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    OpenCloud Hosting: Managed Cloud oder eigener Server?

    Du interessierst dich für OpenCloud Hosting? Hier erfährst du, was die Open-Source-Cloud aus Berlin kann, was du für den eigenen Betrieb brauchst und worauf du bei Managed Hosting achten solltest. Managed-Angebote sind bisher nur begrenzt verfügbar; wenn für deine Region Tarife gelistet sind, siehst du sie in der Vergleichsliste.

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    * Bei hosttest ist lediglich eine Auswahl von Anbietern zu finden. Mit Sternchen gekennzeichnete Angebote weisen weitere Bedingungen auf der Angebotsdetailseite aus. Mehr Informationen zu unseren Ranking- und Sortierungsdetails

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    OpenCloud Hosting: das Wichtigste in Kürze

    OpenCloud ist eine junge Open-Source-Plattform für Dateien und Teamarbeit, die ohne Datenbank auskommt. Du kannst sie selbst betreiben oder als Managed Cloud über einen Partner nutzen. Für den Betrieb brauchst du einen Linux-Server und ein POSIX-konformes Dateisystem.

    Das Marktangebot steht noch am Anfang: In unserem Vergleich ist derzeit (Stand: November 2026) ein Anbieter aus Österreich gelistet, dessen Tarife nur auf unserem österreichischen Portal erscheinen. Für viele Leser ist deshalb auch der eigene Server eine realistische Option. Eine Rangfolge von Anbietern ergibt bei dieser Marktlage keinen Sinn, darum geht es hier vor allem um die Kriterien für deine Auswahl.

    Was ist OpenCloud?

    OpenCloud ist die Lösung der Berliner Heinlein Gruppe für Dateiaustausch und Zusammenarbeit. Die Software basiert auf einem Fork von ownCloud Infinite Scale, die Ankündigung erfolgte Anfang 2025. Der Server ist in Go geschrieben und steht unter der Apache-Lizenz 2.0.

    Die Community Edition ist frei verfügbar. Daneben gibt es kommerzielle Pläne, die Produktions- und LTS-Versionen sowie je nach Stufe Support enthalten. Für Betreiber ist das wichtig: Installation, Migration und Upgrades deckt die Subscription laut Hersteller nicht ab, dafür sind Partner zuständig.

    Funktionen im Überblick

    • Spaces: Gemeinsame Arbeitsbereiche für Teams und Projekte, in denen Dateien und Rechte auch beim Personalwechsel erhalten bleiben.
    • Versionen: Dateien werden automatisch versioniert, frühere Stände lassen sich wiederherstellen.
    • Suche: Volltext- und Metadatensuche mit Filtern und Tags.
    • Virenschutz: Eine Prüfung auf Schadsoftware und Ransomware ist vorgesehen; in den kommerziellen Plänen ist die Schnittstelle dafür den Stufen Professional und Premium zugeordnet.
    • Web Office: Dokumente lassen sich im Browser gemeinsam bearbeiten, in der Regel mit Collabora. Der Collaboration-Dienst spricht das WOPI-Protokoll und kann auch andere Dokumentenserver anbinden.
    • Clients: Desktop-Apps für Windows, macOS und Linux sowie Apps für Android und iOS.

    Für die Anmeldung setzt OpenCloud auf OpenID Connect. Du nutzt dafür den eingebauten Identity Provider oder bindest einen vorhandenen Dienst wie Keycloak an, was auch den Weg zu Single Sign-on und Zwei-Faktor-Anmeldung öffnet.

    OpenCloud Anforderungen an den Server

    Die Dokumentation nennt für Produktivsysteme Linux als Betriebssystem. Eine Datenbank ist nicht nötig, denn OpenCloud legt alle Daten im Speicher ab. Umso wichtiger ist die Speicherschicht:

    • Bis etwa 10 Nutzer: Laut Dokumentation reichen eine 1-GHz-CPU mit einem Kern und 512 MB RAM.
    • Bis etwa 1.000 Nutzer: Genannt werden eine 2-GHz-CPU mit zwei Kernen und 8 GB RAM.
    • Dateisystem: Vollständig POSIX-konform, lokal etwa ext4, XFS oder ZFS, im Netzwerk etwa CephFS oder NFS ab Version 4.2.
    • Objektspeicher: Mit dem passenden Treiber kann S3-Speicher eingebunden werden.
    • Speicherleistung: Die IOPS sollten nicht begrenzt sein.

    Die Mindestwerte gelten ohne Zusatzdienste. Web Office, Suche und viele gleichzeitige Clients erhöhen den Bedarf. Für den Einstieg bietet sich ein vServer für OpenCloud an, der genügend RAM und schnellen Speicher mitbringt.

    Managed Cloud oder selbst hosten?

    Laut Hersteller gibt es OpenCloud on premise oder als SaaS über ausgewählte Partner. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wer sich um den Betrieb kümmert.

    OpenCloud: Managed Cloud und eigener Server
    KriteriumManaged CloudEigener Server
    Einrichtung und Updatesbeim Anbieterbei dir
    Identity Provider und Domainvom Anbieter vorbereitet, Umfang je nach Tarifselbst konfigurieren
    Web Officeje nach Tarif, teils als Zusatzoptioneigener Dokumentenserver nötig
    Verfügbarkeitbisher wenige Anbieterbei jedem passenden Server möglich
    Passt zuUnternehmen ohne eigene AdministrationTeams mit Linux-Erfahrung

    Ein Beispiel für Managed Hosting ist myDC Cloud Services aus Wien. Das Unternehmen betreibt eigene OpenCloud-Instanzen für Unternehmenskunden in Österreich und bietet Office im Browser mit Collabora als kostenpflichtige Option an.

    Datenschutz, Sicherheit und Backups

    Alle Verbindungen sind laut Whitepaper TLS-verschlüsselt. Die Verschlüsselung gespeicherter Daten ist dagegen keine feste Standardeigenschaft: Das Whitepaper beschreibt optional SSE-C bei Objektspeichern und clientseitige Verschlüsselung als Erweiterung. Die Planübersicht führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für kommerzielle Pläne auf. Frag deshalb konkret nach, was bei deinem Anbieter oder deiner Version enthalten ist.

    Backups nicht vergessen

    Da OpenCloud keine Datenbank nutzt, stecken Dateien und Metadaten im Speicher. Eine Sicherung muss diese Daten vollständig und konsistent erfassen. Teste die Wiederherstellung regelmäßig, bevor du dich darauf verlässt.

    Beim Managed Hosting solltest du außerdem klären, wo die Server stehen, ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung möglich ist und wer im Notfall auf die Daten zugreifen kann.

    Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest

    • Bekommst du eine eigene Instanz oder eine gemeinsam genutzte Umgebung?
    • Wie setzt sich der Preis zusammen, etwa aus Nutzern, Speicher und Zusatzoptionen?
    • Sind Web Office, Volltextsuche und Virenscan enthalten oder Optionen?
    • Richtet sich das Angebot auch an Privatkunden oder nur an Unternehmen?
    • In welchem Land stehen die Server, und für welche Länder ist der Tarif buchbar?
    • Wie laufen Updates, Backups und ein späterer Umzug ab?

    OpenCloud, Nextcloud, ownCloud oder Seafile?

    Die vier Lösungen unterscheiden sich vor allem in Umfang und Technik. Nextcloud ist die breiteste Plattform mit Chat, Groupware und Office. Sie benötigt PHP und eine Datenbank, dafür ist die Auswahl beim Nextcloud Hosting am größten. ownCloud ist der enge Verwandte: Das aktuelle Infinite Scale teilt die Herkunft mit OpenCloud, daneben wird das klassische ownCloud 10 weiter gepflegt. Passende Tarife zeigt der Vergleich für ownCloud Hosting.

    Seafile verfolgt mit Bibliotheken und Blockspeicher einen eigenen Ansatz und bietet mit verschlüsselten Bibliotheken eine klar dokumentierte clientseitige Verschlüsselung. Die aktuellen Tarife findest du beim Seafile Hosting. Die Herkunft der beiden älteren Projekte erklärt unser Artikel Nextcloud vs. ownCloud.

    Häufige Fragen zum OpenCloud Hosting

    Ist OpenCloud kostenlos?

    Die Community Edition ist Open Source und kostenlos. Kommerzielle Pläne mit Produktions- und LTS-Versionen beginnen laut Hersteller bei 2 Euro pro Nutzer und Monat, wobei das Beispielpreise sind. Managed Hosting kostet je nach Anbieter extra.

    Braucht OpenCloud eine Datenbank?

    Nein. Das Backend speichert alle Daten im Dateisystem. Du sparst dir damit den Betrieb einer Datenbank, solltest aber ein passendes, schnelles Dateisystem einplanen.

    Läuft OpenCloud auf normalem Webspace?

    Nein. OpenCloud ist keine PHP-Anwendung. Du brauchst einen Server, auf dem du Dienste selbst starten kannst, zum Beispiel einen vServer, oder ein Managed-Angebot.

    Warum sehe ich hier keine oder nur wenige Angebote?

    Managed OpenCloud wird bisher von wenigen Anbietern vermarktet, und Tarife gelten oft nur für einzelne Länder. Wir zeigen je Portal nur Angebote, die dort verfügbar sind. Neue Tarife erscheinen automatisch in der Liste.

    Fazit

    OpenCloud ist eine interessante Wahl, wenn du eine schlanke, souverän betreibbare Dateiplattform suchst. Das Managed-Angebot ist noch klein, der eigene Betrieb aber dank fehlender Datenbank überschaubar. Prüfe vor allem Verschlüsselung, Office-Anbindung und Backups, denn hier unterscheiden sich Editionen und Anbieter.


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