Kostenloses Hosting - gibt es das wirklich?

Autor:   |  17.11.2016


artikel-x.jpgDamit das eigene Webprojekt im Internet erreichbar ist, wird ein passendes Webhosting benötigt. Einige Anbieter locken ihre Kunden dabei mit komplett kostenlosen Angeboten. Doch gibt es tatsächlich die Möglichkeit, eine eigene Webseite ohne Einschränkungen und zum Nulltarif im Internet zu veröffentlichen? Der folgende Artikel klärt auf.

Das Angebot von Webhosting Paketen ist für den Webhoster mit einem hohen Aufwand verbunden. Neben den eigentlichen Servern mit Hardware wie Prozessoren, Arbeitsspeicher und Festplatten, muss auch für eine entsprechende Infrastruktur in Form eines Rechenzentrums mit redundanten Datennetzen und einer schneller Anbindung ans Internet gesorgt werden, um Webhosting Pakete anbieten zu können. Und das sind erst einmal nur die technischen Voraussetzungen. Hinzu kommt ein hoher Verwaltungsaufwand, denn das ganze Unternehmen samt Kunden muss natürlich auch organisiert und verwaltet werden.

Man merkt also schnell, dass Webhoster relativ viele Ressourcen aufwenden müssen, um Kunden ein funktionierendes Webhosting anbieten zu können. Üblicherweise werden den Kunden daher Webhosting Pakete gegen eine gewisse monatliche Gebühr angeboten. Trotzdem findet man im Internet immer wieder Angebote zum Nulltarif, bei denen den Kunden ein komplett kostenloses Webhosting versprochen wird. Auf den ersten Blick wirken diese Angebote natürlich sehr verlockend, wer jedoch einen ernsthaften Webauftritt plant, der über einen einfachen Hobby-Blog hinausgeht, der sollte bei diesen Angeboten lieber zwei Mal hinsehen. Grundsätzlich bekommt man zwar tatsächlich die Möglichkeit, eigene Inhalte ohne Kosten im Internet zu veröffentlichen, allerdings kommen die kostenlosen Webhosting Pakete in der Regel mit einer ganzen Latte an Einschränkungen. Diese sind meist auch nur dem Kleingedruckten zu entnehmen und nicht direkt ersichtlich.

Auf was sollte beim kostenlosen Webhosting geachtet werden?

Kostenloses Webhosting und kostenpflichtige Tarife unterscheiden sich in verschiedenen Bereichen. Zu den Kriterien, die bei der Entscheidung zwischen einem kostenlosen oder kostenpflichtigen Webhosting beachtet werden sollten, zählen unter anderem folgende Punkte:

Performance

Einer der ausschlaggebenden Punkte ist die Performance. Während Kunden bei kostenpflichtigen Tarifen eine bestimmte Performance zugesichert bekommen, haben Kunden beim kostenlosen Webhosting keinerlei Anspruch auf exklusive System Ressourcen. Demzufolge müssen Einschränkungen bei den Ladezeiten und oftmals auch bei der Erreichbarkeit in Kauf genommen werden.

Funktionalität

Auch bei der Funktionalität sind Kunden beim kostenlosen Hosting eingeschränkt. Dabei geht es nicht einmal um spezielle Sonderfunktionen, oftmals sind es sogar absolute Basics wie Scriptsprachenunterstützung oder MySQL-Datenbanken, auf die bei den Paketen verzichtet werden muss.

Konfigurationsfreiheit

Während zahlende Kunden das Design ihrer Webseite nahezu uneingeschränkt an die eigenen Vorstellungen anpassen können, stehen Kunden beim kostenlosen Hosting oftmals nur eine geringe Anzahl an vorgefertigten Designs zur Verfügung. Eine Individualisierung des eigenen Webauftrittes ist daher sehr schwierig.

Werbung

Um das Angebot von kostenlosen Paketen zu finanzieren, müssen Nutzer entsprechender Angebote häufig Werbung in Kauf nehmen. Der Anbieter blendet Werbeanzeigen auf der eigenen Webseite ein, die für Besucher oftmals störend und unseriös wirken. Für gewerbliche Auftritte ist dies auf jeden Fall ein KO-Kriterium.

Domain

Wer eine einzigartige Domain nutzen möchte, der kommt um Zusatzkosten nicht herum. Jeder Domainname im Internet muss bei der zuständigen Registry bestellt werden und ist immer mit Kosten verbunden. Komplett kostenlos lässt sich ein Webhosting nur dann betreiben, wenn man eine sogenannte Subdomain des Anbieters nutzt.

Support

Im Gegensatz zu kostenpflichtigen Webspace Paketen hat man beim Free Hosting keinerlei Anspruch auf Support. Sollte es zu Problemen mit der eigenen Webseite kommen oder unerwartete Fragen auftauchen, lassen sich diese meist nur mühsam in Community Foren diskutieren. Zahlende Kunden profitieren hingegen vom Kundenservice ihres Anbieters.

Anbieter von kostenlosem Webhosting

Mittlerweile gibt es zahlreiche verschiedene Varianten von kostenlosem Webhosting. Je nach geplantem Projekt und den eigenen technischen Kenntnissen kommen daher unterschiedliche Anbieter infrage. Grundsätzlich lässt es sich hier zwischen zwei Webhosting Methoden unterscheiden.

Auf der einen Seite gibt es Anbieter, die eine Art Homepage Baukasten zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich um eine Software, die das Erstellen einer Webseite per Drag-and-drop Editor ermöglicht, ohne dass irgendwelche Programmierkenntnisse benötigt werden. Die erstellten Webseiten können anschließend kostenlos veröffentlicht werden. Wer mehr Leistungen wie individuelle Designs, spezielle Funktionen oder einen einzigartigen Domainnamen benötigt, der kann auch in einen kostenpflichtigen Tarif wechseln. Bekannte Anbieter für diese Art des kostenlosen Webhostings sind Homepage Baukästen wie Weebly oder Jimdo sowie sogenannte Free Blog Anbieter wie wordpress.com oder blogger.com, die sich vor allem auf kostenlose Blogs spezialisiert haben.

Auf der anderen Seite gibt es Anbieter, die lediglich den Webspace selbst zur Verfügung stellen, aber keine Möglichkeiten bieten eine Webseite zu erstellen. Hier sind Kunden selbst für die Erstellung der eigenen Inhalte verantwortlich. Es können Content Management Systeme genutzt werden oder man programmiert die eigene Webseite selbst, wenn man die entsprechenden Kenntnisse hat, und kann diese anschließend auf den Webspace des Anbieters hochladen. Bekannte Anbieter für diese Art des kostenlosen Webhostings sind sogenannte Free Hoster wie bplaced.net oder lima-city.de, die sich vor allem auf kostenlosen Webspace spezialisiert haben.

Fazit

Kostenloses Webhosting gibt es tatsächlich, auch wenn man als Kunde aber mit teilweise starken Einschränkungen rechnen muss. Für die ersten Schritte im Internet, die Umsetzung kleiner Testprojekte oder den Betrieb einer ausschließlich privaten Homepage stellen die Angebote durchaus eine attraktive Alternative dar. Wer allerdings das eigene Webprojekt ohne Einschränkungen betreiben möchte, der stößt beim kostenlosen Hosting schnell an die Grenzen. Hier empfiehlt es sich eher, einen klassischen kostenpflichtigen Tarif zu nutzen. Mithilfe unseres Webhosting Vergleichs lässt sich ein passendes Paket auch zu günstigen monatlichen Kosten finden.

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