Wie wählt man das passende Webhosting aus?

Autor:   |  23.02.2015


beste Webhosting Pakete Meistens wurde viel Zeit investiert, um die besten Inhalte für die eigene Webseite zu erstellen. Die gesamte Geschäftsidee und der detaillierte Plan, um Kunden zu gewinnen, steht. Der eigene Webauftritt ist fertig und muss nur noch im Internet erreichbar gemacht werden. Dafür wird nun ein Webhosting benötigt. Doch wie wählt man das passende Webhosting aus?

Die Wahl eines Webhostings erscheint in der Theorie recht einfach. Eine kurze Suche im Internet, anschließend ein paar Klicks, um die Bestellung abzuschließen, und schon kann der eigene Webauftritt online gehen. Was könnte einfacher sein? Aber es ist nicht unbedingt die beste Idee, das eigene hart verdiente Geld gleich in die erstbeste Lösung zu stecken. Um das perfekt passende Webhosting für die eigenen Ansprüche zu finden, sollten verschiedene Kriterien berücksichtigt werden. Wie jede wichtige Entscheidung, die das eigene Geschäft beeinflusst, sollte auch die Wahl des Webhostings genau durchgeplant sein. Wichtig ist vor allem, dass alle relevanten Fragen zu den genauen Anforderungen und Erwartungen an den Hosting Anbieter im Vorfeld abgeklärt werden.

Welche Art von Webhosting wird benötigt?

Vor der Entscheidung sollte man sich zuerst genau mit den verschiedenen Webhosting Arten auseinandersetzen und in Erfahrung bringen, wo deren Vor- und Nachteile liegen.

Webspace Pakete (Shared Hosting)

Die beliebteste und günstigste Möglichkeit, um eine Webseite im Internet erreichbar zu machen, stellen Webspace Pakete dar. Dabei können einzelne Kunden eine bestimmte Menge an Speicherplatz auf einem Web Server mieten. Die Systemressourcen wie Arbeitsspeicher, Prozessorstärke oder Bandbreite werden von allen Webseitenbesitzern auf dem Server geteilt. Aus dieser Tatsache leitet sich auch die dafür oft verwendete englische Bezeichnung Shared Hosting (zu deutsch: geteiltes Hosting) ab. Die komplette technische Verwaltung des Systems wird im Hintergrund vom Hosting Anbieter vorgenommen, Kunden können sich komplett auf den Betrieb der eigenen Webseite konzentrieren, ohne dass technische Kenntnisse notwendig sind.

Vorteile:
  • Geringe Kosten
  • Geringer Verwaltungsaufwand
  • Keine technischen Kenntnisse notwendig
Nachteile:
  • Begrenzte Performance
  • Begrenzte Konfigurationsmöglichkeiten
  • Keine exklusiven Ressourcen

Virtuelle Server (Virtual Private Server)

Virtuelle Server bieten den Kunden mehr Flexibilität und Kontrolle als einfache Webspace Pakete. Die anfallenden Kosten sind hingegen lediglich geringfügig höher. Die Bezeichnung virtuelle Server bezieht sich darauf, dass durch eine Virtualisierungsmethode mehrere eigenständige Maschinen auf einem einzigen Hauptserver realisiert werden. Die einzelnen virtuellen Maschinen funktionieren dabei wie komplett eigene Systeme und bieten Kunden somit umfangreichere Konfigurationsmöglichkeiten und höhere Systemressourcen. Trotzdem arbeitet im Hintergrund lediglich ein einziger Server, dessen gesamte Ressourcen unter den eingerichteten virtuellen Maschinen aufgeteilt werden.

Vorteile:
  • Umfangreichere Konfigurationsmöglichkeiten
  • Höhere Performance
  • Moderate Kosten
Nachteile:
  • Höherer Verwaltungsaufwand
  • Technische Kenntnisse erforderlich

Dedizierte Server (Dedicated Hosting)

Ein dedizierter Server bezeichnet eine eigenständige physikalische Maschine, die komplett unter der Kontrolle eines einzelnen Kunden steht. Die gesamten Hardwareressourcen können exklusiv und uneingeschränkt genutzt werden, die Konfiguration des Systems kann exakt an die eigenen Wünsche und Anforderungen angepasst werden. Kunden sind für den kompletten Betrieb und die Administration des Systems selbst zuständig. Je nach Hostingvertrag ist der Kunde auch für Reparaturen sowie Upgrades der Hardware verantwortlich, wodurch zusätzliche Kosten entstehen können.

Vorteile:
  • Uneingeschränkte Konfigurationsmöglichkeiten
  • Exklusive Ressourcennutzung
Nachteile:
  • Hoher Verwaltungsaufwand
  • Technische Kenntnisse zwingend notwendig
  • Hohe Kosten

Managed Hosting

Ein Managed Hosting ist ein spezieller kostenpflichtiger Service, der vor allem auf virtuellen und dedizierten Servern angeboten wird. Entscheiden sich Kunden für die Managed Option, so übernimmt der Hostinganbieter die technische und administrative Verwaltung des Systems. Die Leistungen umfassen beispielsweise die Konfiguration des Systems sowie sämtliche regelmäßigen Updates und Sicherheitsaktualisierungen. Oftmals sind auch Daten Backups und Monitoring Services in der Managed Option enthalten. Besonders für Kunden, die über keinerlei technische Kenntnisse verfügen oder keine Zeit in die aufwendige Administration investieren möchten, lohnen sich die Mehrkosten eines Managed Hostings. Auf diese Weise kann die eigene Aufmerksamkeit zu 100 Prozent auf den Webauftritt gelegt werden, ohne sich um die Rahmenbedingungen kümmern zu müssen, die für den Betrieb eines Server Systems notwendig sind.

Vorteile:
  • Kein administrativer Verwaltungsaufwand
  • Keine technischen Kenntnisse notwendig
Nachteile:
  • Hohe Kosten

Cloud Hosting

Ein Cloud Hosting kann auf verschiedenen Hosting Varianten basieren. Dabei arbeiten mehrere virtuelle oder physikalische Server im Hintergrund zusammen, während für den Kunden der Eindruck entsteht, nur einen einzelnen Server zu bedienen. Ein Cloud Hosting kann verschiedenen Zwecken dienen, etwa der Performance, Sicherheit oder um eine Hochverfügbarkeit zu gewährleisten. Durch Cloud Hosting Lösungen ist es zudem möglich, jederzeit passende Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit die Anforderungen an das System erfüllt werden. Auf diese Weise können beispielsweise Besucherspitzen auf der eigenen Webpräsenz abgefangen werden. Diese Hosting Variante zeichnet sich zudem durch ihre hohe Flexibilität aus, da nur wirklich verwendete Ressourcen bezahlt werden müssen.

Vorteile:
  • Zahlreiche individuelle Einsatzmöglichkeiten
Nachteil:
  • Je nach Einsatzzweck können hohe Kosten entstehen

Hosting für Wiederverkäufer (Reseller Hosting)

Ein Reseller Webhosting kann genutzt werden, um Hosting Angebote an eigene Kunden weiterzuverkaufen. Entsprechende Angebote gibt es sowohl für Webspace Pakete als auch für virtuelle und dedizierte Server. Hier können Hardwareressourcen und Konfigurationsmöglichkeiten selbstständig festgelegt und in eigenständigen Paketen an Nutzer weiterverkauft werden.

Vorteile:
  • Auftritt gegenüber eigenen Kunden als Webhosting Anbieter
Nachteile:
  • Abhängigkeit vom eigenen Webhosting Anbieter

Welche Eigenschaften sollte ein Webhosting bieten?

Genau wie der geplante Webauftritt, so sind auch die Anforderungen an das benötigte Webhosting stets individuell. Kriterien wie Speicherplatzanforderungen, erwartete Besucher oder welche Applikationen verwendet werden sollen, beeinflussen die Wahl eines Webhosting Anbieters. Ein professioneller E-Shop sollte sich zum Beispiel nicht mit dem günstigsten Webspace Paket zufriedengeben, während Einsteiger mit begrenztem Budget keinen dedizierten Server benötigt.

Zusätzlich zu den spezifischen Anforderungen auf technischer Seite sollten Webseitenbetreiber auch weitere allgemeine Kriterien bei der Entscheidung beachten.

Der Ruf eines Webhosting Anbieters

Wie in jedem Geschäftsfeld üblich, erarbeiten sich Webhosting Anbieter Glaubwürdigkeit und Ansehen, je länger sie im Geschäft sind. Anbieter mit unzufriedenen Kunden verschwinden in der Regel früher oder später automatisch vom Markt. Vor der Wahl eines Webhosting Anbieters sollte deshalb eine kurze Überprüfung erfolgen, wie lange das Unternehmen bereits im Hosting Bereich tätig ist und welche Kundenmeinungen darüber zu finden sind. Eine gute Anlaufstelle für Informationen sind Webhosting Foren wie hosttalk.de oder unser Bewertungsportal für Webhostinganbieter.

Maximale Verfügbarkeit

Webpräsenzen sollten ohne Unterbrechung immer erreichbar sein. Von Ausfällen, Hardwareschäden oder Hackerangriffen können aber selbst die besten Server betroffen sein. Um so wichtiger ist es, dass der Webhosting Anbieter in einem solchen Fall schnell und kompetent reagiert. Jede Minute, die der eigene Webauftritt nicht zu erreichen ist, können Kunden, Einnahmen und die eigene Reputation verloren gehen. Bei der Wahl eines Webhostings sollte auf eine zugesicherte Verfügbarkeit von mindestens 99 Prozent geachtet werden.

Verwaltungssoftware

Wenn die eigene Webseite komplett selbst verwaltet wird, dann kommt die zugehörige Verwaltungssoftware oft zum Einsatz. Hosting Anbieter setzen dafür entweder vorgefertigte Lösungen wie Confixx, CPanel, Plesk etc. oder auch selbst programmierte Lösungen ein. Wichtig ist, dass die Oberfläche benutzerfreundlich und leistungsstark genug ist, dass Aufgaben wie das Anlegen von Mailaccounts, die Datenbankverwaltung oder die Installation von Anwendungen effizient ausgeführt werden kann.

Kundensupport

Im Falle eines auftretenden Problems sollte der Webhosting Anbieter unkompliziert und schnell zu kontaktieren sein. Viele Unternehmen bieten deshalb mittlerweile einen 24 Stunden Rund-um-die-Uhr-Support an. Der übliche Weg einer Kontaktaufnahme erfolgt per E-Mail oder Support Ticket. Bei dringenden Problemen ist die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme per Telefon oftmals vorzuziehen.

Eine der besten Möglichkeiten, um die Suche nach einem passenden Webhosting einzugrenzen, ist die Verwendung einer Such-Funktion. Auf diese Weise lassen sich potenzielle Anbieter anhand von spezifischen Kriterien sortieren, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Die Wahl des passenden Webhostings ist einer der Schlüsselfaktoren, um eine erfolgreiche Onlinepräsenz zu betreiben. Die unzähligen Möglichkeiten wirken auf den ersten Blick oft überfordernd. Wer sich aber genügend Zeit nimmt, um die eigenen Anforderungen und die möglichen Angebote genauestens zu prüfen, der wird letztendlich ein sicheres, stabiles und kostengünstiges Webhosting für die eigene Webseite finden.

 

Tags: Bestes Webhosting, Artikel
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