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Servergeschwindigkeit - worauf kommt es an und wie lässt sie sich messen?

Autor: HOSTTEST-Redaktion   |16.06.2022

Servergeschwindigkeit messen"Geschwindigkeit ist King" - das gilt sowohl für Webseiten als auch für alle anderen Dinge, bei denen Menschen es mit Computern zu tun haben (z. B. innerhalb eines Firmennetzwerks). Zu lange Ladezeiten können zudem gravierende negative Folgen haben, in Bereichen, wo man das erst gar nicht vermutet. In unserem Beitrag erklären wir, warum eine hohe Servergeschwindigkeit so wichtig ist, welche Dinge vor allem für die Servergeschwindigkeit verantwortlich sind und wie es gelingt, die Servergeschwindigkeit zu steigern.

Was ist die Servergeschwindigkeit und wie kann man sie messen?

Wenn man die Geschwindigkeit eines Servers in irgendeiner Form ermitteln will, muss man sich zunächst einmal die Reaktionszeit ansehen. Wenn eine Anfrage an einen Server geschickt wird, dauert es eine gewisse Zeit, bis der Server antwortet. Diese Antwortzeit (Response Time) kann als Maß für die Servergeschwindigkeit und die Performance eines Servers gesehen werden.

 

Pingen

Auch bei einem "Pingen" des Servers wird die Antwortzeit gemessen, allerdings wird das Ergebnis der Zeitmessung hier meist als Maß für die Leistung der Internetverbindung des Nutzers verwendet. Das Messprinzip ist dabei allerdings das gleiche: Es werden Pakete an den Server geschickt, dabei wird überprüft, ob die Gegenstelle überhaupt erreichbar ist - und welche Antwortzeit für das Rücksenden des Pakets benötigt wird.

 

Pagespeed

Als "Pagespeed" bezeichnet man Ladezeiten bei Webseiten. Ausschlaggebend ist dabei, wie lange es dauert, bis eine Webseite vollständig geladen ist. Ladezeiten für Webseiten sind dabei einerseits von der Servergeschwindigkeit, andererseits aber nicht unwesentlich von der Struktur der Webseite selbst abhängig. Bei einer technisch unvorteilhaften Gestaltung der Webseite können trotz hoher Servergeschwindigkeit die Ladezeiten später sehr lang - oder zu lang - zu sein.

 

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Warum hat die Servergeschwindigkeit so hohe Bedeutung?

Der Grund ist ganz einfach: die Ungeduld von Menschen. Wobei, wenn man die Geduld von Menschen über alle Maßen strapaziert, das sehr negative und sehr weitreichende Folgen haben kann.

Die wichtigste Frage: Wie lang ist zu lang? Die Antwort darauf ist ziemlich erschreckend: Google hat in einer Studie herausgefunden, dass die Absprung-Wahrscheinlichkeit von Nutzern auf einer Webseite bereits bei 3 s Wartezeit um 32 % steigt. Bei 5 s Wartezeit erhöht sich die Absprung-Wahrscheinlichkeit bereits um 90 %.

Das gilt zunächst einmal für die Ladezeiten von Webseiten, also die Performance einer Webseite. In allen anderen Computeranwendungen, bei denen Nutzer auf ein Ergebnis warten, sieht das allerdings ganz ähnlich aus.

Auswirkungen bei Webseiten

Wenn es um die Ladezeiten von Webseiten geht, sind die Auswirkungen gravierend. Durch längere Ladezeiten springen mehr User ab, die Bereitschaft zu Spontankäufen sinkt - und insgesamt verliert man dadurch natürlich auch ganz allgemein wertvollen Traffic. Das hat nicht zuletzt Auswirkungen auf die Umsätze der Webseite. Greg Linden von Amazon erklärt: 100 ms zusätzliche Ladezeit führten zu einem Verlust von 1 % der Umsätze.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor ist, dass Google Ladezeiten als wichtigen Rankingfaktor verwendet. Seiten mit langen Ladezeiten werden daher schlechter gerankt. In der Folge wird die Seite weniger gut gefunden, was sich wiederum auf die Umsätze der Webseite negativ auswirkt.

Einen sehr ausführlichen Artikel zum Thema Pagespeed und die Rolle, die unter anderem auch Hosting-Anbieter und Rechenzentrum für die Datenübertragung spielen, finden Sie hier.

Welche Vorteile HTTP/2 und das zukünftige HTTP/3 für das Webhosting und die Antwortzeit bringen, können Sie hier nachlesen.

Auswirkungen bei anderen Anwendungen

Bei anderen Anwendungen, wo Nutzer Daten an einen Server schicken und auf ein Ergebnis dieser Datenübertragung warten müssen (z. B. bei gehosteten Anwendungen in einem Firmennetzwerk) ist die Auswirkung bei schlechter Server-Performance ganz ähnlich: entnervte Nutzer und ein sehr schlechtes Benutzer-Erlebnis.

Gerade bei Arbeitsprozessen kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Durch die erzungenen Arbeitsunterbrechungen während der Antwortzeit vom Server schweifen die Gedanken eines arbeitenden Nutzers ab, die Konzentration geht verloren. Dadurch werden Arbeitsprozesse insgesamt verlangsamt und die Arbeitsgeschwindigkeit des einzelnen Mitarbeiters sinkt. Werden diese Auswirkungen über alle Mitarbeiter hinweg addiert, kann man einen beträchtlichen Leistungsverlust im Unternehmen feststellen - und deutliche Geschwindigkeitseinbußen beim Abarbeiten von Geschäftsfällen - das kann sich wiederum sehr negativ auf die Marktposition des Unternehmens (Kundenzufriedenheit, Servicelevel, Durchsetzen gegenüber Mitbewerbern) auswirken.

Auch bei anderen Anwendungen, die nicht berufsbezogen sind, wie etwa bei Online-Games, sinkt die Nutzerzufriedenheit durch lange Antwortzeiten beim Server natürlich sehr schnell merklich.

Servergeschwindigkeit erhöhen

Der entscheidendste Faktor für die Servergeschwindigkeit ist und bleibt natürlich die Qualität des Hostings. Die ist von Rechenzentrum zu Rechenzentrum oft stark unterschiedlich - nicht überall wird höchste Performance geboten.

Beim Rechenzentrum selbst spielt auch die Art des Hostings eine Rolle für die Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit der Datenübertragung. Wer bei rechenintensiven Anwendungen einen Dedicated Server nutzt, wird gewöhnlich bessere Leistung erwarten können als jemand, der im gleichen Rechenzentrum Shared Hosting nutzt. Bevor man einen neuen Hostinganbieter sucht oder das Rechenzentrum wechselt, sollte man sich also zunächst einmal die Leistung des gewählten Hostings ansehen, wenn man die Geschwindigkeit der Datenübertragung und die Ladezeiten verbessern oder die Antwortzeit des Servers verkürzen möchte.

Pagespeed verbessern

Um die Ladezeiten m Webseiten zu verbessern, lässt sich eine ganze Menge Dinge tun. Technische Optimierung ist bei allen Onpage-Optimierung der zweite wichtige Teil neben der Content-Optimierung. Die Optimierung der Ladezeit ist dabei ein wichtiger Punkt.

Eine Strategie kann etwa sein, das Maß an erforderlicher Datenübertragung so weit wie möglich zu reduzieren, um damit die Performance zu verbessern. Das erreicht man etwa, indem man Lazy-Loading-Strategien einsetzt oder große, häufig benötigte und sich nicht verändernde Datenpakete (z. B. große Bilder) im Cache ablegt. Der Einsatz diverser Pagespeed-Tools kann häufig zu deutlichen Verbesserungen führen.

Maßnahmen bei anderen Servern

Um die Geschwindigkeit der Datenübertragung zu verringern und die Ladezeit bei Anwendungen zu verkürzen kann man auch:

  • einen PHP-Accelerator verwenden
  • mehr Inhalte cachen
  • Pakete der Apache Lounge verwenden, um die Performance zu verbessern
  • Maßnahmen treffen, um die Datenbankgeschwindigkeit (z. B. MySQL) zu verbessern
  • Arbeitsspeicher in Servern erhöhen
  • Bilddateien optimieren
  • Festplattengeschwindigkeit erhöhen
  • in Unternehmensnetzwerken Benutzerprofil-Daten jeweils auf dem lokalen Rechner ablegen

Je nach eingesetztem Server und genutzten Anwendungen bestehen immer zahlreiche Möglichkeiten, um die Server Performance (mitunter deutlich) zu verbessern. Diese Möglichkeiten sollte man so weit als nur möglich ausschöpfen - denn am Ende hat die Servergeschwindigkeit in fast allen Bereichen eine tatsächlich herausragende Bedeutung.

 

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Bildnachweis: Gerd Altmann auf Pixabay



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