Wie komme ich auf Platz 1 bei google?
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Informationen:
Suchmaschinenoptimierung so genanntes SEO wird
immer populärer. Was hinter den Begriffen SEM, SEO und SEA steckt, verriet
mir Herr Arnulf
Koch, Vorstand der K&K Software AG in einem exklusiven Interview. |
ht:
Guten Tag,
könnten Sie unseren Lesern kurz Ihr Unternehmen vorstellen?
kk:
Gerne. Die K&K Software AG steht auf drei Säulen: Zum einen
individuelle Softwareentwicklung, dann Internetauftritte und
Suchmaschinenoptimierung und als drittes Netzwerksicherheit.
Der Bereich der Internetauftritte und in letzter Zeit vor allem
die Suchmaschinenoptimierung erzielen hierbei das stärkste
Wachstum.
Der Schwerpunkt unserer Unternehmenstätigkeit liegt im
technischen Bereich, den wir mit Diplom- und Fachinformatikern
besetzt haben. Um die Anforderungen unserer Kunden möglichst
optimal zu erfüllen, vergeben wir grafische Aufgaben, wie die
Erstellung von graphischen Konzepten und Layouts, an externe
Grafikagenturen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Kunden
sowohl grafisch als auch technisch bestmögliche Lösungen für das
jeweilige Budget bekommen.
ht:
Sie haben
die Firmierung einer Aktiengesellschaft. Für ein
mittelständisches Unternehmen ist dieses meist unüblich. Weshalb haben Sie sich für dieses entschieden?
kk:
Im Gegensatz zu einer GmbH bietet die Aktiengesellschaft bei der
Beteiligung von Mitarbeitern und Investoren sehr viel
Flexibilität. Die Aufteilung der Entscheidungsbefugnisse auf
Aktionäre, Aufsichtsrat und Vorstand verlangt zudem Disziplin
und sorgt für größere Professionalität im Tagesgeschäft, z.B.
durch Dokumentation von Entscheidungen, Erstellen von
Quartalsberichten usw.
ht:
Sie bieten
Ihren Kunden SEM an. Könnten Sie den Lesern kurz erklären, was
der Unterschied zu SEM, SEO und SEA ist.
kk:
SEM, also Search Engine Marketing bezeichnet in meinen Augen den
Oberbegriff des Suchmaschinenmarketings, der sich aus den
technischen und inhaltlichen Aspekten des SEO - Search Engine
Optimization und dem Aspekt der Werbung SEA - Search Engine
Advertising zusammensetzt.
Oder anders ausgedrückt: Bei SEO wird sich ein guter Platz in
der Trefferliste erarbeitet und bei SEA wird sich ein Werbeplatz
neben der Trefferliste erkauft.
In der Regel wird in der Anlaufzeit, bis sich die Optimierungen
auf einen guten regulären Platz auswirken, eine Werbestrategie
gefahren, um von Anfang an für genug Besucher der Webseite zu
sorgen. Sobald genug Besucher über die normale Suche kommen,
kann man den Anteil der teuren Werbung schrittweise reduzieren.
Die Hauptarbeit fällt bei der Optimierung der Webseite an, von
der Konzepterstellung, über die Optimierung der eigenen Seite,
das Beschaffen von sog. Backlinks, also Verlinkungen von anderen
thematisch passenden Webseiten zur eigenen Seite und die
laufende Betreuung der Seite. Viele Informationen zu dem Prozess
finden Sie auf unserer Webseite zum Thema
Suchmaschinenoptimierung: http://www.kk-software.de/InternetSEO.html
ht:
Wie
lang sind Sie schon auf dem Gebiet der SEM tätig?
kk:
Die möglichst gute Auffindbarkeit der Webseiten in Suchmaschinen
ist seit Beginn unserer Webtätigkeiten 1997 ein fester
Bestandteil bei der Erstellung von Internetauftritten. Seit 2002
bieten wir auch dediziert die reine Dienstleistung
Suchmaschinenoptimierung bzw. Suchmaschinenmarketing an.
ht:
Sie werben
sehr provokant mit dem Slogan „Wir bringen Sie auf Platz 1“ bei
google. Bringen Sie wirklich alle Unternehmen auf Platz 1?
kk:
In der Tat ist der Slogan provokant und ohne die Unterzeile „das
funktioniert nicht bei jedem Suchbegriff“ wäre er so nicht
haltbar. Im Prinzip ist es in Nischenmärkten ohne weiteres
möglich, aber wer eine Seite für umkämpfte Keywords wie
„Druckerpatronen“ oder „Versicherung“ optimieren möchte, muss
sich gegen zahllose ebenso optimierte Webseiten behaupten und
dann ist sehr viel Aufwand notwendig, um überhaupt auf die erste
Seite zu gelangen.
ht:
In
einschlägigen Foren liest man öfters mal was über so genannte
Landing Pages. Was halten Sie davon?
kk:
Viele Benutzer öffnen von den Suchergebnissen die gesamten
ersten Treffer in Browser-Tabs und verschaffen sich einen sehr
schnellen und eher flüchtigen Überblick über die dort verlinkten
Seiten, den sog. Landing Pages. Findet der Besucher nicht auf
der ersten Seite das gesuchte Produkt und den Preis, ist er
häufig sofort wieder weg. Die Landing Page ist also für den
kommerziellen Erfolg der Webseite sehr wichtig, da es einen
großen Unterschied macht, ob 2% oder 20% der teils teuer
erkauften Besucher letztlich etwas bestellen.
Daher beraten wir hier ganzheitlich, denn was nützt die beste
Suchmaschinenoptimierung, wenn der Besucher nicht schnell
findet, was er sucht oder schlimmstenfalls durch eine unseriös
wirkende Webseite sofort abgeschreckt wird.
Ist man ein Ein-Produkt-Unternehmen, das z.B. nur eine bestimmte
Versicherung verkauft, dann muss auf der Landing Page sofort der
Preis und die Leistungen der Versicherung sichtbar sein und ggf.
einen Abschluss der Versicherung ohne Scrollen oder ähnliches
ermöglichen.
ht: Auf
Ihrer Webseite findet man viele nützliche Tipps zum Gebiet der
Suchmaschinenoptimalisierung. Weshalb geben Sie dieses kostenlos
preis? Man sollte doch denken, dass dann das Unternehmen dieses
selbst durchführt.
kk:
Gerne kann jeder seine Seiten selbst optimieren, denn das führt
zu einem besseren Internet, das allen nützt und kleine Firmen
ohne entsprechendes Budget, die sich keinen Dienstleister
leisten können, haben die Chance, auch selbst Hand anzulegen.
Uns bringt das konkret folgende Vorteile: Die Benutzer werden
für die Problematik der Suchmaschinenoptimierung sensibilisiert,
potenzielle Kunden können sehen, ob wir auf eine Linkfarm
setzen, die schnelle Erfolge bringt, aber früher oder später
gesperrt wird, oder ob wir nach den Richtlinien der
Suchmaschinen arbeiten.
Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass selbst Firmen, die
die Liste eigenständig abarbeiten an der einen oder anderen
Stelle doch auf uns zukommen und Beratung und Hilfe in Anspruch
nehmen.
Und zu guter letzt ist die Liste nicht vollständig. Bei jedem
Webauftritt ergeben sich noch Aspekte, die abhängig von der
Seite, Zielgruppe, und den Webseiten sind, die aktuell auf Platz
1 stehen. Diese lassen sich nicht verallgemeinern, sondern
benötigen individuelle Lösungen.
ht:
Kann man
pauschal sagen, worauf es am meisten ankommt um hoch bei Google
indexiert zu werden?
kk: Guter
und aktueller Inhalt in großem Umfang, der für die Besucher
wirklich hilfreich ist. Besucher belohnen solche Seiten durch
Links und ist die Webseite erst einmal gut verlinkt, kann sie
von Google nicht mehr ignoriert werden. Wenn man sie dann noch
so gestaltet, wie der W3C es sich gedacht hat, z.B. <h1> statt <div
class=“ueberschrift“> kann Google die Seite auch optimal
indizieren und noch besser im Suchindex positionieren.
ht:
Von welcher
Zeitspanne muss ausgegangen werden, von der Implementierung bis
zum erhöhten Ranking.
kk: Für
den vollständigen Erfolg einer komplett neuen Seite sollte man
mind. 3-6 Monate, realistisch bis zu einem Jahr ansetzen. Die
Optimierung einer bestehenden Seite, die bereits bei Google
(wenn auch weit hinten) gelistet ist, geht in der Regel
schneller vonstatten.
ht:
Was können
Sie aus der Vergangenheit sagen. Von 10 Kunden wovon Sie ein
Webauftritt erstellt haben, wie viele von diesen lässt ihre
Seite optimieren?
kk:
Ein Großteil der Optimierung sind redaktionelle Arbeiten
wie z.B. guten Content anbieten und passende Backlinks einsammeln, die
vom Kunden – auch wenn er keine Optimierung bestellt – selbst
erledigt werden können. Im Rahmen der Erstellung eines
Internetauftrittes beraten wir jeden Kunden diesbezüglich und
geben ihm entsprechende Werkzeuge an die Hand, beispielsweise
unser Keyword-Verfolgungstool oder eben unser Redaktionssystem
kkCMS, mit dem unter anderem automatisch Google-Sitemaps
erstellt werden oder die Webseiten fehlerfrei ausgeliefert
werden können.
Eine gezielte und fortlaufende Optimierung des Internetauftritts
geben ca. 25% unserer Kunden in Auftrag, Tendenz steigend.
ht:
Wie würden
Sie den SEO Markt beschreiben. Wird es durch viele Updates von
Google nicht oft schwer an den Ergebnissen der Optimierung
festzuhalten.
kk:
Ja und Nein. Google versucht technische Maßnahmen einzudämmen.
Wenn man versucht, eine für Endbenutzer möglichst perfekt
zugeschnittene Webseite zu erstellen und die Richtlinien der
Barrierefreiheit einhält, beeinflussen einen die Änderungen der
Suchalgorithmen eher wenig. Im Gegenteil: ich begrüße alle
Schritte von Google, mit der die rein technischen Ansätze in der
Vergangenheit reduziert wurden, wie z.B. Meta-Tags,
Doorway-Pages, Linkfarmen, Session-IDs in URLs usw., und auch in
Zukunft weiter reduziert werden.
Dies bewirkt, dass die Webseite jedes Mal mehr aus Benutzersicht
gesehen wird, womit Google sogar das Ideal der
benutzerfreundlichen Seite fördert; ich würde sogar sagen:
erzwingt.
ht:
Kürzlich
wurde Doubleclick von Google Inc. übernommen. Was halten Sie von
dieser Übernahme? Sind damit nicht Interessenskonflikte
verbunden?
kk:
Wenn man sich Googles Marktmacht, den absoluten Gewinn und die
Umsatzrendite anschaut, kann man hier schon kartellrechtliche
Bedenken haben.
Für den Betreiber eines kleineren Shops oder Internetauftritts
ist das weniger von Belang, da Doubleclick sich – im Gegensatz
zu Google – nicht auf die Vermarktung von kleinen Werbebudgets
spezialisiert hat.
ht:
Den
Suchmaschinenmarkt sehen viele als den Wachstumsmarkt an, was
ist Ihre persönliche Meinung dazu.
kk:
E-Commerce kommt erst so langsam in Fahrt und die Suchmaschinen
bringen dem E-Commerce eben die Kunden und partizipieren daher
überdurchschnittlich an diesem Erfolg. Aber der Erfolg eines
Anbieters muss nicht für ewig sein. Wenn man sieht, wie schnell
Google die damaligen Marktführer Altavista und Lycos verdrängt
hat oder wie die kleinen Preissuchmaschinen wie Geizhals.at,
Guenstiger.de und Preissuchmaschine.de wiederum die großen Drei
Google, Yahoo und MSN mit Ihren Ablegern wie Froogle abgehängt
haben, kann man sich nicht sicher sein, ob Google auch in zwei
Jahren noch die meistgenutzte Suchmaschine sein wird. Aber der
Markt selbst wird auf jeden Fall weiter wachsen.
ht:
Kürzlich
startete das Adcenter von MSN Live. Erwarten Sie, dass dieses
auf längerer Sicht eine Konkurrenz zu Google Adwords darstellen
wird?
kk:
Das hängt v.a. vom Erfolg der Microsoft-Suchmaschine MSN Live
Search ab. Die Anbieter brauchen die Benutzer, um ihre Werbung
einblenden zu können. Wenn ich mir unsere heutigen Logfiles
ansehe, kommen weit unter 10% der Benutzer von MSN, obwohl fast
jeder Benutzer ursprünglich nur einen Internet Explorer mit
voreingestellter MSN-Suche hatte. Daher bin ich skeptisch, ob
Microsoft hier kurzfristigen Erfolg hat.
Sollte die Live Search aber wieder erfolgreicher werden, ist es
natürlich auch für die Werbetreibenden interessant, dort
Anzeigen zu schalten.
ht:
Die
Durchschnittlichen Klickkosten betragen zurzeit rund 20 Cent.
Wird dieser Preis laut Ihrer Sicht ehr steigen oder fallen?
kk:
Die Klickkosten für Bereiche, in denen vorrangig Geld verdient
wird, z. B. Reisen, Elektronik, KFZ, Finanzen/Versicherungen,
liegen jetzt schon viel höher und werden weiter steigen.
Umgekehrt werden Nischenanbieter oder regionale Anzeigen, z.B.
mit Bezug auf kleinere Städte, Ihre Klicks vermutlich noch
lange für 3-10 Cent kaufen können.
ht:
Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Zeit
und Geduld und hoffe das Sie auch
weiter auf den ersten Plätzen zu finden sind.
kk:
Ich danke ebenfalls für das Interview.
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