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Statuscode 302 - was bedeutet er und wie wirkt er sich aus?

Hosttest.de
Autor: HOSTTEST-Redaktion   |  17.09.2021


302 FehlercodeDas Ende der 1980er Jahre am europäischen Kernforschungszentrum CERN entwickelte Hypertext Transport Protocol (HTTP) bildet in Kombination mit der Adressierung über Uniform Ressource Locator (URL) und der Hypertext Markup Language (HTML) die Grundlage des heutigen Internets. Es definiert als Standard, dass ein aktiver Webserver prinzipiell jede von einem Client an ihn gestellte Anfrage mit einem Statuscode beantwortet, um den aktuellen Zustand der Verbindung oder der Aufgabe eindeutig zu signalisieren. Dieser kann wie in den Fällen von Statuscode 301 Moved Permanently oder Statuscode 302 Found (Moved Temporarily) ebenfalls Verweise auf eine geänderte Adresse enthalten, um eine unverzügliche und automatische Weiterleitung zu bewirken.

 

Was bedeutet ein 300 Statuscode bei HTTP-Verbindungen?

Der Statuscode kann bei der Kommunikation über HTTP unterschiedliche Aufgaben erfüllen, die eine hohe Datensicherheit und Zuverlässigkeit bei der Übertragung von Informationen ermöglichen. Zu unterscheiden sind dabei fünf offizielle Kategorien und ein inoffiziell genutzter Zahlenbereich, die sich auf einen Blick anhand ihrer ersten Kennziffer einordnen lassen:

  • Statuscode 100 enthält informative Angaben zur Verbindung, z. B. eine laufende Verarbeitung
  • Statuscode 200 sendet ein Webserver nach erfolgreicher Verarbeitung einer Anfrage
  • Statuscode 300 beinhaltet einen Header zur Weiterleitung auf eine andere Instanz
  • Statuscode 400 steht für Fehler, die die Anfrage des Clients verursacht
  • Statuscode 500 erzeugt ein Webserver bei einem internen Problem
  • Statuscode 900 nutzt proprietäre Software für eigene Meldungen aller Art

In der Regel sieht ein Nutzer wie bei Statuscode 200 OK, Statuscode 202 Accepted, Statuscode 301 Moved Permanently oder Statuscode 302 Found (Moved Temporarily) keine Details zu einer administrativen Antwort des Servers. Lediglich Fehlermeldungen wie etwa der häufige Statuscode 404 Not Found oder Statuscode 502 Bad Gateway zeigt ein Browser dem Nutzer an, um die Eingrenzung der Ursache und die Suche nach einer Lösung für das Problem zu erleichtern.

Was löst einen Statuscode 302 Found (Moved Temporarily) aus?

Bei dem Statuscode 302 Found (Moved Temporarily) handelt es sich um eine Weiterleitung, die von dem Administrator einer Website, eines Webhostings beziehungsweise einem dedizierten oder virtuellen Server gesetzt werden kann, um einen zeitlich befristeten Redirect auf eine fremde Adresse zu bewirken. Er besagt konkret:

  • Die Webseite ist aktiv und unter normalen Umständen an dieser URL zu finden
  • Aufgrund einer außergewöhnlichen Situation ist diese aktuell nicht zu erreichen
  • Der gewünschte Inhalt findet sich unter der im Header als Location angegebenen Adresse
  • Es handelt sich um eine temporäre Ausnahme, die z. B. durch Wartungsarbeiten entsteht
  • Alle Parameter behalten ihre Gültigkeit, obwohl sich die HTTP Methode ändern kann
  • Die Umleitung erfolgt automatisch auf eine neue Adresse

Es ist im Interesse des Administrators eines Webhostings oder einer Internetseite, den Statuscode 302 Found (Moved Temporarily) ausschließlich kurzfristig einzusetzen. Dafür sprechen auch weitere Umstände, die unter anderem die SEO und die Funktionalität einer Webseite beeinflussen.

Wie wirkt sich der Statuscode 302 Found auf die SEO aus?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, den Statuscode 302 einzusetzen, um eine zeitweilige Weiterleitung zu realisieren. Allerdings sollte die Frist auf einen festen, möglichst kurzen Zeitrahmen begrenzt bleiben, weil Suchmaschinen ihn andernfalls als negativ für das SEO-Ranking einstufen können. Dieser Effekt entsteht durch zwei Voraussetzungen: Zunächst einmal gilt die bestehende Weiterleitung nicht als vollwertiger Ersatz und besitzt nicht denselben Stellenwert wie die ursprüngliche Adresse. Darüber hinaus kann es zu einer doppelten Indexierung kommen, so dass Inhalte als mehrfach vorhandener "Duplicate Content" eingestuft werden, was zu einer Abstrafung bei seinem Mehrwert und somit bei der Positionierung in Suchergebnissen führt. Um dieses Risiko zu umgehen, empfiehlt es sich, bei dauerhaften Verschiebungen unbedingt einen Statuscode 301 Moved Permanently zu verwenden. Alternativ bieten Werkzeuge wie Google Analytics ebenfalls die Option, eine temporäre oder permanente Weiterleitung ohne Nachteile bei der SEO einzurichten.

Wo liegt die Gefahr von URL Hijacking durch einen Statuscode 302?

In der Vergangenheit entstanden mitunter Probleme, die ein Statuscode 300 inklusive Statuscode 301 Found (Moved Temporarily) auslösen kann, wenn dieser nicht sachgerecht oder mit krimineller Intention eingesetzt wird. Da Suchmaschinen sie als aktuell gültige Adresse für eine bereits indexierte Ressource interpretieren, ersetzen sie eine Internetpräsenz zunächst durch die im Header als Location angegebene URL. Dies führt dazu, dass das Aufrufen und der Datenverkehr zunächst strikt umgeleitet werden und somit die ursprüngliche Seite nicht mehr in Suchergebnissen erscheint beziehungsweise erreichbar ist.

Dieses Vorgehen wird als URL-Entführung (Hijacking) bezeichnet und kann ebenfalls unbeabsichtigt ausgelöst werden, wenn ein Webmaster mit einem Statuscode 302 Found (Moved Temporarily) auf eine externe Ressource weiterleitet. In einigen Fällen erfolgt das Hijacking sogar automatisch durch Content Management Systeme (CMS) oder Plug-ins, weshalb jeder neue 300 Statuscode manuell überprüft werden sollte. Allgemein empfiehlt sich aus Sicht der SEO und der Sicherheit prinzipiell, den Statuscode 301 Moved Permanently oder Statuscode 307 Temporary Redirect beziehungsweise die Weiterleitung durch Google Analytics zu verwenden.

Foto: fancycrave1 auf Pixabay



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