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HTTP Error 410 - So entfernt man Inhalte schnell aus Google & Co

Autor: HOSTTEST-Redaktion   |03.09.2021

410 StatuscodeDer HTTP Statuscode spielt eine wichtige Rolle, um eine sichere und zuverlässige Kommunikation über das Internet und die Integrität von Informationen zu gewährleisten und den Ursprung von Problemen zu ermitteln. Der Statuscode 410 Gone zählt in diesem Zusammenhang zu den definitiven und permanenten Fehlermeldungen, tritt allerdings verglichen mit anderen Meldungen wie der HTTP Error 404 Not Found oder der 502 Bad Gateway relativ selten in Erscheinung. Wegen seiner Tragweite und der Auswirkungen stellt er trotzdem einen wichtigen 400 Statuscode dar, den ein Nutzer im Internet kennen sollte, um ihn angemessen interpretieren zu können.

Was verbirgt sich hinter einem 400 Statuscode?

Die aktuellen Standards im Internet definieren öffentliche Dokumente, die als Request for Comments (RFC) veröffentlicht werden und alle Interessierten zu einer Stellungnahme einladen. Sie beschreiben ebenfalls den Ablauf einer Kommunikation über das für Webseiten genutzte Hypertext Transfer Protocol (HTTP) und die möglichen Antworten auf eine Anfrage, die zusätzliche Informationen beinhalten oder eine erfolgreiche Bearbeitung beziehungsweise einen Fehler bei dem Abruf von Daten kennzeichnen. Zu unterscheiden sind:

  • Statuscode 100 - 199 beinhaltet ergänzende Informationen wie einen laufenden Prozess
  • Statuscode 200 - 299 steht für eine erfolgreiche Verarbeitung der Abfrage
  • Statuscode 300 - 399 markiert eine Umleitung auf eine andere Ressource oder neue Adresse
  • Statuscode 400 - 499 zeigt einen vermutlich durch den Client verursachten Fehler an
  • Statuscode 500 - 599 bezeichnet ein Problem bei der Verarbeitung auf dem Server
  • Statuscode 900 - 999 sind nicht offiziell und werden von proprietärer Software genutzt

Konkret bedeutet ein 400 Statuscode, dass das Webhosting auf einem dedizierten oder virtuellen Server wie vorgesehen arbeitet, der Client jedoch unvollständige, fehlerhafte oder falsch adressierte Abfragen sendet. Typisch dafür ist der mit Abstand häufigste HTTP Error 404 Not Found, der das Fehlen einer bestimmten Adresse angibt. Ähnlich in der Aussage ist ebenfalls der Statuscode 410 Gone - allerdings unterscheiden sich die Konsequenzen voneinander.

Wo liegt der Unterschied zwischen Statuscode 404 und Statuscode 410?

Obwohl beide Fehlermeldungen dieselbe Ursache beschreiben - eine Webseite existiert nicht unter einer bestimmten Adresse, bilden der Statuscode 410 Gone und der Fehler 404 einen ebweichenden Ursprung ab. Die Beschreibung Gone lässt sich aus dem Englischen mit der Bezeichnung "Verschwunden" oder "Vergangen" übersetzen, bei einem HTTP Error 404 steht das Not Found hingegen für ein unspezifisches "Nicht gefunden", ohne einen Hinweis auf den Grund zu geben. Praktisch bedeutet dies, dass bei einem Statuscode 410 gewisse häufige Auslöser ausgeschlossen werden können. Er besagt konkret, dass:

  • Eine Adresse oder Ressource in der Vergangenheit existierte
  • Diese zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr vorhanden ist
  • Keine Probleme in der Kommunikation zwischen Client und Server auftreten
  • Es sich um eine dauerhafte Änderung handelt, die sich nicht ändern wird

In der Praxis verzichten viele Administratoren bei einem Webhosting auf die Verwendung von Statuscode 410 Gone, weil sie den zusätzlichen Aufwand bei der Konfiguration vermeiden möchten oder selbst nicht einschätzen können, ob die betreffende Adresse permanent nicht weiter verwendet wird. In diesem Fall zeigen der Browser stattdessen die als Standard geltenden Ursache HTTP Error 404 an.

Der entscheidende Unterschied besteht allerdings darin, dass ein Browser Gone als dauerhaften 400 Statuscode in seinem Cache speichert. Bei einem erneuten Aufruf baut er deshalb keine Verbindung zu dem Webhosting auf, sondern meldet die Webseite bereits lokal als nicht weiter verfügbar. Einen ähnlichen Effekt zeigt der Statuscode 410 in den Datenbanken von Suchmaschinen. Sie werten ihn als eindeutigen Hinweis, dass eine bestimmte Ressource dauerhaft nicht mehr verfügbar ist und entfernen deshalb Seiten aus ihren Ergebnissen, falls sie einen Statuscode 410 Gone anzeigen. Aus diesem Grund setzen ihn Administratoren und SEO-Experten ebenfalls gezielt ein, um bestimmte Inhalte deindexieren zu lassen. Diese ursprünglich wichtige Funktion hat allerdings an Bedeutung verloren, nachdem die Google Search Console seit 2011 ebenfalls eine temporäre oder dauerhafte Entfernung von Webseiten aus dem unternehmenseigenen Index ermöglicht.

Wie lässt sich ein Statuscode 410 Gone beseitigen?

Allerdings tritt in manchen Fällen ebenfalls die umgekehrte Situation ein: Ein Administrator markiert für seinen Webserver eine Unterseite oder eine komplette Internetpräsenz versehentlich mit dem Statuscode 410 Gone, obwohl diese lediglich temporär nicht zu erreichen ist. Problematisch ist dies vor allem, weil der Browser diese Information aufbewahrt und über einen längeren Zeitraum nutzt. Für den Besucher erscheint die Adresse selbst dann weiterhin als offline, wenn sie wieder funktioniert. Besonders häufig tritt dieses Problem bei virtuellen oder dedizierten Servern auf, die nicht von einem professionellen Administrator betreut werden und bei denen sich Fehler in der Konfiguration finden.

In einigen Fällen kann ein Statuscode 410 Gone deshalb behoben werden, indem der Besucher den Cache seines Browsers leert, um eine erneute Anfrage zu erzwingen. Führt diese Methode zu keinem erfolgreichen Ergebnis, muss leider davon ausgegangen werden, dass der Betreiber die betreffende Seite unwiderruflich gelöscht hat. Sollte es sich um einen öffentlich zugängigen Inhalt handeln, kann dieser allerdings weiterhin durch gemeinnützige Projekte wie die Wayback Machine abgerufen werden, die in regelmäßigen Abständen weite Teile des Internets indexieren und Webseiten auf eigenen Servern archivieren.

Foto: Steve Buissinne auf Pixabay



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