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Wie viel Arbeitsspeicher sollte ein Webhosting bieten?

Hosttest.de
Autor: HOSTTEST-Redaktion   |  04.11.2016


01-wie-viel-arbeitsspeicher-sollte-ein-webhosting-bieten.jpgFür den reibungslosen Betrieb eines Webprojektes muss das eigene Webhosting ausreichend Performance bieten. Neben Speicherplatz und Datenbanken sind hier auch weitere Kennzahlen relevant. Wie wichtig ist beispielsweise der zur Verfügung stehende Arbeitsspeicher? Dieser Frage gehen wir im folgenden Artikel auf den Grund.

In den Leistungsbeschreibungen von Webspace Paketen können Kunden die wichtigsten Kriterien auf einen Blick finden. Besonders prominent werden dabei üblicherweise der Speicherplatz, die Anzahl an verfügbaren Datenbanken und eventuell vorhandene Zusatzleistungen wie SSL-Zertifikate oder Inklusiv-Domains beworben. Eine wichtige Performance Kennzahl, auf die bei der Auswahl des passenden Pakets geachtet werden sollte, ist der Arbeitsspeicher eines Webhostings. Während die entsprechenden Werte bei virtuellen Servern oder dedizierten Servern direkt ersichtlich sind, lassen sich die Angaben zum Arbeitsspeicher bei Webspace Paketen in der Regel nicht so einfach finden. Diese verstecken sich oftmals im Kleingedruckten der Paketbeschreibungen. Dabei ist der zur Verfügung stehende Arbeitsspeicher ein durchaus relevantes Kriterium, das vor allem bei günstigen Shared Hosting Paketen auch schnell zum Flaschenhals bei der Gesamtperformance des Hostings werden kann.

Was ist der Arbeitsspeicher beim Webhosting?

Die meisten kennen den Begriff Arbeitsspeicher oder RAM (Random Access Memory) von Ihrem Computer oder Notebook zu Hause. Der Arbeitsspeicher ist Teil der Zentraleinheit auf dem Mainboard und wird vom Computer als Speicher für sämtliche Daten der gerade verwendeten Programme genutzt. Daher beeinflusst die Größe des Arbeitsspeichers direkt die Leistungsfähigkeit des gesamten Systems. Dasselbe gilt auch für Server beim Webhosting. Doch während sich die Bezeichnung Arbeitsspeicher hier lediglich bei dedizierten Servern auf die tatsächliche physische Größe des Speichers bezieht, wird mit dem Begriff bei VServern und Webspace Paketen der virtuell zur Verfügung stehende Arbeitsspeicher bezeichnet. Egal, um welche Hostingart es sich handelt, der zugesicherte Arbeitsspeicher steht dem entsprechenden Nutzer stets exklusiv für Anwendungen zur Verfügung.

Grundsätzlich sollte man noch beachten, dass der Arbeitsspeicher nicht gleich dem Wert PHP memory_limit ist. Dieser gibt lediglich den maximal nutzbaren Arbeitsspeicher pro Skriptaufruf an. Der gesamte verfügbare Arbeitsspeicher wird hingegen in der .htaccess-Datei mit dem Befehl php_value memory_limit oder in der php.ini Datei festgelegt. Am besten erkundigt man sich bei Fragen dazu direkt bei eigenen Webhosting Provider.

Wie viel Arbeitsspeicher benötigen die eigenen Webinhalte?

Der Arbeitsspeicher wird beim Webhosting in erster Linie zum Ausführen von PHP-Scripten benötigt. Vor allem beim Einsatz eines Content Management Systems wie WordPress, Joomla oder Typo3 arbeiten je nach Umfang des eigenen Webprojekts mehrere verschiedene PHP-Scripte im Hintergrund, die für die Funktionalität der Webseite essenziell sind. Daher lässt sich die Frage, wie viel Arbeitsspeicher die eigenen Webinhalte benötigen, nicht pauschal beantworten. Hier kommt es auf das verwendete Content Management System sowie die jeweiligen Funktionen der Webseite an. Ein kleiner Fotoblog auf WordPress-Basis benötigt beispielsweise weniger Arbeitsspeicher, als eine große Webcommunity auf Basis von Typo3. Die von den Entwicklern der Content Management Systeme empfohlenen Anforderungen zum Arbeitsspeicher lauten wie folgt:

Bei WordPress ist die offizielle Angabe, dass sich das CMS bereits mit 32 MB Arbeitsspeicher betreiben lässt. Das gilt allerdings nur für die reine, unmodifizierte Version von WordPress. Wer zusätzlich ein schickes Theme und ein paar Plugins verwendet, der sollte mit mindestens 64 MB oder besser sogar 128 MB Arbeitsspeicher rechnen, um einen stabilen Betrieb der eigenen Webseite zu gewährleisten.

Bei Joomla gibt es keine direkte offizielle Angabe, in Community Foren wird auch hier von einem Minimum von 64 MB Arbeitsspeicher gesprochen. Für den Betrieb umfangreicherer Projekte sollten aber auch hier besser 128 MB Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen.

Bei TYPO3 fällt die offizielle Angabe direkt höher aus. Es werden mindestens 256 MB Arbeitsspeicher empfohlen. Auch hier gilt, dass für den Betrieb umfangreicherer Projekte mit mehreren Plugins und Erweiterungen unter Umständen auch deutlich mehr Arbeitsspeicher benötigt wird.

Arbeitsspeicher beim Webhosting erweitern

Steht zu wenig Arbeitsspeicher zur Verfügung, kommt es schnell zu Performance Problemen und die gesamte Funktionalität einer Webseite wird eingeschränkt. Das kann sich auf folgende Weise bemerkbar machen: In einem Forum lassen sich dann Beiträge nur noch zeitversetzt erstellen oder bei Onlineshops treten extrem lange Ladezeiten auf, wenn man Produkte in den Warenkorb legt. All diese Probleme führen dazu, dass Nutzer sich eingeschränkt fühlen und die Webseite ohne Aktion umgehend verlassen. Im schlimmsten Fall lassen sich Scripte gar nicht mehr ausführen und es kommt zu Fehlermeldungen bzw. die gesamte Webseite kann überhaupt nicht mehr aufgerufen werden.

Bei VServern und Webspace Paketen lässt sich der Arbeitsspeicher bei Bedarf unter Umständen vom Hoster erhöhen, da prinzipiell lediglich mehr virtueller Speicher dem Paket zugewiesen werden muss. Trotzdem bestehen viele Hoster im Falle einer gewünschten Arbeitsspeichererhöhung auf ein Upgrade auf einen höherwertigen Tarif. Bei dedizierten Servern lässt sich der Arbeitsspeicher nur durch den Einbau zusätzlicher Hardware erhöhen.

Fazit

Der zur Verfügung stehende Speicherplatz spielt bei der Auswahl eines Webhostings eine wichtige Rolle. Vor allem wer für die Realisierung der eigenen Webseite ein Content Management System verwendet, der solle sich im Vorfeld über den benötigten Arbeitsspeicher Gedanken machen und ein entsprechendes Webhosting auswählen.



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