Uptime und Downtime bei Webhosting Angeboten

Autor:   |  24.06.2016


Wer sich auf der Suche nach einem passenden Webhosting Anbieter befindet, der stößt in der Regel schnell auf Angaben zur Uptime oder Downtime des Hostings. Was es genau mit diesen Werten auf sich hat und was bei der Auswahl eines Hostings beachtet werden sollte, das möchten wir Ihnen nun im folgenden Artikel erklären.

Betreiber einer eigenen Webseite müssen zwangsläufig von Zeit zu Zeit mit Ausfällen rechnen. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob man ein günstiges Shared Hosting Paket oder einen eigenen Server benutzt. Denn Ausfälle, auch Downtimes genannt, kommen bei sämtlichen Webhostingvarianten vor. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls auf einem Shared Hosting höher, da hier weitere Faktoren, wie beispielsweise der Einfluss andere Kunden oder die höhere Auslastung der Systeme dazu kommen. Für Webseitenbetreiber sind Downtimes eine ernst zu nehmende Sache, da sich die Nichterreichbarkeit der eigenen Webseite negativ auf die Besucherzahlen und somit auch den Umsatz der Webseite auswirkt. Obwohl die meisten Webhosting Anbieter eine Erreichbarkeit, auch Uptime genannt, von um die 99% garantieren, ist es unwahrscheinlich, dass die eigene Webseite zu 100 % immer erreichbar ist.

Verschiedene Arten von Downtimes

Die Ursachen für die Nichterreichbarkeit einer Webseite sind vielzählig und lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen, mit denen Webseitenbetreiber rechnen müssen.

Ungeplante Downtimes

In diese Kategorie fallen sämtliche Ursachen, die dazu führen, dass die eigene Webseite ohne vorherige Warnung ausfällt. Dies kann verschiedene Gründe haben wie beispielsweise:
  • Ausfall technischer Komponenten des Servers
  • Ausfall technischer Infrastruktur im Rechenzentrum
  • Software Probleme
  • Menschliche Fehler
  • Einflüsse höherer Gewalt wie Katastrophen oder Unfälle

Geplante Downtimes

Da bei jedem Server sowohl Hardware als auch Software regelmäßig gewartet werden müssen, kann es auch im Zusammenhang mit Softwareupdates oder Hardwareupgrades zu Ausfällen kommen. Diese werden aber im Voraus vom Webhosting Anbieter angekündigt und in der Regel zu Zeiten durchgeführt, an denen sowieso nur wenige Besucher auf der Webseite sind. Meistens erfolgen die Wartungsarbeiten daher in den Nachtstunden.

Was sagt die Uptime aus?

Uptime ist das Gegenteil von Downtime und bezeichnet im Fachjargon den Zeitraum, in dem der Server samt Webseiten online und erreichbar ist. Die Server verfügen also über Strom, sind mit dem Internet verbunden und für Besucher von außen erreichbar. Die Uptime wird vom Webhoster üblicherweise als Prozentzahl angegeben und bezieht sich auf den Zeitraum, in dem die Server erreichbar sind. Durch interne Sicherheitsmaßnahmen und Backupsysteme sorgt der Hosting Anbieter dafür, die Uptime möglichst hochzuhalten.

Aber was bedeuten die Prozentzahlen genau?
  • 99.9 % Uptime entspricht maximal 1 Stunde Downtime pro Monat
  • 99.95 % Uptime entspricht maximal 30 Minuten Downtime pro Monat
  • 99.99 % Uptime entspricht maximal 5 Minuten Downtime pro Monat
Keinem Anbieter ist es möglich, eine Uptime von 100% anzubieten. Dafür gib es einfach zu viele Faktoren, wie Netzwerkprobleme, Stromversorgung, Hardwareschäden, Software Probleme, menschliche Fehler, die einen Ausfall bewirken könnten Trotzdem schaffen es einige Anbieter mit 0 % Downtime über einen langen Zeitraum von mehreren Monaten oder sogar Jahren zu kommen. Aber früher oderspäter wird immer etwas Unvorhersehbares passieren, das zu einem kurzfristigen Ausfall führt.

Achtung bei der Wahl des Webhosting Anbieters

Oftmals sind die geplanten Wartungsarbeiten nicht in den Prozentangaben zur Uptime eingerechnet. Diese beziehen sich lediglich auf unvorhersehbare Ausfälle. Das heißt, bei einem Webhoster mit 99.9 % Uptime Garantie muss man die Downtime einer geplanten Wartung noch abziehen.

Die Uptime ist also ein entscheidender Faktor, wenn es um den Erfolg der eigenen Webseite geht. Bei der Wahl des passenden Webhosters sollte man daher auch dieses Kriterium bei der Entscheidung unbedingt beachten. Um einen guten Webhoster zu finden, sollte man sich aber nicht nur auf die Uptime Angaben verlassen, sondern auch Erfahrungsberichte und Bewertungen von anderen Kunden berücksichtigen.

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