Internetauftritt perfekt gestalten - die Grundlagen

Autor:   |  30.11.2018


internetauftritt.jpgEin perfekter Internetauftritt ist nicht dem Glück überlassen, sondern das Ergebnis einer sorgfältigen Planung, einer langfristigen Strategie und einer zielgerichteten Umsetzung der Theorie in die Praxis. Dank moderner Software wie einem Homepage-Baukasten und flexiblen Content Management Systemen (CMS) wie WordPress oder anderer Lösungen auf quelloffener oder kommerzieller Basis sind für eine eigene Homepage keine technischen Kenntnisse erforderlich. Selbst Grundkenntnisse in der Programmierung eines PHP- oder HTML-Code werden nicht benötigt. Stattdessen erfordert der Webauftritt in erster Linie Kreativität und die Bereitschaft, sich mit den notwendigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Internetauftritt inklusive einer gelungenen Suchmaschinenoptimierung (SEO) auseinander zu setzen.

 

Wie lässt sich ein gelungener Webauftritt realisieren?

Ein erfolgreicher Internetauftritt benötigt in jedem Fall eine sorgfältige Planung, die zahlreiche unterschiedliche Aspekte berücksichtigt. Zu diesen zählen formale Vorgaben wie die rechtlich vorgeschriebene Erstellung eines vollständigen Impressums ebenso wie künstlerische Aufgaben - zum Beispiel ein ästhetisches und attraktives Design - und deren technische Umsetzung durch eine geeignete Software. Einen schnellen und flexiblen Einstieg ermöglichen vorgefertigte Lösungen wie ein Online Homepage-Baukasten oder CMS wie Joomla, WordPress und Drupal, bei einem Online Store Shopsysteme wie Magento, Shopware und Prestashop. Die Auswahl der verwendeten Software beinhaltet einen umfassenden Vergleich aller Vor- und Nachteile, denn nachträgliche Änderungen sind zeit- und arbeitsaufwendig.

Bei einem CMS können Webseiten ohne Probleme zunächst lokal auf einem Computer erstellt werden, ohne dass diese veröffentlicht werden. Das ist bei einem Online Homepage-Baukasten nicht immer möglich, dafür offerieren viele Anbieter einen kostenfreien Testaccount oder eine Geld-Zurück-Garantie bei Unzufriedenheit. Um den Arbeits- und Zeitaufwand zu minimieren, ist es sinnvoll, den Internetauftritt in einem ersten Schritt möglichst exakt zu entwerfen. Dabei werden zunächst technische Aspekte wie notwendiger HTML-Code vernachlässigt und das Design in den Vordergrund gestellt.

Welche Aspekte sind für eine eigene Homepage wichtig?

Bei einem rein privaten Internetauftritt ist die Ästhetik natürlich ganz dem eigenen Geschmack überlassen. Bei einer repräsentativen Webseite oder einem kommerziellen Projekt beeinflussen hingegen selbst scheinbar irrelevante Details wie die Farbauswahl den Erfolg. Zu den Überlegungen für eine eigene Homepage zählen deshalb:

  • Seitenstruktur: Platzierung von Bildern, Menüs, Texten und Inhalten auf der Startseite. Ziel ist ein übersichtlicher, einfach und intuitiv zu bedienender Aufbau
  • Farbwahl: Psychologen haben nachgewiesen, dass bestimmte Farben mit Eigenschaften wie Vertrauen, Kompetenz oder Zuverlässigkeit assoziiert werden.
  • Inhalte: Im besten Fall gibt eine Startseite einen umfangreichen Überblick über eine Webseite, ohne in Details zu gehen. Diese sollten auf Unterseiten liegen.
  • Ladegeschwindigkeit: Hoch auflösende Videos und Bilder verzögern wegen ihrer Datenmenge den Seitenaufbau. Sie beeinträchtigen insbesondere den Aufruf durch mobile Endgeräte.
  • Responsives Design: Die meisten Nutzer rufen Webseiten mittlerweile über Smartphones oder Tablet PC auf. Ein responsives Design passt die Darstellung automatisch an Bedingungen wie Größe und Auflösung des Bildschirms an.
  • Technische Voraussetzungen: Details wie die verwendete Bandbreite des Anschlusses, benötigter Speicherplatz und Performance des Servers, um Kosten zu optimieren.
  • Domains und Hosting: Eine attraktive Adresse ist für einen erfolgreichen Webauftritt entscheidend. Ein umfangreicher Webhosting Vergleich reduziert die laufenden Ausgaben.

Sind die Fragen rund um den Internetauftritt weitgehend beantwortet, startet die praktische Phase, in der die eigene Homepage in die Realität umgesetzt wird.

Wie lässt sich ein Konzept in einen Internetauftritt umsetzen?

Auch ohne spezielle Fachkenntnisse wie Programmiersprachen, Konfiguration eines Servers oder Kenntnisse des HTML-Code lässt sich eine eigene Homepage mit professionellem Anspruch realisieren. Entscheidend ist die Auswahl der geeigneten Software, die in ihrem Funktionsumfang und ihrer Bedienung den individuellen Anforderungen an den Internetauftritt entspricht. Zu unterscheiden sind dabei zwei grundlegend verschiedene Ansätze:

  • Online Homepage-Baukasten: Ein Homepage Baukasten ist der komfortabelste Weg zu einem Internetauftritt und wird von zahlreichen Hosting Providern angeboten. Die eigene Homepage kann vollständig über den Browser konfiguriert und betreut werden. Ein Homepage Baukasten ist in der Regel als Paket mit einem Webhosting und mitunter einer Domain buchbar. Der Nachteil ist, dass ein Umzug der Webseite auf einen anderen Hoster gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich ist.
  • CMS: Ein CMS besteht aus einer Sammlung von Skripten in einer für Webseiten geeigneten Programmiersprache wie PHP. Sie dienen der komfortablen, grafischen Administration und der Auslieferung von Inhalten. Viele Provider bieten ein Webhosting mit einer Grundinstallation eines CMS - zum Beispiel WordPress - an. In diesem Fall ähnelt die Bedienung einem Online Homepage Baukasten. CMS sind vielseitig, flexibel und erlauben die Migration einer Internetseite zwischen unterschiedlichen Servern. Die Administration erfordert in der Regel jedoch eine längere Einarbeitung als der Homepage-Baukasten

Beide Ansätze eignen sich ohne Einschränkungen für Einsteiger ohne besondere Vorkenntnisse. Die Eigenschaften, die Bedienung und der Funktionsumfang variieren zwischen unterschiedlichen Anbietern. Vor einem Webhosting Vergleich ist es deshalb empfehlenswert, sich mit mehreren Produkten grundlegend vertraut zu machen, um die einzelnen Vor- und Nachteile einschätzen zu können.

Wie kann ein Inhaber seine eigene Homepage individualisieren?

Selbstverständlich soll sich ein Webauftritt von der Konkurrenz abheben und eine persönliche Note widerspiegeln. Zu diesem Zweck werden unterschiedliche Erweiterungen angeboten. Das grundlegende Design wird über Vorlagen (Templates) eingestellt, die auf verschiedene Inhalte (zum Beispiel Blogging, Unternehmensseite, Nachrichtenportale) oder Nutzerkreise (branchenspezifisch, etwa für Fotografen, Restaurants, Handwerker oder Händler) ausgerichtet sind. Zusätzliche Funktionen lassen sich über Plug-ins oder AddOns installieren (beispielsweise Foren, Oberflächen, Videoplayer, Spiele oder Fotogalerien). Es hängt von dem für ein Plug-in verantwortlichen Programmierer ab, ob dieses gratis oder gegen eine einmalige oder laufende Gebühr zur Verfügung gestellt wird. Oft bieten Entwickler beide Varianten an, wobei die kostenlosen Versionen gewissen Einschränkungen ihrer Funktionalität oder weiteren Bedingungen wie die namentliche Erwähnung des Herstellers unterliegen.

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