Die Wahl des passenden Webhosters

Autor:   |  15.11.2017


02-vserver-oder-reseller.jpgHat man sich erst einmal für eine der zahlreichen Webhosting Varianten entschieden, steht bereits die nächste Hürde an: Die Wahl des passenden Webhosters.

Vor allem im Bereich der einfachen Webspace Pakete ist das Angebot an Unternehmen und Tarifen mittlerweile so unüberschaubar umfangreich, dass die meisten Kunden gar nicht wissen, wo sie bei der Entscheidung anfangen sollen. Hunderte von Webhostern versprechen günstige Preise, leistungsstarke Technik und zuverlässigen Support. Oftmals locken die Angebote zudem mit Kriterien wie "unlimited" oder gar mehreren kostenlosen Features. Bevor man sich aber für den Abschluss eines Vertrags entscheidet, der einen oftmals für mehrere Monate an einen bestimmten Webhoster bindet, sollte man sich gründlich zu allen Aspekten eines Angebots informieren.

In der folgenden Liste wurden die wichtigsten Kriterien zusammengestellt, die bei der Entscheidung für einen Webhoster beachtet werden sollten:

Kosten

Die Kosten des Webspace Pakets sind eines der ersten Aspekte, die man bei der Auswahl des passenden Webhosters betrachtet. Günstige Tarife gibt es bereits ab unter 1 Euro pro Monat. Aber direkt den günstigsten Anbieter zu wählen, ist in den seltensten Fällen die beste Idee. Hier gilt es, sich mit dem genauen Leistungsumfang der Pakete auseinanderzusetzen. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Webhoster seinen Kunden für 1 Euro pro Monat eine 24h-Hotline bei Problemen oder eine Vielzahl an Datenbanken für die Realisierung verschiedener Webprojekte bereitstellt. Daher sollte man Preise und Leistungen unterschiedlicher Anbieter und Tarife genau miteinander vergleichen. Für ein professionelles Webspace Paket mit guter Performance und Support sollte man mindestens zwischen 5 und 10 Euro pro Monat einplanen.

Verlängerungskosten

Im Zusammenhang mit den monatlichen Kosten des Webspace Pakets sollte man unbedingt auch auf die zukünftig anfallenden Verlängerungskosten achten. Oftmals bieten Webhoster speziell vergünstigte Tarife für Neukunden an, bei denen die monatlichen Kosten in den ersten drei bis zwölf Monaten erheblich niedriger sind als der normale Preis der Pakete. Da man die eigene Webpräsenz natürlich nicht nach jedem Jahr zu einem neuen Anbieter umziehen möchte, sollte man sich vor Abschluss des Vertrags unbedingt über die Verlängerungskosten des Paketes in den Folgejahren informieren.

Geld-zurück-Garantie

Ein weiterer Punkt in Zusammenhang mit den Kosten ist die Geld-zurück-Garantie. Die meisten Webhoster bieten Kunden die Möglichkeit, das eigene Angebot vorab unverbindlich zu testen. Oftmals stellt sich erst im Praxistest heraus, dass eventuell die Server nicht kompatibel für die eigenen Anwendungen sind oder dass die Performance zu wünschen übrig lässt. Sollte man nicht zufrieden sein, erlaubt die Geld-zurück-Garantie ein Rücktritt vom Vertrag, ohne dass Kosten anfallen. Hier sollte aber unbedingt auf mögliche versteckte Kosten geachtet werden. Viele Webspace Pakete sind mit einer "kostenlosen" Inklusivdomain ausgestattet. Ist diese einmal registriert, ist auf jeden Fall mit Kosten für die Domain zu rechnen, da diese üblicherweise nur für längere Zeiträume wie ein ganzes Jahr registriert werden kann.

Erreichbarkeit

Neben den Kosten für das Webspace Paket spielt die Erreichbarkeit eine wichtige Rolle. Niemand möchte, dass die eigene Webpräsenz regelmäßig nicht zu erreichen ist. Daher müssen die Server Systeme des Anbieters besonders zuverlässig sein und optimal gewartet werden. Grundsätzlich sollte der Anbieter immer 99,9 Prozent Uptime garantieren. Bei niedrigeren Werten würde es bedeuten, dass die eigene Webseite unter Umständen tagelang nicht zu erreichen wäre. Dies ist für jeden Webmaster ein Albtraum. Denn Besucher, die eine Webseite nicht erreichen können, kommen in der Regel niemals wieder zurück. Daher sollte man sich im Vorfeld mithilfe externer Quellen wie Erfahrungsberichten von Kunden in Webhosting Foren oder Tests von Webhosting Vergleich Portalen über die Erreichbarkeit einzelner Anbieter informieren.

Speicherplatz und Bandbreite

Je nach geplantem Vorhaben sollten die Webspace Pakete ausreichend Speicherplatz und Bandbreite für das eigene Onlineprojekt bieten. Besonders achtsam sollte man hier bei Versprechen wie "unlimited" sein. Oftmals werben Webhoster mit unlimitiertem Speicherplatz oder unbegrenztem Trafficverbrauch. Hier gilt es unbedingt das Kleingedruckte in den Leistungsbeschreibungen zu lesen. Das unlimitierte zur Verfügung stellen von Systemressourcen ist rein technisch gesehen überhaupt nicht möglich. Gewisse Limits werden daher von jedem Webhosting Anbieter eingeräumt, nur werde diese oftmals nur im Kleingedruckten der AGBs erwähnt. Auch bei Nutzungsbestimmungen wie "fairer Traffic" sollte man lieber genau hinschauen, um nicht später enttäuscht zu werden.

Zusatzdomains

Viele Webmaster nutzen ein einzelnes Wabspace Paket für die Verwaltung von mehreren Domains. Zudem besitzt man häufig bereits registrierte Domains, die eventuell bei einem anderen Anbieter liegen, die man aber trotzdem gerne auf dem neuen Webspace nutzen möchte. Hier sollte man darauf achten, ob die Nutzung externer Domains überhaupt möglich ist und wie viele zusätzliche Domains über ein einziges Webspace Paket verwaltet werden können. Oftmals ist die Nutzung externer Domains nur eingeschränkt möglich oder verursacht Zusatzkosten.

Applikationen

Heutzutage werden die meisten Webseiten mithilfe von spezieller Software erstellt. Häufig kommen dabei Content Management Systeme wie das beliebte WordPress zur Erstellung von Blogs zum Einsatz. Wer die Nutzung einer solchen Applikation plant, der sollte unbedingt darauf achten, dass die technischen Voraussetzungen beim jeweiligen Webspace Paket gegeben sind. Viele Webhoster bieten zudem die Möglichkeit, entsprechende Software bequem über die Verwaltungsoberfläche auf dem eigenen Webspace installieren zu können.

Backups

Leider kann es immer wieder vorkommen, dass die eigene Seite abstürzt. Sei es durch einen Fehler in der Programmierung oder durch eine Kompromittierung von außen. Wenn die Seite neu aufgesetzt werden muss, sollte ein möglichst aktuelles Backup vorhanden sein. Gerade beim Einsatz von Content Management Systemen werden dafür nicht nur die Daten direkt aus dem Webverzeichnis benötigt, sondern auch die Einträge aus den Datenbanken. Umso praktischer ist es, wenn sich der Webhosting Anbieter um die regelmäßige Erstellung von sämtlichen Backups kümmert. Natürlich sollte man sich auch hier nicht 100 % darauf verlassen und zusätzlich auch immer eigene Backups anlegen.

Upgrades

Nicht selten wächst eine Webseite mit der Zeit. Während zum Beginn eines Onlineprojektes meist nur wenige Besucher kommen, kann die Zahl über die Jahre rasant ansteigen. Auch zusätzliche Funktionen wie ein Forum oder Onlineshop, die das eigene Onlineangebot erweitern, verlangen nach mehr Systemressourcen. Daher sollte auch die Möglichkeit zum Upgrade des Webhosting Paketes beachtet werden. Dies kann entweder durch die Zuteilung weiterer Leistungsparameter erfolgen oder einen kompletten Umzug auf einen eigenen Server nach sich ziehen. Wenn der Webhoster dabei mit technischer Unterstützung zur Seite steht, ist das ganze Unterfangen für Seitenbetreiber deutlich einfacher zu meistern.

E-Mail-Verkehr

Zu jeder Webseite gehört in der Regel auch eine E-Mail-Adresse. Neben den grundlegenden Informationen, wie viele Postfächer und Adressen angelegt werden können, sollte man sich auch mit Details, wie der Spampolitik des Webhosters, beschäftigen. Niemand mag mit Spam-Nachrichten überflutete Postfächer, aber noch wichtiger ist es, dass geschäftliche E-Mails stets zuverlässig den Empfänger erreichen.

Kundensupport

Das Thema Kundensupport ist sowohl für Einsteiger als auch für Profis ein wichtiger Punkt. Im Falle von Problemen mit dem Webspace möchte man schnell jemanden erreichen, der einem weiterhelfen kann. Da landet man ungern in einem Callcenter, wo sich niemand konkret auskennt, sondern möchte direkten Kontakt zu Experten. Eine 24 Stunden am Tag besetzte Hotline mit technisch versierten Support Mitarbeitern ist das Optimum. Zumindest per E-Mail sollte der Kundendienst aber auf alle Fälle auch am Wochenende und in der Nacht zu erreichen sein.

Kundenmeinungen

Um sich einen Überblick über sämtliche hier im Artikel genannten Kriterien zu verschaffen, hilft oftmals das Durchsehen von Erfahrungsberichten. Personen, die bereits Kunde bei einem bestimmten Webhoster sind, können aus erster Hand über ihre Erfahrungen in den jeweiligen Bereichen berichten. Erfahrungsberichte und Kundenmeinungen zu den verschiedenen Unternehmen am Markt findet man in Webhostingforen wie hosttalk.de oder in unserem Webhosting Vergleich. Diese ermöglicht Interessenten einen guten Einblick hinter die Kulissen der Unternehmen.

Bei der Wahl des passenden Webhosters sollte man sich also etwas Zeit nehmen, um in Ruhe die verschiedenen Angebote mithilfe der hier im Artikel genannten Punkte miteinander zu vergleichen. Wer alle Aspekte beachtet, der findet letztendlich auch das beste Paket für die eigenen Vorhaben im Internet.

 

Tags: Artikel, Webhoster, Webhoster des Jahres
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