Was ist SaaS?

Kosten der neuen Domainendungen

 



Im Bereich des Cloud Computing setzt sich seit einiger Zeit ein neues Dienstleistungskonzept durch, welches mit der Abkürzung SaaS bezeichnet wird. Die Abkürzung SaaS steht für Software as a Service und bezieht sich auf eine Anwendung im IT-Bereich, die als Service angeboten wird. Anstatt Softwareprodukte komplett an Kunden zu verkaufen, bieten viele Unternehmen die eigenen Applikationen als webbasierten Service an. In den letzten Jahren konnte die Branche bereits einen Umsatzzuwachs von mehr als 20 Prozent pro Jahr verzeichnen und Marktforschungsunternehmen gehen von stetig weiter steigenden Zahlen aus. Das ist keine Überraschung, bieten die Web-Services doch sowohl für den Servicenehmer als auch für den Servicegeber zahlreiche Vorteile.

So funktioniert SaaS

Beim klassischen Anwendungsmodell muss eine Software zuerst erworben und anschließend auf das eigene System aufgespielt werden, bevor diese verwendet werden kann. Dafür wird neben qualifiziertem Fachpersonal, welches mit der Installation und Konfiguration der Software vertraut ist, auch die entsprechende technische Infrastruktur benötigt. Vor allem bei performanceintensiven Anwendungen, die starke Rechenpower oder umfangreiche Datenbanken voraussetzen, kann der Unterhalt passender Systeme hohe zusätzliche Kosten verursachen. Zudem muss die eingesetzte Software stets aktuell gehalten werden oder ist sogar an kostspielige Wartungsverträge gekoppelt. Bei größeren Updates kann es zu Einschränkungen beim täglichen Arbeitsablauf kommen.

Bei SaaS übernimmt der Serviceanbieter den gesamten Betrieb der Anwendung. Neben der Betreuung der kompletten technischen Seite kümmert sich der Dienstleister auch um die Verwaltung der Applikation selbst. Dies umfasst Sicherheitsupdates oder Aktualisierungen auf neue Versionen. Der Anwender benötigt lediglich einen einfachen Computer mit Internetanbindung, um den kompletten Service nutzen zu können. Die Bezahlung erfolgt meist in Abhängigkeit von der Nutzung. Dies kann eine monatliche Pauschale oder ein fester Betrag pro Anwender sein. Je nach Servicegeber und Produkt werden verschiedene Modelle angeboten. Häufig ist eine Art Flatratemodell erhältlich, wobei Gebühren lediglich pro Monat oder Nutzer anfallen. Eine andere Variante ist es, die Basisversionen eines Services kostenlos anzubieten und für optionale Zusatzfunktionen eine Gebühr zu erheben.

Vorteile für Anwender

  • Niedriger Verwaltungsaufwand
  • Niedrige Anschaffungskosten
  • Höhere Flexibilität
Die Nutzung von Software as a Service bringt allerdings für den Anwender eine gewisse Abhängigkeit gegenüber dem Anbieter mit sich. Da die verwendete Software komplett auf der Infrastruktur des Servicegebers läuft, hat man selbst keinen Einfluss darauf. Individuelle Anpassungen lassen sich deshalb nur sehr schwierig und wenn überhaupt nur in direkter Absprache mit dem Anbieter durchführen. Zudem hat der Dienstleister vollen Zugriff auf die eigenen Daten und Transaktionen, die über den Service laufen. Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass Datensicherheitsbestimmungen korrekt eingehalten werden.

Nachteile für Anwender

  • Höhere Abhängigkeit
  • Schwierige Individualisierung
  • Geringere Datensicherheit
Für Anbieter von SaaS Produkten eröffnet sich einerseits die Möglichkeit, das eigene Angebot um weitere IT Leistungen auszubauen und somit zusätzliche Einnahmen zu erzielen, als der einfache Verkauf der Software einbringen würde. Andererseits eignet sich das Konzept ideal, um Kunden für lange Zeit zu binden und mit einmal gewonnenen Kunden regelmäßig Einkünfte zu generieren. Software, die nur als Dienstleistung erhältlich ist, lässt sich auch nicht von Hackern raubkopieren und illegal vertreiben.

Vorteile für Anbieter

  • Umfangreicheres Leistungsangebot
  • Langfristige Kundenverträge
  • Schutz vor Raubkopien
Risiken für den Anbieter beschränken sich zum einen auf die hohe Anfangsinvestition in Software und Infrastruktur sowie die zwar regelmäßig aber eben langsame Amortisation der Investition. Zum anderen sollte auf strengste Sicherheitsmaßnahmen geachtet werden, da vor allem bei sensiblen Themen wie Datensicherheit negative Publicity schnell zu ernsten Imageschäden für das Unternehmen führen kann.

Nachteile für Anbieter

  • Hohe Investition
  • Sicherheitsrisiko
Software as a Service eignet sich besonders für Firmen, die beim Einsatz von Anwendungen möglichst flexibel bleiben möchten. Unternehmen, die sich nicht mit der Installation und Pflege einer Software oder mit dem Betrieb der entsprechend benötigten Systeme belasten möchten, können vom neuen Dienstleistungskonzept profitieren. Besonders für Projektarbeiten mit einer variablen Anzahl an Mitarbeitern oder über begrenzte Zeiträume ist SaaS ideal geeignet, da Lizenzen für einzelne Benutzer bequem erweitert und auch wieder gekündigt werden können.

Beispiele für Software as a Service Anwendungen

  • Google Dienste wie Gmail oder Google Docs
  • Googles zahlreiche Anwendungen kennt und nutzt fast jeder, der im Internet unterwegs ist. Diese sind ein klassisches Beispiel für kostenfreie SaaS Anwendungen. Kunden können von überall aus im Internet die Dienste in Anspruch nehmen, ohne auf dem eigenen Rechner Software installieren zu müssen. Mehr Informationen dazu finden Sie direkt auf google.de
  • Microsoft Office 365
  • Seit 2011 steht Microsofts bekannte Office Anwendung auch als webbasierter Service zur Verfügung. Anwender können bequem über das Internet Powerpoint-Präsentationen, Excel-Tabellen und Word-Dokumente erstellen und bearbeiten. Informationen finden Sie direkt bei Microsoft unter http://office.microsoft.com/de-de/business/
  • Salesforce.com
  • Das amerikanische Unternehmen ist der größte Anbieter von Cloud Computing Lösungen für Unternehmen im Bereich von CRM (Customer Relationship Management) Software. Firmen auf der ganzen Welt nutzen die Services des Anbieters zur praktischen Verwaltung ihrer Kundendaten. Weitere Informationen können Sie der Webseite entnehmen unter http://www.salesforce.com/de/
  • Exchange Hosting
  • Zahlreiche Webhoster bieten mit einem Exchange Hosting ihren Kunden die Möglichkeit, den professionellen E-Mail-Dienst von Microsoft für die Unternehmenskommunikation zu nutzen. Kunden können damit neben dem E-Mail-Verkehr auf zahlreiche Features für Terminplanung, Kontaktverwaltung und die Zusammenarbeit in Gruppen zurückgreifen. Wenn auch Sie von den Vorteilen von Software as a Service profitieren möchten, finden Sie passende Angebote in unserem Exchange Hosting Anbieter Vergleich.

 

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