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Was ist der A-Record Eintrag einer Domain im Nameserver

Autor: Hosttest Redaktion   |24.08.2020

A-Record erklärtDas Adressverzeichnis für Domains im Internet besteht aus einem dezentralen Verbund von Domain Name Server (DNS), die die Zuordnung einer Webseite zu einer weltweit einmaligen Adresse als Internet Protokoll Version 4 (IPv4) übernimmt. Die Informationen zu einer konkreten Domain sind dabei in einem fest definierten Format als sogenannter A-Record hinterlegt, während ein separater AAAA-Record die Version 6 der IP-Adresse Version 6 (IPv6) speichert. Bei jedem Aufruf einer Webseite oder bei der Zustellung einer E-Mail kontaktieren die verwendeten Dienste wie Browser oder Mailserver einen für die Verbindung zuständigen Nameserver. Dieser sendet ihm auf Anfrage den für die jeweilige Domain eingetragenen A-Record und übernimmt somit die Auflösung der Adressen in ein für Computer lesbares Format.

Welche Einträge speichert ein DNS Nameserver?

Die im A-Record hinterlegte IP-Adresse besitzt die Aufgabe, den Server eindeutig zu identifizieren, der für eine registrierte Domain verantwortlich ist. Dazu speichern die DNS alle relevanten Informationen in einer Reihe von Datensätzen - nach den englischen Bezeichnungen A-, C- oder MX-Record genannt - ab, die jeweils aus einem oder mehr Einträgen bestehen. Insgesamt stellen die DNS Nameserver bei einer Abfrage einem Client bis zu acht verschiedene Einträge zur Verfügung:

  • A-Record: enthält die zu einer Domain und deren Subdomains gehörenden IPv4 Adressen
  • AAAA-Record: verweist auf die IPv6 Adressen von Domains und Subdomains
  • CNAME-Record: verknüpft den Namen einer Domain mit einer anderen (Sub-)Domain
  • MX-Record: beinhaltet Informationen für einen Mailserver über verantwortliche Domains
  • PTR Resource Record: ermöglicht die Zuordnung einer IP zu einer Domain (Reverse Lookup)
  • TXT Resource Record: speichert einen frei definierbaren Text zu einem Namen
  • SOA Resource Record: Daten über Parameter einer Abfrage und der Zone des Nameservers
  • NS Resource Record: Konfiguration, Status und Verknüpfung des DNS

Für die Einrichtung einer Webseite oder eines Mailservers besitzen lediglich die ersten vier Datensätze eine relevante Bedeutung, die vier folgenden weisen einen eher beschreibenden oder ergänzenden Charakter auf. Auf einige Records, die technische Parameter enthalten - zum Beispiel der NS Resource Record - haben Nutzer zudem keinen direkten Einfluss. Die darin aufgeführten und global auf dem Nameserver gültigen Einstellungen gibt der Betreiber vor. Bei den Records handelt es sich ausschließlich um Daten. Verwendete Netzwerkprotokolle oder Sicherheitsmaßnahmen wie eine Verschlüsselung über TLS, SSL oder StartTLS stehen in keinem Zusammenhang zu einem A-Record. Die Einträge können bei einem guten Domain Anbieter vom Kunden selbstständig vorgenommen werden.

 

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Wie ist der A-Record-Syntax für Einträge?

Der A-Record besteht wie alle Einträge auf einem DNS aus einem simplen, nicht binär codierten Klartext. Jede Zeile beschreibt dabei einen separaten Eintrag, der sich auf eine Domain oder Subdomain bezieht. Damit keine fehlerhaften Einträge erfolgen, unterzieht der Nameserver oder das Webinterface jede Änderung einem formellen A-Record-Check, bei dem der Inhalt und die Berechtigung zur Manipulation von Einträgen überprüft wird.

Ein typischer A-Record besteht aus unterschiedlichen Parametern, die nicht alle zwingend angegeben werden müssen. Diese bestehen aus:

  • Öffentlicher Name der Domain oder Subdomain
  • (Optional) Time to Live (TTL) ist die maximale Zeit, die ein A-Record im Cache gültig ist
  • (Optional) Klasse des Eintrags, standardmäßig IN für Internet
  • Typ des Eintrags, hier der Buchstabe A für A-Record
  • (Optional) Länge des Eintrags in Byte
  • IP-Adresse des dedizierten oder virtuellen Servers, der diese Domain hostet

Fehlen die Angaben zu TTL, Klasse und Länge, übernimmt der Nameserver für diese Standardwerte, die entweder global definiert sind oder der A-Record lokal in den ersten Zeilen festlegt. Jeder A-Record verwendet die oben angegebene Reihenfolge und trennt sie durch ein oder mehrere Leerzeichen, woraus sich der folgende A-Record-Syntax ergibt (Angaben, die in Klammern stehen, können weggelassen werden):

() () ()

Ein typischer A-Record: Beispiele mit Erklärung

Die folgenden Beispiele zeigen einen A-Record für example.org und zwei weitere für Subdomains, von denen einer für einen Onlineshop auf einem externen Server, der zweite für einen ebenfalls unabhängigen Mailserver verwendet wird:

example.com. 3600 IN A 0.0.0.0
shop.example.com. 3600 IN A 1.1.1.1
mail.example.com. 7200 IN A 2.2.2.2

Die formale Konvention schreibt vor, dass hinter jedem Namen ein zusätzlicher Punkt (.) steht. Die ersten beiden Einträge definieren eine Frist von 3600 Sekunden oder zwei Stunden, die ein Client den A-Record im Cache speichert. Nach deren Ablauf - im Falle des Mailservers erst nach vier Stunden - erfolgt eine erneute Abfrage.

Welche Alternativen zu einem A-Record bestehen?

Adressen in dem Format IPv6 stehen in einem AAAA-Record, der einen analogen Aufbau zum A-Record besitzt. In anderen Fällen ist es hingegen sinnvoll, stattdessen einen CNAME-Record zu verwenden, der von einem anderen Namen auf einen A-Record verweist. Einige häufig benutzte Beispiele sind:

www.example.com. IN CNAME example.com.
ftp.example.com. IN CNAME example.com.
example.org IN CNAME example.com.

Hier verweisen alle drei Namen auf die Domain example.com, sodass deren Server jede Anfrage entgegennimmt, die an eine der Subdomains adressiert wurde.

Wie lässt sich ein A-Record eintragen oder verändern?

Jeder große Domainprovider betreibt eigene Nameserver, die seine Kunden nach dem Registrieren einer Internetadresse verwenden. Der Zugriff erfolgt über das Webinterface im Kundenbereich, wo diese einen neuen Record anlegen und die bestehenden Einträge verwalten können. Ein integrierter A-Record-Check verhindert bei diesen fehlerhafte Konfigurationen und Missbrauch.

 

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Foto: fancycrave1 von Pixabay

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