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Domainvergabe - wer ist für Internetadressen zuständig?

Jeder Computer muss eine eigene, individuelle Adresse besitzen, um von dem Internet aus erreichbar zu sein und mit anderen Teilnehmern zu kommunizieren. Diese kann entweder aus einer Domain wie NAME.TLD oder aus einer numerischen IP-Adresse bestehen. Für die Domainvergabe sind je nach Top Level Domain (TLD) unterschiedliche Institutionen und Gesellschaften wie beispielsweise die DENIC für eine .de Domain zuständig. Die IP-Adressen von Europa, dem Nahen Osten und Zentralasien werden hingegen von dem Réseaux IP Européens Network Coordination Centre (RIPE NCC) mit Hauptsitz in Amsterdam verwaltet. Eine Domain ist in nahezu allen Fällen fest mit einer IP-Adresse verknüpft. Diese Angaben werden wiederum in einem Nameserver (DNS) gespeichert und ermöglichen es einem Browser, zum Beispiel den zugehörigen Server für eine .de Domain abzufragen.

Wie erfolgt eine Domainvergabe?

Jede natürliche oder juristische Person kann eine freie Domain für die eigene (oder fremde) Verwendung registrieren lassen. Freie Domains lassen sich einfach, schnell und übersichtlich durch einen Domaincheck abfragen, der den Wunschnamen mit bestimmten TLD kombiniert und dessen Verfügbarkeit anzeigt. Für die Domainvergabe sind TLD Verwalter zuständig, die sich dazu verpflichtet haben, eine TLD für einen Zeitraum von etwa 15 Jahren auf eigene Kosten zu verwalten. Viele von ihnen sind wie die ICANN oder die für die .de Domain zuständige DENIC Non-Profit-Organisationen. Es können aber auch kommerzielle Unternehmen oder staatlich-private Kooperationen als Verwalter sogenannter Sponsored Domains (sTLD) fungieren, falls sie die von der ICANN aufgestellten Voraussetzungen erfüllen.

Wenn der Domaincheck eine freie Domain ermittelt, kann ein Interessent diese durch einen Provider oder Webhoster auf seinen Namen registrieren lassen. Der Ablauf einer Domainvergabe umfasst folgende Schritte:

  • Ein Domaincheck ermittelt eine freie Domain
  • Der Interessent stellt einen schriftlichen, kostenpflichtigen Antrag an einen Provider
  • Der Provider übermittelt die Daten an den Registrar
  • Der TLD Verwalter überprüft die Verfügbarkeit
  • Der TLD Verwalter trägt die Registrierung in seine Datenbank ein
  • Der Provider informiert seinen Kunden über die erfolgreiche Domainvergabe

Eine Domainvergabe ist stets kostenpflichtig und erfolgt über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr, kann aber auch längere Fristen bis zu 15 Jahren umfassen. Die Preise für eine Domain sind in erster Linie von ihrer TLD abhängig und bewegen sich zwischen wenigen Euro bis mehreren Hundert Euro im Jahr - bei einer .de Domain beginnen günstige Angebote bei etwa drei Euro für zwölf Monate. Die Kosten für eine Domainvergabe unterliegen dem freien Wettbewerb und können sich zwischen unterschiedlichen Anbietern teilweise erheblich unterscheiden. Ein Domaincheck hilft dabei, ein angemessenes Angebot zu finden. Es muss jedoch nicht zwangsläufig immer das günstigste auf dem kaum zu überblickenden und sich schnell wandelnden Markt sein.

Wofür dient eine IP-Adresse und wer kann sie registrieren?

Ein Computernetzwerk kann eine Domain nicht direkt verwenden und kommuniziert intern ausschließlich über die numerischen IP-Adressen. Da diese Zahlencodes allerdings wenig benutzerfreundlich und schwer zu merken sind, wurden als Zwischenebene zwischen Mensch und Netzwerk die Domains eingerichtet. Seit 2011 wird das aus dem Anfang der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts stammende Format IPv4 Schritt für Schritt durch das neuere IPv6 ersetzt, das eine ungleich höhere Zahl von Adressen zulässt. IP-Adressen in Europa werden anders als bei der Domainvergabe zentral von der RIPE NCC verwaltet. Die RIPE NCC teilt sie ausschließlich Unternehmen und Institutionen mit einem umfangreichen IT-Netzwerk zu - zum Beispiel Internet Providern, Universitäten und Großkonzerne. Diese erhalten entsprechend ihrem Bedarf einen Adressraum, aus dem sie IP-Adressen für ihre Infrastruktur nutzen und weitere an Kunden vergeben. Nach einer Domainvergabe wird die IP-Adresse des verwendeten Servers einmalig für die Einrichtung der Nameserver benötigt - anschließend werden Anfragen beispielsweise an eine .de Domain automatisch aufgelöst und an den entsprechenden Computer weitergeleitet.

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