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Doppeldeutige Domainendungen - welche sind die beliebtesten?

Autor: HOSTTEST-Redaktion   |16.02.2022

doppeldeutige DomainendungenDas Kürzel einer Top Level Domain (TLD) gibt in der Regel eine nähere Auskunft über ihren Charakter oder ihre Art - in einigen Fällen existieren allerdings speziell bei den länderspezifischen Country Code TLD (ccTLD) doppeldeutige Domainendungen, die eine andere Verwendung als ursprünglich vorgesehen suggerieren. Viele unter ihnen beziehen sich auf kurze englische Begriffe oder Abkürzungen, andere wiederum sind für weitere Sprachen interessant, in denen sie eine besondere Bedeutung besitzen. Besonders bei einem Einsatz zu kommerziellen, repräsentativen oder informativen Zwecken können sich doppeldeutige Domainendungen lohnen, um Aufmerksamkeit zu erregen, ein Wortspiel zu schaffen oder einen Inhalt zielgerichtet zu präsentieren.

Doppeldeutige Domainendungen - was steckt dahinter?

Generische Domains gehören zu den ältesten Endungen und hatten primär das Ziel, wie die .com Domain für commercial oder auf Deutsch kommerziell, die .org Domain für Organisation oder die .net Domain für Network oder Netzwerk den Zweck zu kennzeichnen oder den Inhaber fest einer bestimmten Branche beziehungsweise Aufgabe zuzuordnen. Die erste große Erweiterung erfolgte Ende der 1980er Jahre mit der Einführung einer aus zwei Buchstaben zusammengesetzten ccTLD für länderspezifische Domains, wobei sich die Kombination an der nationalen statt an der englischen Schreibweise orientierte. Da diese Entscheidung bereits Jahre vor der Entstehung eines öffentlichen Internets fiel, beachteten die verantwortlichen Wissenschaftler und Informatiker bei der Auswahl für länderspezifische Domains doppeldeutige Domainendungen nicht und schenkten populären Abkürzungen oder kurzen Wörtern kein Interesse.

Erst mit der kommerziellen Nutzung des Internets Mitte der 1990er Jahre gerieten entsprechende doppeldeutige Domainendungen in den Fokus der Aufmerksamkeit, die eine attraktive Alternative suchten, um vergebene generische Domains durch eine andere Top Level Domain zu ersetzen oder einen einschlägigen Namen zu schaffen. Da länderspezifische Domains zu diesem Zeitpunkt allerdings ihre Vergabe noch meist an strikte Regeln und Beschränkungen knüpften, waren diese zunächst für internationale Aktivitäten weitgehend uninteressant.

 

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Was sind populäre doppeldeutige Domainendungen?

Um den Mangel an kurzen und attraktiven Domainadressen - in der Informatik und Netzwerktechnik meist als Uniform Resource Locator (URL) oder Fully Qualified Domain Name (FQDN) bezeichnet - zu beheben, der sich rasch durch die explodierende Nachfrage abzeichnete, erweiterte die 1998 gegründete und seitdem für die Vergabe zuständige Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) seit 2000 schrittweise das bestehende System der Top Level Domain zunächst um Kürzel wie die .info Domain, .biz Domain oder .asia Domain. Ab 2008 erfolgte in einem dritten Schritt eine radikale Ausweitung um weitere Endungen, bei denen die Verwaltung der neuen Top Level Domain (nTLD) an externe Organisationen und Institutionen übertragen wurde. Weil sich diese explizit an eine breite Öffentlichkeit richteten, waren bei diesem Prozess doppeldeutige Domainendungen weitgehend ausgeschlossen. In einigen wenigen Fällen entstehen diese allerdings durch moderne Trends, deren Abkürzungen in den alltäglichen Sprachgebrauch aufgenommen werden.

Doppeldeutige Domainendungen entfallen deshalb auch heute noch fast immer auf länderspezifische Domains und zeigen sich aufgrund ihrer mittlerweile liberalen Vergabepolitik interessant für überregionale, thematische oder inhaltliche Verwendung. Die beliebtesten unter ihnen sind:

  • .me Domain: Top Level Domain für Montenegro, entspricht dem englischen Pronomen me (mich, mir)
  • .tv Domain: Top Level Domain für den pazifischen Inselstaat Tuvalu, interessant für Fernsehen und Videoanbieter
  • .it Domain: Top Level Domain für Italien, identisch zu dem englischen it (es)
  • .to Domain: Top Level Domain für den pazifischen Inselstaat Tonga, nach der englischen Richtungsbeschreibung to (zu, nach)
  • .io Domain: Top Level Domain für das Britische Territorium im Indischen Ozean, steht in der Elektronik für Input/Output (Eingang/Ausgang)
  • .es Domain: Top Level Domain für Spanien, beliebt in Deutschland wegen des gleichlautenden Pronomen Es
  • .co Domain: Top Level Domain für Kolumbien, wird aktiv als Alternative zu der .com Domain vermarktet
  • .ai Domain: Top Level Domain für da karibische Überseegebiet Anguilla, hat sich als Abkürzung für Artificial Intelligence etabliert
  • .fm Domain: Top Level Domain für Mikronesien, dient als Bezeichnung für die Kurzwelle beim Radio
  • .ws Domain: Top Level Domain von Samoa, das die Endung als Kürzel für die Beschreibung WebSeite bewirbt
  • .ag Domain: Top Level Domain für den karibischen Inselstaat Antigua und Barbuda, beliebt bei deutschen Aktiengesellschaften (AG)
  • .in Domain: Top Level Domain von Indien, entspricht der englischen und deutschen Ortsangabe in

Doppeldeutige Domainendungen mit einer englischen Bedeutung oder Abkürzung erfreuen sich einer weltweit großen Nachfrage, was die Reservierung eines attraktiven Namens erschwert. Da viele beliebte Phrasen und Formulierungen bereits vergeben sind, erfreuen sie sich mittlerweile wachsender Beliebtheit bei Unternehmen, die doppeldeutige Domainendungen als Beschreibung einer Branche oder ihres Betriebs verwenden. Im Vergleich dazu sind länderspezifische Domains in einer anderen Sprache relativ häufig verfügbar, wobei hier ebenfalls ein steigendes Interesse zu verzeichnen ist. So finden sich mittlerweile zum Beispiel zunehmend kommerzielle Anbieter, Ratgeber und andere Plattformen, die kurze Fragen nutzen, die auf das Personalpronomen es enden. Doppeldeutige Domainendungen zählen daher vor allem bei innovativen Startups zu den beliebteren Domain Arten auf dem Markt.

Lassen sich doppeldeutige Domainendungen frei registrieren?

Ob sich doppeldeutige Domainendungen ohne Auflagen registrieren und beliebig verwenden lassen, entscheidet zunächst ausschließlich der für die Vergabe verantwortliche Betreiber. Allerdings hat sich für länderspezifische Domains seit Mitte der 2000er Jahre weltweit eine liberale Praxis etabliert, die keine Bedingungen wie einen inländischen Wohnsitz vorsieht oder die Betreuung durch einen von Domainprovidern gestellten Treuhänder ohne Einschränkungen akzeptiert. Einige Staaten wie zum Beispiel die pazifischen Inselnationen Tuvalu oder Tonga generieren sogar durch die Vergabe von Domains einen erheblichen Anteil an ihrem Bruttosozialprodukt und werben gezielt um Kunden aus dem Ausland. Allerdings hat sich die Bedeutung, die doppeldeutige Domainendungen besitzen können, mittlerweile so stark etabliert, dass der Gesetzgeber anderer Staaten ihre Verwendung reguliert. Schließlich werden doppeldeutige TLDs auch gerne als Tippfehler-Domains beim Typosquatting missbraucht. So bestätigte zum Beispiel der Bundesgerichtshof 2005 ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg, dass eine .ag Domain in Deutschland ausschließlich von einer eingetragenen Aktiengesellschaft verwendet werden darf und die Schreibweise der Internetadresse dem exakten Firmennamen entsprechen muss. Aktive Überprüfungen dieser Bedingungen oder eigenständige Ermittlungen zur Ahndung von Verstößen führen die Justizorgane oder die Polizei allerdings nicht durch.

 

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Bildnachweis: Gerd Altmann auf Pixabay



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