Vier Varianten eine eigene Webseite ins Internet zu bringen

Autor:   |  22.06.2015


webseitenerstellung.jpg Egal ob privater Blog, Firmenauftritt, Shop oder Online Service. Die Grundlage für eine erfolgreiche Präsentation im Internet ist die eigene Webseite. Wir zeigen vier Möglichkeiten, um eine eigene Webseite online zu bringen.

Zum Austausch mit Gleichgesinnten, zur Kundenakquise oder eine Webseite als Geschäftsmodell selbst. Die Möglichkeiten für den Einsatz einer Onlinepräsenz sind vielzählig. Nicht nur Profis mit Programmierkenntnissen, sondern auch Einsteiger können heutzutage dank technischer Hilfsmittel eine professionelle und ansprechend designte Webseite in nur kurzer Zeit aufsetzen. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Möglichkeiten, zu einer eigenen Webseite zu kommen:

1. Homepagebaukasten Systeme

Die einfachste Möglichkeit, um eine eigene Webseite zu erstellen, sind sogenannte Homepagebaukasten Systeme. Dabei handelt es sich um eine spezielle Anwendung, die in der Regel zusammen mit dem Webhosting angeboten werden. Dabei gibt es zwei gängige Varianten. Große Hostinganbieter wie 1&1 Internet oder Strato bieten zusammen mit ihren Webhostingpaketen einen optionalen Baukasten an, der für die Erstellung einer Webseite genutzt werden kann. Die Anwendung ist entweder bereits in den monatlichen Kosten enthalten sein, oder es fällt eine geringe zusätzliche Gebühr für die Nutzung an. Zudem gibt es Anbieter, die sich auf die Webseitenerstellung per Baukasten spezialisiert haben. Bekannte Beispiele hierfür sind die Unternehmen Wix und Jimdo. Während klassische Hoster den Baukasten als optionales Feature zusätzlich zum Webhosting anbieten, steht der Editor bei anderen Anbietern im Mittelpunkt des Angebotes.

Dank eines Homepagebaukastens lässt sich eine Webseite erstellen, ohne dass der Anwender Kenntnisse in HTML, CSS oder anderen Programmiersprachen haben muss. Zuerst wählt man ein passendes Grunddesign für die eigene Webseite aus, das im weiteren Verlauf individuell an die eigenen Vorstellungen und Anforderungen angepasst werden kann. Die Bedienung erfolgt dabei einfach per Maus und Tastatur mittels Drag and Drop. Einzelne Designelemente wie Texte, Bilder, Videos oder interaktive Module lassen sich einfach im Editor einfügen oder verschieden und auch wieder entfernen. Die dabei möglichen Gestaltungsfreiheiten und nutzbaren Elemente hängen in der Regel mit dem gebuchten Tarif zusammen. Für umfangreiche Features wie etwa die Integration eines Shops mit Einkaufswagen und Zahlungsabwicklung setzt meist einen Premiumtarif voraus, während sich einfache Webseiten auch mit den kostenlosen Features erstellen lassen. Auch ein individueller Domainname, unter dem die Webpräsenz später erreichbar sein soll, ist meist mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Da sich die Erstellung einer Webseite mittels Homepagebaukasten besonders leicht durchführen lässt, eignet sich diese Variante vor allem für Einsteiger, die noch keinerlei Erfahrungen mit Webseiten im Internet haben. Auf diese Weise lässt sich eine technisch moderne Webseite ohne großen Aufwand erstellen, die nur mit moderaten Kosten verbunden ist. Lediglich in den Designvorgaben und Features ist man natürlich stets an den Funktionsumfang des Editors gebunden. Komplett individuelle Webseiten lassen sich mit einem Homepagebaukasten eher nicht erstellen.
  • Ideal für Einsteiger
  • Keine Programmierkenntnisse erforderlich
  • Moderate Kosten
  • Eingeschränkte Funktionalität und vorgefertigte Designs

2. Content Management System

Fortgeschrittene Anwender können Content Management Systeme (CMS) nutzen, um eine eigene Webseite zu erstellen. Dabei handelt es sich um Anwendungen, die für die Erstellung und Verwaltung von Inhalten auf Webseiten eingesetzt werden. Die zwei bekanntesten Systeme sind WordPress und Joomla. Über eine benutzerfreundliche Oberfläche können Texte erstellt und Mediendaten eingefügt werden. Mittels Themes lässt sich das Design individualisieren und dank einer riesigen Auswahl von Plugins kann die Funktionalität des CMS nahezu grenzenlos erweitert werden. Um kleinere Anpassungen vorzunehmen und mögliche Fehler schnell beheben zu können, ist hierbei aber im Gegensatz zum Homepagebaukasten ein gewisses Maß an technischem Know-how notwendig, um effektiv mit den Systemen arbeiten zu können. Je besser man sich selbst auskennt, desto umfangreichere Individualisierungen sind möglich, ohne auf den Service von Dritten zurückgreifen zu müssen.

Die beliebtesten Content Management Systeme sind als Open Source Software erhältlich und verursachen daher keinerlei Kosten. Sie lassen sich auf jedem Webspace Paket installieren, das den technischen Anforderungen der jeweiligen Software entspricht. Bei einigen Angeboten, wie beispielsweise den Business Webspace Paketen, sind CMS Systeme oftmals bereits vorinstalliert oder lassen sich mit nur einem Klick über die Hostingverwaltung aktivieren. Content Management Systeme stellen eine sehr funktionelle und gleichzeitig preisgünstige Möglichkeit dar, eine professionelle eigene Webseite zu erstellen. Einzige Voraussetzung ist ein passender Webspace und ein paar technische Kenntnisse zum verwendeten CMS.
  • Ideal für Fortgeschrittene
  • Grundsätzliche technische Kenntnisse benötigt
  • Niedrige Kosten
  • Individualisierung von Funktionen und Design möglich

3. Selbst programmieren

Wer über die entsprechenden Kenntnisse und ausreichend Zeit verfügt, der kann die eigene Webseite natürlich auch komplett selbst programmieren. Grundsätzlich ist das gesamte benötigte Wissen, um eine Webseite von der Pike auf selbst zu erstellen, kostenlos im Internet zu finden. Dies fängt bei der Erstellung des Grundgerüstes, dem sogenannten Template mittels der Programmiersprache HTML (Hyper Text Markup Language) an und geht bis zur Bearbeitung des Designs und der Funktionalität mittels CSS (Cascading Style Sheets) und Javascript.

Auch bei der Erstellung in HTML gibt es verschiedene Vorgehensweisen. HTML kann direkt in einem einfachen Texteditor geschrieben werden oder man verwendet einen komfortableren WYSIWYG Editor. Bei diesem kann man direkt sehen, wie sich der geschriebene Code auf das Design und die Struktur der Webseite auswirkt. Je nach verwendeter Software gibt es zahlreich Komfortfunktionen. Vorteil der Variante Selbstprogrammierung ist, dass man die volle Kontrolle über das gesamte Gerüst der Webseite hat. Andererseits ist das ganze Vorhaben aber natürlich sehr umfangreich und zeitaufwendig. Oftmals ist es mit dem Programmieren allein aber nicht getan. Vor allem wenn es an das Design geht, sind Kenntnisse von designtechnischen Grundlagen oder die Hilfe eines externen Designers notwendig, um ansehnliche Ergebnisse zu erzielen.
  • Nur für Profis rentabel
  • Niedrige Kosten
  • Hoher Aufwand
  • Größte Freiheiten bei Funktion und Design

4. Beauftragung von Dienstleistern

Bei den meisten professionellen Webauftritten im Internet wird die Erstellung an externe Dienstleister ausgelagert. Dabei können entweder individuell Designer, Programmierer und Webentwickler angeheuert werden, oder man beauftragt eine Agentur, die das weitere Vorgehen selbstständig koordiniert. Diese Variante ist zwar auf den ersten Blick mit den höchsten Kosten verbunden, allerdings gibt es viele Gründe sich trotzdem dafür zu entscheiden. Je nach Anforderungen an die Webseite gibt es zudem heutzutage bereits sehr günstige Anbieter, die eine komplette Webseite nach individuellen Vorgaben zu niedrigen Preisen anbieten.

Wenn es um die Erstellung einer gewerblichen Webseite geht, die anschließend Kunden, Aufträge und Einnahmen generieren soll, dann ist eine Investition vorab ein ganz normaler gewerblicher Vorgang. Wer sich selbst um das eigene Geschäft kümmern muss, der hat in der Regel keine Zeit, sich auch noch mit den technischen Raffinessen der Webseitenerstellung zu befassen. In diesem Fall ist die Beauftragung von Dienstleistern die beste und effektivste Variante. Zudem lassen sich bei einem individuell erstellten Webauftritt alle gewünschten Funktionen und Designvorstellungen exakt realisieren und eine einzigartige Webseite erschaffen.
  • Ideal für Gewerbetreibende
  • Individuelle Abstimmung mit den eigenen Vorstellungen
  • Kein Aufwand
  • Hohe Kosten
Die Herangehensweisen zur Erstellung einer eigenen Webseite sind vielzählig. Die wichtigsten Kriterien für die Entscheidung sind die individuellen Anforderungen und der geplante Zweck der Webseite. Egal ob kostengünstige Einsteigerversion oder professionelle High-End-Lösung, für jede Variante gibt es die entsprechend passenden Möglichkeiten zur Umsetzung.

 

Tags: Artikel, Eigene Website
Weitere empfohlene Artikel

Günstige Managed Linux Server Anbieter im Vergleich
Wer von den zahlreichen Vorteilen eines Linux Betriebssystems und der hohen Performance eines eigenen Server ...

Ersetzt .web das alte .com?
Bereits bei der Versteigerung der Vergaberechte war die neue Domain .web eine der begehrtesten Endungen alle ...

Seit wann ist die Domain .online verfügbar?
Die Endung .online gehört zu den neuen Top Level Domains, die die Regulierungsbehörde ICANN seit Ende 2013 ...

Webhosting für xt:Commerce Shops - Anforderungen & Anbieter
Die Online Shop Software xt:Commerce ist eine kommerzielle E-Commerce Lösung des gleichnamigen deutschen He ...

www-hoster.de | Erfahrungen & Test 2018
Über www-hoster.de - Premium Quality Webhosting. Keep it sweet and simple (KISS) – www-hoster.de ist ...

Net-Build GmbH | Erfahrungen & Test 2018
<p>Mit der Net-Build® GmbH setzen Sie auf einen leistungsstarken Partner mit einer langjährigen ...