sich dort schließlich die zur Verfügung stehenden Hardwareressourcen und Bandbreite des Systems. Derartige Angebote werden deshalb auch als Shared Hosting oder geteiltes Hosting bezeichnet. Webspace Pakete sind in verschiedenen Leistungsklassen erhältlich, vom günstigen Einsteiger Tarif für die Erstellung einer privaten Homepage, bis hin zum Profi Tarif, um einen professionellen Online Shop zu betreiben.
  • Da ein Webspace Paket für fast jeden Verwendungszweck genutzt werden kann, sind die meisten Webmaster mit einem dieser Angebote gut beraten.

Virtuelle Server

Virtuelle Server oder auch VServer sind vom Prinzip her dem Shared Hosting ähnlich. Auch hier teilen sich mehrere Kunden die Ressourcen eines physikalischen Servers. Dabei sind die einzelnen Accounts aber als eigenständige virtuelle Systeme angelegt und bieten ihren Kunden somit umfangreichere Konfigurationsmöglichkeiten. Zudem steht den einzelnen Accounts beim VServer deutlich mehr Hardwareleistung zur Verfügung als beim Shared Hosting, wo sich oftmals mehrere Hundert Kunden einen Server teilen.
  • Virtuelle Server eigenen sich für Kunden, die mehr Leistung und umfangreichere Konfigurationsmöglichkeiten benötigen, aber trotzdem von günstigen Preisen profitieren möchten.

Dedizierte Server

Als Dedizierte Server oder auch Root Server werden Systeme bezeichnet, die vollständig unter der Kontrolle eines einzelnen Kunden stehen. Hier ist das komplette physikalische System mit sämtlichen Hardwareressourcen und voller Bandbreite zur exklusiven Nutzung verfügbar.
  • Dedizierte Server richten sich an anspruchsvolle Kunden, die ein komplettes System eigenständig verwalten und für die eigenen Webprojekte nutzen möchten.

Managed Server

Unter dem Begriff Managed Server werden Systeme bezeichnet, die wie Dedizierte Server auch exklusiv von nur einem einzelnen Kunden verwendet werden, aber die technische Verwaltung und Administration vom Webhoster übernommen wird. Die Kosten für Managed Server sind deutlich höher als für vergleichbare Dedizierte Server, dafür kann der Kunde sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren, während der Hostinganbieter im Hintergrund die Technik betreut, den Server mit regelmäßigen Software Updates versorgt und sich um die Aktualisierung der Sicherheitsmaßnahmen kümmert.
  • Managed Server sind ideal für professionelle Webprojekte, bei denen der Betreiber die technische Administration an den Webhoster überträgt.

Serverhousing

Beim Server Housing, auch Colocation genannt, stellt der Webhosting Anbieter seinem Kunden lediglich einen Stellplatz im Rechenzentrum samt der benötigten Netzwerkinfrastruktur zur Verfügung. Der Kunde kann seinen eigenen Server auf diese Weise in einer professionellen Umgebung ans Internet anbinden.
  • Serverhousing ist für Kunden geeignet, die ihre eigene Hardware nutzen, aber auf die Vorzüge eines richtigen Rechenzentrums nicht verzichten möchten.


Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten fällt es oftmals schwer, den passenden Webhosting Anbieter auszuwählen. Das Wichtigste ist es, sich im vorherein Gedanken zu Leistung, Funktionen und Konfigurationsfreiheit zu machen und sich ausführlich über die verschiedenen Angebote zu informieren. Auch Erfahrungsberichte und Bewertungen von anderen Personen, die bereits Kunde bei einem bestimmten Provider sind, können bei der Entscheidung helfen.

Hier auf Hosttest haben wir ausführliche Informationen und Bewertungen zu den verschiedenen Anbietern zusammengetragen. Zum direkten Erfahrungsaustausch mit anderen Kunden kann auch unser Forum unter www.hosttalk.de genutzt werden. Wenn man sich gründlich informiert und die verschiedenen Alternativen abwägt, dann stehen die Chancen gut, genau das passende Webhosting für die eigenen Ansprüche zu finden.

 

 

Tags: Webhosting, Artikel

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